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Foto-Wettbewerb

„I love Lamer Winkel“ siegte

Die Preise für Evi Lembergers Initiative „Schau moi hi“ wurden vergeben und die Ergebnisse in einer Bilderschau präsentiert.

  • In der Kategorie „unter 18“ wurde das Bild „I love Lamer Winkel“ von Vera Heubl auf den ersten Platz gesetzt.
  • Paul Roßberger überreichte an Initiatorin Evi Lemberger Blumen.
  • Die Preisträger erhielten als Zugabe jeweils ein Lebkuchenherz mit ihrem Siegerfoto.Fotos: kli (2)
  • „Nebelland“ ist die Aufnahme von Josef Dischler betitelt, die in der Abteilung „über 18“ den Sieg errang.

Lam.„Fotografie ist ein visuelles Medium. Es kann informieren, aufwecken oder einfach träumen lassen“, sagte Evi Lemberger – die Initiatorin des Fotowettbewerbs „Schau moi hi“ – am Samstagnachmittag im Osserbad-Pavillon. Jeder habe eine individuelle Weise, wie er fotografiere. Jedes Bild sei anders, und genau das sei bei der Ausschreibung wichtig gewesen. „Ich bin total begeistert, wie unterschiedlich und speziell die Sichtweisen sind: Es sind humoristische, poetische, ästhetische Bilder, die einfach nur schön sind“, schwärmte Lemberger und lobte besonders die Kinder: Sie hätten viel mehr Kreativität als die Erwachsenen an den Tag gelegt.

Proppenvoll war am Samstag der Pavillon beim Osserbad, in dem das Volksmusik Ensemble der Landkreis-Musik-Schule die gemeindeübergreifende Veranstaltung des Lamer Winkels eröffnete. Unter den Gästen waren viele Hobbyfotografen. „Wenn nicht gar Profifotografen“, mutmaßte Lams Bürgermeister Paul Roßberger mit Blick auf die Fotos. „Die Anzahl der eingereichten Bilder und auch die Qualität ist überragend“, betonte der Lamer Rathaus-Chef.

Ausstellung in Lohberg und Arrach

Je drei Erstplatzierte in den Kategorien „unter 18“ und „über 18“ bekamen ein Preisgeld. Die Präsentation in Lam wird als Wanderausstellung Anfang nächsten Jahres in Lohberg und Arrach gezeigt. Die jeweils 20 Besten der beiden Kategorien sind in Lam noch bis 30. November zu sehen.

Roßberger bedankte sich beim Musikensemble, ebenso Hans Altmann und Georg Brandl für ihre begleitende Ausstellung von alten Fotoapparaten in einer Vitrine. Auch zollte er Alois Vogl und Willi Zitzl Anerkennung, die Evi Lemberger tatkräftig beim Aufhängen der Bilder unterstützt hatten. Ein Vergelt`s Gott galt Alois Koller und Roland Thiel für die Rahmung der Bilder. Für die Bewirtung wurden Ramona und Markus Plötz gelobt. und schließlich hatte Paul Roßberger Lobesworte für Evi Lemberger und Andreas Roider parat, die sich mit Herzblut engagiert hatten.

Auch die Initiatorin Evi Lemberger zeigte sich vom phänomenalen Besuch freudig überrascht. Die Idee habe sie im Sommer gehabt. „Viele Fotografen horten ihre Bilder nur in ihren vier Wänden, weil sich keine Gelegenheit zum Herzeigen bietet“, meinte sie. „Jeder hat ein Handy oder eine Digitalkamera. Deshalb liegt es nahe, dass man die vorhandenen Potenziale nutzt“, habe sie gedacht - allerdings nicht gewusst, wie viel Arbeit sie sich aufbürden würde. Die Absprache mit den Bürgermeistern, Flyer und Konzeption zu entwerfen, seien relativ einfach gewesen. „Am interessantesten war die folgende PR-Arbeit“, so Evi Lemberger, die selbst die Plakate aufgehängt und ganz viele Gespräche geführt hat. „Dabei habe ich festgestellt, dass es unheimlich viele hilfreiche Leute gibt.“ Ihr Dank galt den Schulen und Lehrern, die sie unterstützten, eine Reihe von Jugendlichen zu motivieren.

Auswahl durch Bürgermeister

Das Auswahlverfahren hatte mit „Freindalwirtschaft“, wie ihr mitunter vorgehalten wurde, nichts zu tun, so die Initiatorin: „Ich hatte in der Jury gar nichts zu sagen!“. Für die Bürgermeister sei der Ablauf total anonym gewesen. „Mir ging es darum, dass es eine vielseitige Auswahl ist – nicht lauter Berglandschaften – und eine interessante Perspektive von der Gegend“, hatte Lemberger zum Ziel gesetzt. Die Bürgermeister hätten sich als Juroren wacker geschlagen und sich in zwei Entscheidungsphasen durch rund 1000 Bilder „gewühlt“. Schließlich seien je 20 Bilder in den beiden Kategorien nominiert worden.

Evi Lemberger überreichte der Jury sowie den Helfern Andreas Roider, Alois Vogl und Willi Zitzl „edle Tropfen“. Die Postkarten von den Bildern gab es an Ort und Stelle zu kaufen. Jene Teilnehmer, von denen ein Bild an den Wänden hing, wurden mit einem kleinen Set der Karten gratis belohnt. Zu den Geldprämien bekamen die Gewinner je ein Lebkuchenherz mit dem abgebildeten Gewinnerfoto – ein Kunstwerk vom Café „Weißgawa“.

Zwei Sonderpreise vergeben

Arrachs Bürgermeister Sepp Schmid verriet dann: „Weil Evi Lemberger, die eine Vorliebe für alte Bügeleisen, Wäscheleinen und Relikte dieser Art hat, mit unserer Auswahl nicht hundertprozentig einverstanden war, lobte sie nochmals zwei Sonderpreise aus.“ Diese Auszeichnungen bekamen die zehnjährige Lorena Heigl („wunderbare Art und Weise mit Fotografie umzugehen“) und Wolfgang Sterr. („er hat Berglandschaften, Sonnenauf- und untergang optimiert – ein perfektes Bild, das fast grafisch wirkt“) , schwärmte Lemberger bei der Übergabe. (kli)

Die Gewinner

  • Kategorie über 18:

    1. Josef Dischler „Nebelabend“, 2. Corinna Klingseisen „Gruß an die Sonne“, 3. Ulrich Lemberger „Hoamzou“ am Ödriegel.

  • Kategorie unter 18:

    1. Vera Heubl
    „I love Lamer Winkel“, 2. Janina Kouba „Vier Jahreszeiten“, 3. Anna Hausner „Sophie am Großen Osser“.

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