MyMz
Anzeige

Paul Roßberger „schießt“ zurück

Lams CSU/BWV wehren sich gegen Kritik der Freien Wähler. Die hätten keine Lösungsvorschläge, nur Kritik.

„Für die Erkenntnis, dass wir unser Osserbad in Schuss halten müssen, brauchen wir keinen Fachmann aus Bad Kötzting“, echauffierte sich Bürgermeister Paul Roßberger in der Wahlversammlung.  Foto: Frisch
„Für die Erkenntnis, dass wir unser Osserbad in Schuss halten müssen, brauchen wir keinen Fachmann aus Bad Kötzting“, echauffierte sich Bürgermeister Paul Roßberger in der Wahlversammlung. Foto: Frisch

Lam.Alois Vogl jun. polterte bei der dritten Wahlveranstaltung der CSU-Bürgerlichen Wählervereinigung gleich los. „Nach zwei erfolgreichen Wahlversammlungen stellen wir fest, dass unser Programm von der UFB übernommen wurde“, so der Vorwurf des stellvertretenden CSU-Ortsvorsitzenden.

Listenführer Wolfgang Bergmann von den Freien Wählern Lam wolle sich nach seinen Worten kreativ und zuverlässig für die Heimat einsetzen. Das habe sich noch gut angehört. Auch die Freien Wähler (FW) hätten kein eigenes Wahlprogramm. „Sie haben ausschließlich die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre kritisiert. Lösungsvorschläge gab es nicht“, meinte Vogl.

Bergmann wünsche sich unter anderem, dass die Lamer Wehr Frauen aufnehme. Mit solchen Vorschlägen sollte er sich an Kommandant Matthias Roider wenden, im Wahlkampf habe dies nichts verloren. Bergmann gehe es anscheinend nur darum, Unruhe in eine funktionierende und schlagkräftige Feuerwehr zu bringen. „Wir brauchen in der Zukunft weder eine starke Frau, noch eine neue Kraft, sondern eine gute Zusammenarbeit“, schloss Vogl jun. seine Einführung.

Roßberger kritisiert die UFB

Bürgermeister Paul Roßberger legte eingangs dem „Schmierfink“ nahe, der seine Wahlplakate verunstaltet, mit ihm in Kontakt zu treten, falls er nicht zu feige dazu sei. In den letzten Wochen wurden bei den Wahlkampfveranstaltungen der Unabhängigen Frauenbewegung (UFB) und der FW einige Aussagen getroffen, die nach Aussage von Roßberger einer Richtig- bzw. Klarstellung bedurften.

Es wunderte ihn, dass die UFB immer vor Wahlen die gemeinsam erreichten als eigene Ziele verkaufe. Die UFB schmücke sich zu gerne mit fremden Federn, so Roßberger, der als Beispiele den Holzweg oder die Ehrenamtskartenausgabe nannte.

Die Posten der Jugend- und Seniorenbeauftragten sowie Vereinskoordinatoren im Marktrat wurden bewusst an Personen aus verschiedenen Fraktionen vergeben. „Die Funktionsträger haben gemeinsam eine Menge realisiert“, attestierte der Redner. Das Leerstandsmanagement wurde zwar vom Landratsamt angestoßen, jedoch von der Gemeinde ausgearbeitet. Dass die Lamer-Winkel-Zusammenarbeit beim Tourismus eine Idee der UFB ist, hat Roßberger anders in Erinnerung. „Dasselbe gilt, was die Leitung der TI betrifft“, fuhr dieser fort.

Blick ins Programm

  • Kooperation:

    Die Zusammenlegung mit dem Wasserbeschaffungsverband zu einem Wasserversorger sei in greifbare Nähe gerückt, sagte Paul Roßberger.

  • Stärkung:

    Das lebenswerte Umfeld für Senioren soll ausgebaut werden.

  • Umwelt:

    In Sachen Ökologie wolle man Blühflächen ausweiten und PV-Anlagen auf gemeindlichen Dächern errichten.

  • Märkte und Feste:

    Paul Roßberger schwebt ein Bauernmarkt vor. Konzept und Kontakte sind in Arbeit - grenzüberschreitend. Im Winter wäre ein entsprechender Markt schön. Eine zusätzliche Attraktion wäre die Reaktiverung des Heimatfestes.

An die Adresse der Freien Wähler richtete der Bürgermeister die Feststellung: „Wir lassen uns unsere Gemeinde nicht schlecht reden!“ Die Baustellen seien bekannt und werden auch angegangen. Fraglich sei, ob eine Zusammenarbeit auf dieser Basis möglich sei.

Keine Ratschläge aus Bad Kötzting

Nicht stehen lassen könne er die Aussage von Wolfgang Pilz, dass Lam von Neukirchen in Sachen Übernachtungen überholt wurde. „Für die Erkenntnis, dass wir unser Osserbad in Schuss halten müssen, brauchen wir keinen Fachmann aus Bad Kötzting. Man sollte zuerst vor der eigenen Haustüre kehren, denn im Gegensatz zu so mancher anderen Gemeinde haben wir zum Beispiel noch einen Bäcker oder Metzger“, sprach Roßberger Klartext. Ein weiterer Vorwurf der FW lautete, dass in der Gemeinde nur das Notwendigste getan wurde. Anders herum heißt das, dass die Gemeinde ihre Pflichtaufgaben erfüllt. Totgeschwiegen wird von den FW, dass die Schulden auf aktuell unter 1 Million abgebaut wurden. Die größte freiwillige Leistung sei das Osserbad, das man sich leiste und das jedes Jahr konstant 100.000 Besucher verzeichne. „Wir arbeiten derzeit ein Konzept zur Sanierung aus.“ (kli)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht