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Versorgung

Gemeinsamer Wasserversorger ist das Ziel

Beim Neujahrsempfang in Lam war die Trinkwasserversorgung Thema. Alois Vogl und Bürgermeister Paul Roßberger informierten.
Von Maria Frisch

Alois Vogl Foto: kli
Alois Vogl Foto: kli

Lam.Über das Thema Trinkwasserversorgung in Lam haben beim Neujahrsempfang zweiter Bürgermeister und Vorsitzender des WBV Lam, Alois Vogl, und Bürgermeister Paul Roßberger informiert. „Seit dem trockenen Jahr 2018 ist die Wasserversorgung in aller Munde. Wir konnten sie zu jederzeit aufrecht erhalten. Das macht uns auch ein wenig stolz“, berichtete Alois Vogl.

In Lam gebe es die Besonderheit, dass die Gemeinde über zwei unabhängige Wasserversorger verfüge. Einer davon sei der Wasserbeschaffungsverband, auf den Vorsitzender Alois Vogl einging. „Der WBV ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts im Sinne des Wasserverbandsgesetzes und dient dem öffentlichen Interesse und dem Nutzen seiner Mitglieder.“ Der erste Vertrag für die Wasserversorgungsgenossenschaft stammt aus dem Jahre 1909.

Die 730 Mitglieder sind die Eigentümer der Grundstücke. 1909 wurde die erste Hochdruckwasserleitung errichtet, die den Ortskern mit Wasser versorgt hat. Damals wurden 18 Hydranten für den Löschwasserbedarf installiert. 1933 ist das Ortsnetz über den Weißen Regen ins Bahnhofsgebiet erweitert worden. Das aktuelle Versorgungsgebiet umfasse die Marktgemeinde Lam ohne Engelshütt und Oberschmelz. Das Trinkwasser kommt aus 23 Quellen. Die fünf Hochbehälter haben zusammen eine Speicherkapazität von 1550 Kubikmetern. Für den Löschwasserbedarf sind 92 Hydranten installiert.

Wenn Wasserknappzeit in der Hochzone auftritt, muss das Wasser von Lam Mitte hochgepumpt werden. Der WBV realisierte den Leitungszusammenschluss mit Lohberg in Thürnstein und mit der gemeindlichen Versorgung in Ginglmühle. „Wir können uns gegenseitig aushelfen“, schilderte der Redner diesen Vorteil. Die Wasserlieferung 2017 und 2018 war nahezu identisch, nämlich jeweils 157 000 Kubikmeter. Derzeit liegt die Schüttung bei 11,0 Liter/Sekunde plus Tiefbrunnen mit zwei Litern pro Sekunde. Der Verbrauch aktuell liege zwischen vier und fünf Sekundenliter. „Trinkwasser ist das wichtigste und am besten überwachte Grundnahrungsmittel. Allein für die Untersuchungen zahlt der Verband im Jahr 4000 Euro“, sagte Vogl.

Die gemeindliche Wasserversorgung ist kleiner als der WBV und versorge knapp 260 Wasserzähler. Paul Roßberger hatte die Investitionen der letzten Jahre aufgeführt. Der Tiefbrunnen wurde gebohrt, als die Hauptquelle Buchetbühl vom Netz genommen wurde. Im Einzugsgebiet unterhalte man vier Trinkwasserquellen. „Wir haben relativ konstant die letzten drei Jahre rund 33 000 cbm Trinkwasser geliefert. Die aktuelle Schüttung liegt bei circa einem Liter pro Sekunde plus 0,8 Litern aus dem Tiefbrunnen. Wir hätten das Ziel, für die Zukunft die beiden zu fusionieren und einen gemeinsamen Wasserversorger auf die Beine zu stellen. Das ist allerdings nicht so einfach“, sagte Roßberger. (kli)

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