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Liebhaberei

Große Benz-Tour im Bayerwald

Besitzer der Mercedes-Baureihe W123 versammelten sich zum 25. Jahrestreffen. Rallye-Sieger erhielt einen Wanderpokal.
Von Maria Frisch

  • Von Liebhabern gerettet: Ein Mercedes der FFW Baden-Baden. Der Fahrer schmiss sich für die Ausfahrt sogar in Uniform. Foto: Maria Frisch
  • Dr. Peter Gampenrieder zeigt stolz auf die Plaketten seiner letzten Jahrestreffen. Foto: Maria Frisch

Lam.Ungewöhnlich viele Mercedes der Baureihe W123 – genau gesagt 140 Exemplare – kurvten am vergangenen Wochenende durch den Lamer Winkel und die Nachbarlandkreise. Der Grund war das 25. Jahrestreffen der Mercedes-Benz-Baureihe W123, die nur von 1976 bis 1985 hergestellt wurde. „Das Modell gibt es in drei verschiedenen, populären Karosserieformen, nämlich Limousinen, Kombis, sowie Coupés“, erzählt Dr. Peter Gampenrieder, der sich als Stammtischmitglied um die Behördenkontakte gekümmert hat.

Der hauptsächlich deutschlandweit aktive Club unterhält auch einige Verbindungen ins Ausland, z. B. nach England. Insgesamt zählt man über 2000 Mitglieder, von denen ein Bruchteil einmal jährlich zusammenkommt. Darüberhinaus existieren noch verschiedene Regionalstammtische. Die Austragungsorte für die Jahrestreffen gehen reihum.

Am Freitag war Clubabend in der Eisensteiner Hüttn am Großen Arber. Dafür legte die Arberbergbahn eine Sonderfahrt ein. Am Samstag fand dann traditionell die Ausfahrt statt, die vier Landkreise tangierte. „Die Route hat das Landratsamt Cham festgelegt, weil das Ganze nach der Straßenverkehrsordnung meldepflichtig ist“, berichtet Dr. Gampenrieder. Im Konvoi zu fahren ist selbstverständlich nicht erlaubt. „Wir müssen zeitversetzt starten“, so der Mitorganisator. Die Route führte über Drachselsried, den Großen Arbersee, die Burgruine Weißenstein bis nach Deggendorf und retour bis Furth im Wald, wo im ATT ein Clubabend für einen würdigen Abschluss sorgte.

Unterwegs waren verschiedene Aufgaben zu lösen. Dr. Peter Gampenrieder aus Dachau hatte an seiner Limousine die Plaketten mit den letzten Jahrestreffen befestigt: Marburg, Menden im Sauerland und Alsfeld. Schon etwas stolz zeigte er die diesjährige Plakette mit der Oberpfalz drauf. „Die haben wir extra prägen lassen“, bestätigte der promovierte Betriebswirt.

Das 25. Jahrestreffen ist natürlich obendrein ein Jubiläum. Ein solches feierte man erst 2016, dem 40. Jahrestag, seit der erste W 123 vom Band gelaufen ist. Dr. Peter Gampenrieder besitzt selbst einen solchen Mercedes – seit über zehn Jahren.

Am Start wies Organisator Dr. Peter Kipfer aus Hersbruck die Fahrzeugführer ein. „Sie können so lange brauchen, wie sie wollen, müssen aber um 19 Uhr in Furth im Wald sein“, weihte er die Teilnehmer ein und händigte ein Heft mit den Fragen zu Land und Leuten aus, die schon knifflig waren. Der Sieger bekam eine Kurbelwelle. Diesen Wanderpokal darf er ein Jahr behalten. Eine der Kuriositäten war ein früheres Einsatz-Fahrzeug der FFW Baden-Baden mit Fahrer in Montur und Martinshorn auf dem Dach.

Die Anschaffungskosten für die W123-Modelle lagen seiner Zeit bei 22 000 bis 24 000 Mark, für die teuersten mit Klimaanlage und elektrischen Fensterhebern musste der Erwerber bis 60 000 Mark hinblättern.

Die Serie W123 war eine Zeitlang Marktführer für komfortorientierte, luxuriösere Fahrzeuge. Die Käuferschicht reichte vom Landwirt bis zum Zahnarzt. (kli)

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