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Wald

Forstdienststelle Lam hat neuen Förster

Stelle war ein „wahnsinniger Glücksfall“: Martin Hupf (30) aus Steinbühl ist in Lam Förster und forstlicher Berater der WBV.

Sie stellten den neuen Förster Martin Hupf (2. von rechts) vor: WBV-Geschäftsführer Josef Schmid, WBV-Vorsitzender Wolfgang Koller und Dr. Arthur Bauer, Bereichsleiter Forsten am Landwirtschaftsamt (von links)Foto: kli
Sie stellten den neuen Förster Martin Hupf (2. von rechts) vor: WBV-Geschäftsführer Josef Schmid, WBV-Vorsitzender Wolfgang Koller und Dr. Arthur Bauer, Bereichsleiter Forsten am Landwirtschaftsamt (von links)Foto: kli

Lam.Im Holzhaus des WBV-Vorsitzenden Wolfgang Koller auf dem Koppenhof fand am Mittwochnachmittag die offizielle Vorstellung des neuen forstlichen Beraters der Waldbesitzervereinigung Lamer Winkel, Martin Hupf, statt. Erster Arbeitstag für den neuen Revierleiter für Lam, Lohberg und Arrach war bereits der 1. Dezember 2018 im Lamer Rathaus, wo die Forstdienststelle untergebracht ist.

„Wir sind froh, dass wir wieder einen Förster haben“, waren sich WBV-Vorsitzender Wolfgang Koller, Bereichsleiter Forsten am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF), Dr. Arthur Bauer, und WBV-Geschäftsführer Josef Schmid einig.

Der Dienstantritt des 30-Jährigen fiel in eine Zeit, in der auf das „Juwel“ Wald ein besonderes Augenmerk zu legen sei, so Koller. Mit dem derzeitigen Winter machen aufgrund des Schneebruchs außergewöhnliche Einflüsse dem Wald zu schaffen. „Martin Hupf ist ein sehr bodenständiger Mann“, hat sich der WBV-Vorsitzende schon vom Neuling überzeugt. Diese Charaktereigenschaft komme den Waldbauern im Lamer Winkel sicher sehr entgegen.

Da der junge Mann, der in Weihenstephan Forstwirtschaft studiert hat, gleichzeitig als forstlicher Berater für die WBV zuständig sei, beabsichtige man mit ihm eine sehr enge Zusammenarbeit über Jahrzehnte hinweg. „Der Borkenkäfer als Dauerbrenner wird uns bestimmt auch 2019 in Schach halten“, befürchtet Wolfgang Koller. Man habe verschiedene Vorstellungen, um die Waldbesitzer noch stärker zu sensibilisieren, zum Beispiel in puncto Bohrmehlsuche. Zu diesem Zeitpunkt könne der Waldbesitzer dem Käfer noch an den Kragen. Aktuell beschäftige die Waldbesitzer das Thema Schneebruch und die dadurch entstandenen Schäden. Das Prüfen der Bestände ist derzeit noch nicht möglich“, gibt Wolfgang Koller Auskunft. Er hofft allerdings, dass die Situation entlang der Straßen aufgrund der Freiflächensituation schlimmer war als im Wald selber. Man werde gemeinsam versuchen, die Waldbesitzer darauf hinzuweisen, das Material, das am Boden liegt, so schnell wie möglich, aus dem Wald zu entfernen. Diese Mengen haben kaum Einfluss auf den Holzmarkt, weil das Sortiment als Hackschnitzel und Brennholz verarbeitet wird.

Dr. Arthur Bauer unterstrich, dass es aus Sicht des AELF wichtig war, so schnell wie möglich einen Nachfolger für Renso Eck zu finden, der an das Forstrevier in Cham gewechselt ist. „Martin Hupf konnte schon im Raum Regensburg Erfahrung sammeln, wo er ein Revier mit sehr unterschiedlicher Waldstruktur mit kleinen und großen Privatwaldbesitzern betreut hat“, weiß der Bereichsleiter Forsten. Auch im Lamer Winkel gibt es vor allem Waldbesitzer mit größeren Besitzeinheiten, die davon leben müssen.

Martin Hupf, der beruflich schon in Traunstein und in Oberösterreich unterwegs war, absolvierte auch ein Praxissemester beim AELF Cham. Dabei hat ihn Dr. Arthur Bauer als engagierten, jungen Studenten kennengelernt. „Dass die Stelle ausgeschrieben war, war für mich ein wahnsinniger Glücksfall“, blickt der 30-Jährige zurück.

„Von Steinbühl ist es eigentlich nur ein Katzensprung nach Lam – im Gegensatz zum vorherigen Revier in Regensburg.“ Nach der Zeit als Anwärter war er in der WBV Cham-Roding als Einsatzleiter tätig. Er weiß deshalb, was in einer WBV geleistet wird und möchte seinen Teil dazu beitragen.

Aktuell sei geplant, im Frühjahr eine Info-Veranstaltung zu der Bohrmehlsuche auszurichten. Außerdem starte man eine Sammelaktion zum Nacharbeiten des Schneebruchs entlang der Straßen. Hier müsse geprüft werden, ob es auf Privatgrund noch Gefahren durch sich biegende Bäume gebe.

In der Forstdienststelle im Rathaus ist er ein Einzelkämpfer. Bürostunden sind vormittags von 8 bis 12 Uhr mit Terminen in Absprache unter Tel. (0 99 43) 37 69 88 und Donnerstagvormittag generell als Sprechstunde ohne Anmeldung. Martin Hupf erwartet, bei relevanten Angelegenheiten der WBV eingebunden zu werden. „Es sollte ein wechselseitiges Informieren vorherrschen“, so Dr. Arthur Bauer.

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