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Freizeit

Die Trans Bayerwald im Profi-Test

Die Mountainbike-Ikone Sabine Spitz testete Strecke durch den Bayerwald. Ihr Urteil wurde mit Spannung erwartet.
Von Maria Frisch

Sabine Spitz an der Spitze der ambitionierten Biker-Gruppe. Foto: Frisch
Sabine Spitz an der Spitze der ambitionierten Biker-Gruppe. Foto: Frisch

Lam.Die Trans Bayerwald ist eine Mountainbikestrecke durch den Bayerischen Wald, die den Vergleich mit einer Trans Alp nicht fürchten muss. Diesen Auszug aus dem Werbetext konnte Sabine Spitz, Olympiasiegerin, zweifache Weltmeisterin, vierfache Europameisterin und 20-fache Deutsche Meisterin im Mountainbikesport nach der absolvierten Teststrecke Lam nach Furth im Wald durchaus bestätigen. „Wir kennen viel, aber das hier ist klasse“, konstatierte auch Manager und Ehemann Ralf Schäuble.

Bei der Tourist-Info in Lam erwartete die beiden ein Hüne von Mann – der Osserriese, wie man den aus dem Schwarzwald stammenden Gästen erklärte. Außerdem wurden sie von der Tourismusreferentin des Landratsamts Cham, Petra Meindl, der Marketingleiterin für den TransBayerwald Daniela Schilling und den drei Bürgermeistern nebst Tourist-Info-Leitern bzw. Mitarbeitern im Lamer Winkel erwartet.

Fitte Mitradler aus den Gemeinden

Da die Rathauschefs selbst die Einladung als Begleit-Biker ausschlugen, entsandten die jeweiligen Gemeinden fitte Mitradler wie den Lohberger Geschäftsleiter Alois Schneck sowie Michael Münsterer aus Arrach. Unterwegs schlossen sich weitere Guides an. „Besseres Wetter hätten wir gar nicht haben können“, war Daniela Schilling froh, dass keine Gluthitze herrschte. „Wir fahren heute von Lam nach Furth im Wald und machen einen Abstecher zum Hohenbogen – insgesamt 45 km und 1600 Höhenmeter“, erläuterte sie kurz die Strecke.

Sabine Spitz verewigte sich im Goldenen Buch.  Foto: Frisch
Sabine Spitz verewigte sich im Goldenen Buch. Foto: Frisch

Aus dem bisherigen Feedback über den TransBayerwald, der nach einem Pre-Opening im September 2018 eröffnet wurde, konnte sie berichten, dass 2600 Starterpakete ausgegeben wurden. Eine genauere Erhebung, wie die Trassen genutzt werden, ließ sich bisher noch nicht durchführen. „Das Starterpaket enthält ein Reisetagebuch, dessen Stempel sehr aussagekräftig sind, wenn sie abgetrennt und an den TVO verschickt werden“, erläuterte Schilling dieses hilfreiche Instrument, um die Frequentierung abschätzen zu können. Natürlich ist man für Anregungen, was nicht gefällt oder noch verbesserungsfähig ist, dankbar.

Werbebotschafterin für Bodenmais

Die 47-Jährige aus Bad Säckingen, die im August 2018 ihre aktive Karriere in der olympischen Cross-Country-Disziplin beendet hat, konnte von Bodenmais als Werbebotschafterin gewonnen werden. BTM-Chef Bernhard Mosandl verbindet eine langjährige Freundschaft mit Sabine Spitz.

Der Grundstein für Mountainbike-Urlaub in Bodenmais ist bereits in den vergangenen Monaten gelegt worden. Ex-Profi-Mountainbikerin Mona Eiberweiser, bei der BTM für das Marketing zuständig, hat alle Biker-Strecken rund um Bodenmais unter die Lupe genommen, teils verfeinert, teils erweitert und neue Strecken ausgearbeitet. Für Mona Eiberweiser war es eine Ehrensache, Sabine Spitz zu begleiten.

