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Imker vertrauen auf ihre bewährten Kräfte

Bienenzüchter im Lamer Winkel blicken zurück und voraus. Vorsitzende appelliert dafür, am Faulbrut-Monitoring teilzunehmen.
Maria Frisch

Diese Vorstandschaft lenkt die Geschicke des Imkervereins für weitere vier Jahre.  Foto: Maria Frisch
Diese Vorstandschaft lenkt die Geschicke des Imkervereins für weitere vier Jahre. Foto: Maria Frisch

Lam.Antje Frisch blickte bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof Stöberl auf das Bienenjahr 2019 des Imkervereins Lamer Winkel zurück.

Nach dem Schneereichtum Ende Januar und Februar waren die Monate März und April auffallend mild. „Wir freuten uns bereits auf eine gute Blütenhonigernte“, erinnerte Antje Frisch. Pünktlich zur Löwenzahnblüte wurde es jedoch fast drei Wochen kalt und regnerisch. Die Bienen benötigten den eingetragenen Honig für sich selbst und ihre Brut. Zum Teil musste zugefüttert werden. „Da waren wir froh über die Melizitosewaben vom Vorjahr“, betonte die Vorsitzende.

Reichlich Waldhonig geerntet

Später registrierten die Imker eine erfreuliche Waldhonigernte, teils „honigte“ auch die Tanne. „Für reinen Tannenhonig reichte es leider wieder nicht“, bedauerte Frisch. Während der Varroabehandlung und dem Auffüttern hatten die Imker große Probleme mit Wespen. „Es kam sogar vor, dass sie Ableger oder schwächere Völker total ausräuberten“, konstatierte Antje Frisch. Ende Dezember waren die Völker brutfrei zur Winterbehandlung. In den letzten Tagen fand zum Teil der erste Reinigungsflug statt.

Bereits Ende Februar musste das neue Varroabekämpfungsmittel VarroMed bestellt werden. Im April folgte die Sammelbestellung für Bienenfutter bei der BayWa in Cham.

Im Juli fand das Faulbrutmonitoring statt. Leider hatte man zwei positive Ergebnisse. „Einmal Kat. 1. Der Imker befindet sich bereits in einem Sperrbezirk. Er musste seine Völker sanieren und die Bienenkisten entsorgen. Leider auch einmal Kat. 2, das heißt starke Belastung. Der Imker kümmerte sich selbst darum“, erläuterte Frisch. Dr. Fleischmann fand keine Anzeichen für einen Ausbruch der Faulbrut. Das war der alleinige Grund, warum kein Sperrbezirk angeordnet wurde. Besagte Imkerei wird weiter vom Veterinäramt überprüft. Wer Interesse hat, kann im April mit Frisch nochmals Proben einschicken. Sie bat alle Imker, keine Bienenkisten, Rähmchen oder andere Imkereiutensilien, die für andere Bienen zugänglich wären, aufzustellen.

In der WhatsApp-Gruppe sind 25 Mitglieder. Antje Frisch freute sich, dass die Nachrichten alle sachlich und auf die Imkerei bezogen ausfallen. Die Vorsitzende bedankte sich bei ihrem Vorstandsteam für die Hilfe in den letzten Jahren und bei den Mitgliedern für das Vertrauen.

56 Mitglieder im Verein

Zum 1. Januar 2020 verfüge der Verein über 56 Mitglieder (davon sechs Förderer) und insgesamt 449 Völker. Der Altersdurchschnitt liege bei 52,34 Jahren mit durchschnittlich neun Völkern (2018: 7,4). Zwölf Mitglieder haben keine Bienen. Leider waren im Berichtszeitraum drei Todesfälle zu beklagen.

Kreisvorsitzender Matthias Gebhard informierte, dass der Kreisverband insgesamt 570 Liter Säure und 60 Flaschen VarroMed gekauft hat. Somit hat er insgesamt 6841 Euro ausgelegt. An Förderung flossen 2265 Euro, 33 Prozent der Gesamtkosten. Das sei eine freiwillige Leistung des Landkreises. Das große Thema Faulbrut treibe alle um. 2019 waren 87 Prozent der Proben unbelastet, 2018 lag diese Zahl noch bei 97 Prozent. Es gebe einige Sperrbezirke im Landkreis. (kli)

Das Team gewählt

  • Verlängerung:

    Das Gremium verlängert die Amtszeit um vier Jahre.

  • Vorstandschaft:

    Folgende Amtsträger wurden gewählt: 1. Vorsitzende: Antje Frisch; Stellvertreter: Wolfgang Eckl; Schatzmeisterin: Maria Seidl; Stellvertreterin: Mathilde Achatz; Schriftführerin: Petra Warstatt; Stellvertreterin: Carina Traurig; Kassenprüfer: Bettina Heitzer, Alexander Heitzer. (kli)

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