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Wasser

Eine Fusion scheint machbar

Wichtige Schritte für eine Zusammenlegung von WBV und gemeindlicher Versorgung werden eingeleitet.
Von Maria Frisch

Bürgermeister Roßberger rechnet mit einer Einigung. Foto: kfe/archiv
Bürgermeister Roßberger rechnet mit einer Einigung. Foto: kfe/archiv

Lam.Seit längerem zerbrechen sich Bürgermeister Paul Roßberger und WBV-Vorsitzender Alois Vogl den Kopf, ob und wie man die beiden Lamer Wasserversorger unter einen Hut bringen kann. Das hätte etliche Vorteile, vor allem einen einheitlichen Wasserpreis und weniger Verwaltungsaufwand. Grundsätzlich ist die Trinkwasserversorgung eine hoheitliche Aufgabe. „Wir haben mit dem Landratsamt abgeklärt, zu welchen Konditionen eine Übergabe der gemeindlichen Versorgung an den Wasserbeschaffungsverband möglich ist“, informierte Bürgermeister Paul Roßberger bei der jüngsten Marktratssitzung.

Mittlerweile erhielten die Verantwortungsträger die Rückmeldung des Landratsamts, dass die Behörde einer Fusion zustimmt, falls alle bisherigen Wasserabnehmer der gemeindlichen Wasserversorgung von Absetz bis Frahelsbruck freiwillig Mitglieder des WBV werden. „Das ist die einzige Möglichkeit, damit wir unser Leitungsnetz nebst Hochbehälter und Sammler unentgeltlich an den WBV abtreten, damit alles in einer Hand ist“, erläuterte der Bürgermeister. Nach der Zustimmung des Marktrates müsse der Vorstand des WBV mit dem Finanzamt in Verbindung treten, und dann das Ergebnis dem Verbandsausschuss vorlegen, der schlussendlich darüber entscheidet. „Ich bin guter Dinge, dass die Zustimmung erfolgt“, gab Alois Vogl auf Anfrage seine Einschätzung preis.

Sind sich die Gremien einig, sind die Bürger gefragt, die ihren freiwilligen Eintritt in den WBV erklären müssen. Markträtin Eva Obermeier erkundigte sich, ob nach der mutmaßlichen Fusion mit einer Erhöhung des Wasserpreises zu rechnen sei. Der WBV-Vorsitzende geht davon aus, dass der Preis von einem Euro in den nächsten fünf Jahren beibehalten werden kann, da der Verband keine Gewinnerzielungsabsicht verfolge. Sollte sich der WBV irgendwann einmal auflösen, fällt die Wasserversorgung automatisch an die Gemeinde zurück.

Franz-Josef Brandl betonte, dass dies für die Bürger in Engelshütt eine einmalige Chance sei, die sie nutzen sollten. Allerdings wäre eine generelle Aufklärung der Bürger in Engelshütt sinnvoll, weil dort scheinbar noch nicht alle realisiert haben, dass es bisher in Lam zwei Wasserversorger gebe. Der Marktrat votierte einstimmig für eine offizielle Anfrage an den WBV mit der Zusicherung, dass die Übertragung unentgeltlich erfolgt.

Eine positive Nachricht war, dass seit 22. Februar der Tiefbrunnen abgeschaltet ist, weil seitdem die Schüttung im gemeindlichen Versorgungsbereich alleine ausreicht. „Wir hatten einen tollen Winter, der eine gute Werbung für die Ferienregion war“, spielte Paul Roßberger auf einzelne Beschwerden an. Man habe nach den ersten heftigen Schneefällen mit drei Frontladern die Problemstellen geräumt. Als es Tag und Nacht schneite, war der Winterdienst den gesamten Tag unterwegs. Seinen Dank richtete Roßberger an die Bauhofmitarbeiter, die einen hervorragenden Winterdienst leisteten.

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