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Fussball

Lam ist „stolz auf Osserbuam“

Der Ehrenabend für die Meistermannschaft 2018/19 und den gleichzeitigen Oberpfalzmeister krönte eine grandiose Saison.
Maria Frisch

Landrat Franz Löffler und die Marktgemeinde Lam ehrten die Meistermannschaft der Bezirksliga Süd, die gleichzeitig Oberpfalzmeister wurde. Foto: M. Frisch
Landrat Franz Löffler und die Marktgemeinde Lam ehrten die Meistermannschaft der Bezirksliga Süd, die gleichzeitig Oberpfalzmeister wurde. Foto: M. Frisch

Lam.Rot gefärbt war am Freitagabend der Sitzungssaal im Lamer Rathaus von der Vereinskleidung der 1. Formation der SpVgg Lam, für die die Marktgemeinde einen Ehrungsabend organisierte. Bürgermeister Paul Roßberger freute sich, eine so große Runde begrüßen zu dürfen.

Besonders hieß er Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler, die gesamte Vorstandschaft der SpVgg Lam, die erste Mannschaft mit Ehrenvorsitzendem Wolfgang Koller sowie seinen Amtsvorgänger Klaus Bergbauer willkommen.

Der Grund für den Ehrenakt war ein nicht alltäglicher, nämlich die Meisterschaft und der Aufstieg in die Landesliga. „Nach drei Jahren Abstinenz haben wir es in der letzten Saison wieder geschafft“, rekapitulierte der Rathauschef. In den letzten Jahren stellten die Lamer mit dem 2. und 3. Platz bereits die Weichen. Das I-Tüpfelchen habe dann in der Relegation gefehlt. „Diesmal haben wir es gepackt“, war der Gemeindechef froh und fuhr fort: „Wir sind stolz auf unsere Osserbuam!“

Es sei herausragend und bemerkenswert, dass mit dem Aufstieg das Saisonziel realisiert wurde. „Ihr habt es mitsamt des Trainerstabes mit Bravour umgesetzt, nach dem Motto wie der Prior, so das gesamte Kloster“, lobte der Gemeindechef. Der Aufstieg habe sich seit Jahren angekündigt. Heuer krönte sich das Team selbst. Die Bilanz: 25 Mal in Folge unbesiegt, fast neun Monate ohne Niederlage. In der Landesliga stehen Derbys mit Bad Kötzting und Neukirchen b. Hl. Blut an. Nur 19 Gegentreffer in 30 Spielen, Durchschnittsalter 23,94 Jahre. Aus dem Landkreis kicken drei Vereine in der Landesliga und zwei in der Bayernliga.

„Das Umfeld stimmt“

Bei der Sportvereinigung stimme das Umfeld. Es greift ein Zahnrad ins andere. Es werde miteinander gearbeitet. „Respekt für die gesamte Sportvereinsfamilie“, lobte Roßberger. Obendrein avancierten die Lamer zum Oberpfalzmeister aus den zwei Bezirksligen. Das sei eine weitere Erfolgsgeschichte und zudem mit dem Elfmeterschießen gegen Grafenwöhr mit 8:7 ein hartes Stück Arbeit gewesen. Die Aufstiegsmannschaft durfte sich ins Goldene Buch eintragen. Im Namen der Marktgemeinde überreichte der Laudator an den Vorsitzenden Ludwig Koholka einen finanziellen Obolus. Außerdem sponsert Paul Roßberger privat einen Spielball.

Es gebe viele gute Gründe, nach Lam und zu den „Osserbuam“ zu fahren, so Landrat Franz Löffler, der ebenfalls seine Glückwünsche überbrachte. 2013 wurde das letzte Mal ein Lamer Aufstieg gefeiert. Hinterher blieben die Osserbuam drei Jahre in der Landesliga. Wenn sie nun dorthin zurückkehren, sei dies ein toller Erfolg, den man gar nicht hoch genug einschätzen kann. Die Bevölkerung nehme dies bewusst wahr. Die Fußballer holen sich nicht nur für sich und den Verein die Lorbeeren, sondern auch für ihre Heimat. Damit seien sie nicht nur im Lamer Winkel, sondern im gesamten Landkreisgebiet in aller Munde.

Aktuell kicken aus dem Landkreis drei Vereine in der Landesliga und zwei in der Bayernliga. Man merke, welche Bedeutung Fußball für die Gesellschaft habe. „Ein guter Spieler bringt es auch in seinem Leben zu etwas Vernünftigem“, sprach der Landrat aus Erfahrung. Der erzieherische Wert dieses Sports sei sehr hoch einzuschätzen. „Die Vereinsmitglieder sind in aller Regel nicht jene Problemfälle, die im Jugendamt auflaufen.“ Den Landrat begeisterte es besonders, dass die Lamer überwiegend mit Kräften aus der Region auskommen. „Dies funktioniert nur dann, wenn die Mannschaft zusammenhält und der Trainer zu ihr einen guten Draht hat“, betonte der Grußwortredner.

„Doppelt so lange oben bleiben“

Einen Verein als funktionstüchtiges „Unternehmen“ zu führen, sei nicht leicht. Wolfgang Koller habe es viele Jahre vorgemacht. „Er ist nicht von oben herab, sondern auf Augenhöhe mit jedem einzelnen umgegangen.“ Der Landrat freute sich, dass dessen Nachfolge mittlerweile auf mehrere Schultern aufgeteilt wurde. Er wünschte in der Landesliga alles Gute. Das Ziel der nächsten Jahre müsse sein, mindestens doppelt so lange wie letztes Mal oben zu bleiben. „Das entspräche genau meiner nächsten Amtszeit als Landrat – meine Wiederwahl vorausgesetzt“, meinte der Gast schmunzelnd. Der Landrat überreichte ebenso ein Geldpräsent.

Vorsitzender Ludwig Koholka dankte den Laudatoren. „Hoffentlich gehen all die guten Wünsche in Erfüllung.“Wichtiger als der sportliche Erfolg sei ihm, dass die Spieler verletzungsfrei bleiben und Zusammenhalt und Teamgeist wie bisher herrschen. Der Vorsitzende dankte ebenso der Marktgemeinde Lam für die tolle Zusammenarbeit. „Vielleicht Herr Landrat, schauen Sie mal bei einem Derby zu“, schloss Koholka. (kli)

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