MyMz
Anzeige

Versammlung

Flughelfer leisteten 1129 Arbeitsstunden

In der Sondereinheit steckt viel Herzblut. Kommandant Konrad Kellner ist stolz auf seine Truppe.
Maria Frisch

Das professionelle und ruhige Arbeiten unter dem Hubschrauber zeichnet die Flughelfer aus.  Foto: Maria Frisch
Das professionelle und ruhige Arbeiten unter dem Hubschrauber zeichnet die Flughelfer aus. Foto: Maria Frisch

Lam.Etliche Aktive aus den Reihen der FFW Thürnstein/Schrenkenthal sind gleichzeitig auch Flughelfer. „Wir können stolz sein, einen der 18 Standorte in Bayern mit diesem Prädikat zu stellen“, sagte Kommandant Konrad Kellner bei der Jahresversammlung im Hotel „Zum Hirschen“. Immerhin standen dafür bayernweit mehr als 5000 Feuerwehren zur Auswahl. „Dass in dieser Sondereinheit sehr viel Arbeit und Herzblut steckt, spiegelt sich natürlich in der Anzahl der Aktivitäten wider“, kommentierte Kellner.

Das Jahr 2018 war für die Flughelfergruppe des Landkreises Cham, Standort Thürnstein, stark von Aus- und Fortbildungen, Übungen und Einsätzen geprägt. Fünf Übungen mit Luftfahrzeugen, zahlreiche Besprechungen und Schulungen wurden angeboten, um allen Flughelfern das nötige Fachwissen zu vermitteln. Zeitlich sehr beanspruchend war die große Katastrophen-Übung „Roter Eber“. Für Einsätze und Ausbildungen wurden 1129 Stunden investiert. Dabei legten die Betroffenen 4116 Kilometer zurück. Die Flughelfergruppe des Landkreises Cham besteht momentan aus 46 Mitgliedern; 43 davon haben den Flughelfer-Lehrgang absolviert. Sechs Kameraden besuchten zusätzlich den Führungslehrgang. Die Gruppe besteht derzeit aus Mitgliedern der Feuerwehren Thürnstein-Schrenkenthal, Lohberg, Lam, Haibühl-Ottenzell, Arrach, Ansdorf-Simpering, Grafenwiesen und Neukirchen b. Hl. Blut.

Am 16. März besuchte Konrad Kellner in seiner Eigenschaft als Fachberater Flughelfer ein Seminar zum Thema Flugunfälle an der Feuerwehrschule in Regensburg. Dabei wurden unter anderem die Sicherheitseinrichtungen von Kleinflugzeugen behandelt. Bei einer Abschlussübung simulierten die Ausrichter den Absturz eines Kleinflugzeuges. Am 20. April machte sich die Sondereinheit zur ersten Realübung mit der Polizeihubschrauberstaffel nach Amberg auf den Weg. Am 25. Mai brachen die Flughelfer zu einer Übung ins Nachbarland Tschechien auf. „Wir hatten das große Glück, das erste Mal mit einer W-3A Sokol zu trainieren“, freute sich Konrad Kellner, der als Fachberater in der tschechischen Einsatzleitung eingebunden war.

Am 28. Mai war Kellner in dieser Mission erneut gefordert: In der Nähe von Cham ereignete sich ein Unfall mit einem Zug der Oberpfalzbahn. Der Mai und Juni standen ganz im Zeichen der Planung der großen Katastrophen-Übung „Roter Eber“. Am 8. und 9. Juni war es dann soweit. „Insgesamt waren an den beiden Tagen fünf Flughelfergruppen mit knapp 90 Mann gefordert“, erinnerte sich Kellner. Die Zusammenarbeit klappte bestens.

Die letzte Übung 2018 war am 26. Oktober in Hienheim. Konrad Kellner bedankte sich bei den stellvertretenden Leitern der Flughelfergruppe, Josef Mühlbauer und Christian Kress. Mühlbauer stellte Ende 2018 seinen Posten zur Verfügung, den er seit der Gründung der Einheit innehatte. Nachfolger ist Mario Ascherl. Dankesworte gingen auch an Johannes Haselsteiner, Mario Ascherl, Andreas Koller und Christian Aschenbrenner für die Mitarbeit in der Führung. (kfl)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht