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Einsatzkräfte

Kleine Wehr, große Aufgaben

Die FFW aus Thürnstein/Schrenkenthal legt imposante Bilanz vor. Diese gründet auf dem Fundament der Ehrenamtler.
Maria Frisch

Eine Kameradin und eine Reihe Kameraden wurden befördert oder erhielten Ärmelstreifen für langjährige Mitgliedschaft.  Foto: Maria Frisch
Eine Kameradin und eine Reihe Kameraden wurden befördert oder erhielten Ärmelstreifen für langjährige Mitgliedschaft. Foto: Maria Frisch

Lam.Nach einem feierlichen Jahrtagsamt schloss sich am Samstagabend für die Mitglieder der FFW Thürnstein/Schrenkenthal die Jahreshauptversammlung im Hotel „Zum Hirschen“ in Lam an. Beides wurde von der Thürnsteiner Blasmusik musikalisch gestaltet. Karl Hupf listete die Kassenbewegungen 2018 auf. Da die Führungskräfte darauf aufmerksam wurden, dass es laut Satzung Sache der Mitgliederversammlung ist, auch die Vorstandschaft und den Verwaltungsrat jährlich zu entlasten, flocht man diesen Part erstmals nach den Rechenschaftsberichten ein.

„Der Feuerwehrverein hat wie jedes Jahr fast 50 Termine wahrgenommen“, eröffnete Vorsitzender Josef Mühlbauer seinen Tätigkeitsbericht. Im Berichtszeitraum aktualisierte sich der Mitgliederstand durch fünf Neuaufnahmen und zwei Austritte auf 199. Die Summe untergliedere sich in 75 Aktive, 16 Anwärter(innen), 82 Passive und Fördernde und 26 Ehrenmitglieder. Der Feuerwehrball 2019 war mit 220 Gästen ein Riesenerfolg. Das Dorffest wurde wegen der Überschneidung mit dem SV-Jubiläum in Lohberg erstmals auf den Samstag vorverlegt, woraus sich etliche Vorteile ergaben. Deshalb werde man an dieser Praxis festhalten. Im Terminkalender vorgemerkt sei die Einweihung des Gerätehauses mit 40 Jahre Jugendfeuerwehr der FFW Engelshütt vom 2. bis 4. August 2019. Konrad Kellner legte zum 20. Mal als Kommandant seinen Tätigkeitsbericht über den aktiven Teil ab. „Zahlreiche Ausbildungen, Schulungen und Lehrgänge prägten das Jahr 2018 wie keines zuvor“, so der Redner. Die neue Schutzausrüstung wurde wieder komplettiert und der Startschuss zur Ersatzbeschaffung des neuen Mehrzweckfahrzeuges gegeben. Die 7 Löschgruppen, die Gruppe der Maschinisten und des Atemschutzes legten insgesamt 42 Übungen und vier Gemeinschaftsübungen ab. Dazu kamen noch Übungen der UG-ÖEL und der Flughelfer. Mit den drei Einsatzfahrzeugen legten die Kameraden bei Übungen und Einsätzen insgesamt 6382 Kilometer zurück. Zum Aktiventrupp gehören 20 Atemschutzgeräteträger, 25 Maschinisten sowie 37 ausgebildete Sprechfunker.

82 Termine wahrgenommen

Da die stellvertretende Jugendwartin Carina Schwarz den Wohnort wechselte, wurde Carolin Mühlbauer als Nachfolgerin verpflichtet. 2018 legten wieder drei Trupps ein Leistungsabzeichen ab. Der Kommandant listete ebenso die besuchten Lehrgänge auf. Zusätzlich musste der aktive Teil 82 Termine wahrnehmen. Im zurückliegenden Jahr konnte man wieder einige Neu- bzw. Ersatzbeschaffungen tätigen, teilweise aus der Vereinskasse, aber auch durch die Unterstützung der Gemeinde. Da sich im Laufe der Jahre der Einsatzschwerpunkt des Mehrzweckfahrzeuges geändert hat und der fehlende Allradantrieb sowie die Lagermöglichkeiten für die Gerätschaften seit Jahren vor Probleme stellten, beschloss der Verwaltungsrat im September, Antrag auf Ersatzbeschaffung des mittlerweile 18 Jahre alten MZF zu stellen. Am 25. Oktober fiel der einstimmige Beschluss des Gemeinderates. In unzähligen Stunden und mühevoller Kleinarbeit wurde die Leistungsbeschreibung für die Ausschreibung zusammen mit der Gemeinde erstellt – 86 Seiten im Gegensatz zu den drei Seiten vor 20 Jahren. Am 25. April ist Submission. Die Auslieferung des neuen MZF ist Anfang 2020 geplant.

Insgesamt rückten die Kameraden zu 66 Einsätzen aus. Diese untergliederten sich unter anderem in drei Brände, eine Sicherheitswache, einen Verkehrsunfall, zwei Wasserschäden, 45 Insekteneinsätze, vier UG-ÖEL-Einsätze und drei Sturmschäden. Insgesamt erbrachten die Dienstleistenden 550 Einsatzstunden. Jugendwart Christian Koller gewährte einen Einblick in sein Ressort, in dem mit 16 Jugendlichen alles bestens lief.

Bereicherung für das Dorfleben

„Die Mitgestaltung durch die Thürnsteiner Blaskapelle macht den Jahrtag zum Erlebnis“, unterstrich Bürgermeister Franz Müller. Es herrsche eine unkomplizierte Zusammenarbeit mit beiden Feuerwehren der Gemeinde Lohberg. „Wir rüsten sie so gut aus, wie es geht. Aber es würde die beste Ausstattung nichts nützen, wenn man nicht die Ehrenamtlichen hätte, die sie einsetzen können.“ KBM Pritzl bezeichnete Thürnstein als relativ kleine Wehr mit großen Aufgaben, die sie vorzüglich meistere. Der Verein ist Garant für pulsierendes Dorfleben. (kfl)

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