In der Bildergalerie finden Sie Impressionen von der Testfahrt

Eine Mountainbike-Ikone testet Transbayerwald

Das Mountainbike-Camp in Bodenmais war nun die ideale Gelegenheit, die bekannte Radsportlerin auch auf die Route von Lam nach Furth im Wald zu holen. In Neurittsteig stießen noch ambitionierte Mountainbiker bzw. Guides dazu. Im Blick hatten sie immer das Logo - eine bunte Fahrradkette -. „Wir werden heute bestimmt Spaß und Freude am Radlfahren haben und die Gegend genießen“, kündigte Daniela Schilling am Start bei der Tourist-Info in Lam an, dass es eine gemütliche Testfahrt ohne Renncharakter wird.

Einladung in den Rupert-Zach-Raum

Vorher wurde Sabine Spitz noch in den Rupert-Zach-Raum eingeladen. „Wenn wir schon so eine prominente Person da haben“, begründete Paul Roßberger. Dort trug sich die Linkshänderin mit einem strahlendem Lächeln und einem herzlichen Gruß in das Goldene Buch des Marktes ein. Tourismusreferentin Petra Meindl war froh, dass der TransBayerwald auch von den Einheimischen rege angenommen wird. „Es ist ja nicht nur eine Institution für Urlaubsgäste. Viele der Nutzer orientieren sich mit GPS“, weiß die Fachfrau. „Mittlerweile wurden bereits kleinere Fehler in der Beschilderung ausgebügelt. Wir arbeiten auch mit Einheimischen als Wegepaten zusammen“, ist Meindl froh für die Unterstützung vor Ort.

Wir kennen viel und können es daher auch beurteilen: Dies hier ist klasse!“

Ralf Schäuble, Manager und Ehemann von Sabine Spitz

Manager und Ehemann Ralf Schäuble hatte nur gute Noten für die hiesigen Trassen. „Glauben Sie mir: Wir kennen viel und können dies auch beurteilen!“. Am nächsten Samstag fährt Sabine Spitz bereits wieder einen Marathon, für den Deutschlands erfolgreichste Mountainbikerin weiterhin das Renndress überzieht. Auf der Langstrecke macht sie noch weiter, im wesentlich intensiveren Cross-Country ist Schluss. Marathon sei eine ganz andere Belastung. Olympia in Tokio ist für Sabine Spitz allerdings kein Thema mehr.

Mountainbiken ohne Ende

  • Mit der Eröffnung des Trans Bayerwald

    im September 2018 wurde der Bayerische Wald zum Mekka für Mountainbiker. Die 700 Kilometer lange Mountainbike-Strecke soll möglichst viele Sportler in den Bayerischen Wald locken, der damit offiziell um eine touristische Attraktion reicher ist. Der „Trans Bayerwald“ ist insgesamt 700 Kilometer lang und beinhaltet 17.000 Höhenmeter.

  • Es gibt zwei Hauptrouten:

    Die Süd-Route führt von Furth nach Passau und orientiert sich am Donaukamm. Die Nord-Route verläuft von Passau nach Furth und führt am Grenz- und Arberkamm entlang. Die Entwickler der „Trans Bayerwald“ bezeichnen ihn als ein Mountainbike-Abenteuer, das mindestens so erlebnisreich wie die „Transalp“ sei und durch die schönsten Gegenden von „Klein-Kanada“, wie der Bayerische Wald auch genannt wird, führt. Verantwortliche im Tourismusverband Ostbayern (TVO) erhoffen sich einen regelrechten Bikerboom.

Am Dienstag konnte sie sich von all dem noch eine Aus-Zeit genehmigen, was nicht hieß, dass es keine Herausforderung war. „Technisch ist es hier auf dem TransBayerwald schwieriger als auf so manchen Marathon-Strecken“, versicherte Schäuble, der dem Sport insgesamt wünscht, dass er noch mehr Zulauf hat.

Sport

Auf der Trans Bayerwald durch Ostbayern

Im September werden die Strecken in Furth eröffnet. Sie führen Mountainbiker auf 747 Kilometern durch den Bayerischen Wald.

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