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Grundschule

Euer Körper ist ein Schlagzeug!

Das Mitmach-Konzert mit drei Musiklehrern der Landkreismusikschule begeisterte das junge Publikum.
Von Maria Frisch

  • Beim Blues gerieten die Vollblutmusiker so richtig in Fahrt Fotos: Maria Frisch
  • Für die Kinder gab es zeitweilig kein Stillsitzen. Die Buben und Mädchen zeigten, dass sie Rhythmus im Blut haben.

Lam.Die meisten Grundschüler hatten seinen Namen schon gehört. Ist das nicht der italienische Pianist? Gemeint war Luis Berra, der am Dienstag locker lässig die improvisierte Bühne in der Turnhalle betrat. Dort fand nämlich ein Konzert mit seinen Kollegen Siegi Mühlbauer (ehemals das „I“ der Musikkabarettgruppe Da Huawa, da Meier und I) und Bernhard Stahl statt, bei dem es für die Sechs- bis Zehnjährigen kein Stillsitzen mehr gab.

Rektor Josef Baumann hatte den Erst- bis Viertklässlern ein besonderes Schmankerl versprochen. Dafür hatten sie sich an diesem Vormittag schon beim Projekt „Klasse 2000“ ordentlich angestrengt. „Deshalb gibt es jetzt die versprochene Belohnung mit drei tollen Musikern der Landkreismusikschule“, verkündete der Schulleiter.

Der große Applaus schloss auch Lehrerin Jeanni Grassl ein, die hauptsächlich die Fäden gezogen hatte. Nachdem sich Luis Berra ans Klavier gesetzt hatte, tanzten seine Finger über die Tasten, während seine Kollegen passend dazu auf ihr wandelndes Schlagzeug hämmerten. „Wir wollen euch etwas mit Klavier und Schlagzeug in die Welt der Musik entführen“, kündigte Siegi Mühlbauer an.

Er ermunterte zu Bewegungsrhythmen, die mit einem Sprechchor begannen und dann in einen Kanon mit Schnippen und Klatschen umschlugen. „Ihr seid musikalische Kinder“, freute sich Siegi Mühlbauer. Wichtig sei das Üben. „Es macht nicht immer Spaß, aber es führt zum Erfolg.“

Aufgrund des ständigen Dialogs mit der Schülerschaft wurde die Extra-Musikstunde kein bisschen langweilig. Luis Berra spielte beispielsweise eine Melodie, die die Zuhörer nicht auf Anhieb erkannten, obwohl sie ihnen gewiss geläufig war: „Der Kuckuck und der Esel“. Der Virtuose trug sie in zahllosen Varianten vor, nämlich so, als würde sie aus der Feder der bekanntesten Komponisten stammen. Allen voran Wolfgang Amadeus Mozart aus Österreich.

Beethoven wurde auch in seiner Mimik parodiert, weil dieser meistens grantig aussah. „Auch seine Musik klingt so“, fand Siegi Mühlbauer. Die Buben und Mädchen konnten kaum glauben, dass dieser klassische deutsche Komponist schwerhörig war. Fasziniert hatte sie auch, dass Luis Berra alles auswendig spielen konnte und es zeitweilig anmutete, als würden bei den Stücken von Vivaldi sogar Geigen erklingen. Chopin stammte ursprünglich aus Polen und hielt sich für den Rest seines Lebens in Frankreich auf. Auch von ihm hatte Berra einen Ausschnitt auf Lager. Die Komponisten verkörperten natürlich verschiedene Musikstile wie Barock, Renaissance und Klassik.

Dann wurden die Gäste moderner und gerieten bei einem Blues aus dem 20. Jahrhundert in Fahrt, wobei die Vollblutmusiker auch selbst als Sänger jede Menge Spaß hatten. Die Aula war erfüllt von Blues und Rock’n‘-Roll-Stimmung – und das anhand des simplen Liedes „Der Kuckuck und der Esel“. Die Musiklehrer legten den jungen Zuhörern den Tag der offenen Tür am 14. Juli von 11 bis 17 Uhr im Hauptgebäude der Landkreismusikschule ans Herz.

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