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Auszeichnung

Ein große Ehrung für Gert Paulus

Der langjährige Kirchenpfleger erhielt in Lam die Bischof Johann-Michael-Sailer-Medaille und war Festredner beim Pfarrabend.

Pfarrer Ambros Trummer ehrte Gert Paulus mit der Bischof-Johann-Michael-Sailer-Medaille und einem Bild vom Osserkreuz. Foto: kli
Pfarrer Ambros Trummer ehrte Gert Paulus mit der Bischof-Johann-Michael-Sailer-Medaille und einem Bild vom Osserkreuz. Foto: kli

Lam. Max Klingseisen, der fünf Perioden in der Kirchenverwaltung saß, blieb in dieser Position bis dato unangefochten. Aber auch die Amtszeit von Gert Paulus hat Vorzeigecharakter, wie Pfarrer Ambros Trummer beim Pfarrfamilienabend am Samstagabend im Pfarrsaal herausstellte. Demnach war Paulus von 1974 bis 1994 im Pfarrgemeinderat und wurde nahtlos ab 1. Januar 1995 in die Kirchenverwaltung gewählt, der er 24 Jahre lang angehört und in dieser Ära obendrein zwölf Jahre als Kirchenpfleger fungierte.

Wohnen für Senioren

Zusätzlich zählte Gert Paulus von Anfang an zu den Lektoren und Kommunionhelfern. „In der Pfarrei Lam trägt vieles deine Handschrift“, attestierte Pfarrer Trummer, der ihm namens des Bischofs die zum 150. Todestag geprägte Bischof-Johann-Michael-Sailer-Medaille verlieh. Außerdem bekam der Geehrte ein wunderschönes Bild des Osserkreuzes.

Als Festredner des Pfarrfamilienabends sprach Gert Paulus über die Kirchenverwaltung. Die Pfarrei sei Arbeitgeber für 20 Leute. Gert Paulus listete einige Schwerpunkte der zurückliegenden Wahlperioden auf. Größere Maßnahmen waren die Pflasterung zwischen Pfarrhof und Pfarrsaal. An der Maria-Hilf-Kirche war außen und innen einiges zu tun. Sorgenkind war lange Zeit das St. Ulrichsheim. Da der Abriss damals eine Million Mark verschlungen hätte, wurde stattdessen ein neues Dach angebracht. Für die Pfarrei war das Haus zu groß. Sie hat einige Räume für die Ministranten, Jugend und Meditation ausgebaut. Betriebsende war 2015. „Wir waren sehr froh, einen Investor gefunden zu haben, der das Gebäude umgebaut hat.“ Mittlerweile bedeute das 100 Jahre alte Gebäude, das auf Erbpachtbasis betreutes Wohnen für Senioren anbietet, einen Mehrwert für den Markt und die Pfarrei. Die Perspektive einer Wärmelieferung (Hackschnitzel) für die kirchlichen Gebäude zusammen mit der Osserwärme und eventuell einigen Gastronomiebetrieben am Marktplatz habe die Diözese nicht genehmigt.


Man hoffe aber, dass das Thema bei der Planung der Marktplatzsanierung nochmals aufgegriffen werde. „Die Krippe ist fertiggestellt und wir haben jetzt ein vorbildliches Kinderhaus mit einem tollen Team“, lobte Gert Paulus. Da Mesner Erich Lohberger zugleich „Bauhofleiter der Pfarrei“ und mit allen Fähigkeiten eines perfekten Handwerkers ausgestattet ist, wurde für ihn eine Werkstatt angebaut, die sich schon vielfach bewährt hat. Eine Großbaustelle war 2017 die Pfarrkirche. Bei dem Vorhaben, wegen des Jubiläums „250 Jahre Barockkirche Lam“ einen Innenanstrich vornehmen zu lassen, kamen Risse und Sprünge zutage. „Wir hätten nie Schäden in dieser Größenordnung vermutet“, blickte Paulus zurück. Da wegen der Dachstuhlsanierung eingerüstet war, befanden die Verantwortungsträger auch einen Außenanstrich als sinnvoll. Im Zuge der Renovierung stattete man die Pfarrkirche mit einer zukunftsfähigen LED-Beleuchtung und einer vollautomatischen Be- und Entlüftung aus. Für das vielfältige Engagement in der Pfarrei hob Paulus exemplarisch den Eine-Welt-Laden oder die Kleiderkammer hervor. Für den Friedhof habe man beim Dorfwettbewerb einen Sonderpreis erhalten. Hier behalte man stets im Blick, dass der Mensch auch im Tode seine Würde nicht verliert. „Grab und Friedhof sind ein Stück Heimat, wo die Toten auf Dauer zu Hause sind“, begründete der Redner das Angebot für Bestattung unter Bäumen. Die 100 Ministranten sind ein beachtlicher Teil der Jugendlichen im Markt Lam.

Ausblick auf Vorhaben

Im Ausblick auf künftige Vorhaben nannte der Redner den Anbau eines Essensraums an das Kinderhaus sowie die dortige Erneuerung der Dachfenster. Der Pfarrwald leide unter Borkenkäfer und Schneelast. Der Umfang werde sicher erst im Frühjahr offenbar. Die eingefallene Friedhofsmauer soll endlich gebaut werden. Beim Bergkircherl „Maria Hilf“ muss die Mauer an der Nordseite renoviert werden. „Außerdem steht das Jubiläum 700 Jahre Pfarrei Lam vor der Tür“, schloss der Redner. (kli)

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