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Praktika geben Hilfestellung

Infoabend zur Entscheidungsfindung bei der Berufswahl für die Schüler und Eltern der Klassen 7 und 8 der Mittelschule Lam
von Maria Frisch

Die am Infoabend beteiligten Referenten mit Berufsberater Jürgen Ziereis und Rektor Josef Baumann. Foto: Frisch
Die am Infoabend beteiligten Referenten mit Berufsberater Jürgen Ziereis und Rektor Josef Baumann. Foto: Frisch

Lam.Für die Schüler der Klassen 7 und 8, sowie deren Eltern, fand am Donnerstag ein Informationsabend zur Entscheidungsfindung bei der Berufswahl statt, die bis zum Ende der 8. Klasse abgeschlossen sein sollte. Um den Schülern - neben den Betriebserkundungen, Betriebspraktika, Besuchen bei der Handwerkskammer und vielen weiteren schulischen Aktivitäten – spezielle Informationen über die Anforderungen in verschiedenen Ausbildungsberufen zu geben, konnte die Bildungseinrichtung zahlreiche Betriebe aus Lam und den umliegenden Gemeinden zu dieser Informationsveranstaltung gewinnen.

„Wie finde ich heraus, was ich werden möchte und wofür ich geeignet bin?“ fragt sich so mancher Teenager. Die Interessen und Stärken können als wichtigste Bezugspersonen die Eltern einschätzen und Tipps zu den Begabungen und Talenten geben. Auch Lieblingsfächer, Hobbies oder ehrenamtliches Engagement liefern Hinweise auf Berufsinteressen. „In erster Linie sind Praktika eine Hilfestellung“, ist Berufsberater Jürgen Ziereis überzeugt. Dabei finden junge Leute am besten heraus, was ihnen gefällt und sie können zudem die Chancen auf einen Ausbildungsplatz erhöhen. „Verschiedene Berufe anzuschauen ist sowohl ein Anliegen der Schule als auch der Berufsberatung“, riet Ziereis davon ab, sich nur in einer Richtung zu orientieren. „Traut euch und verabschiedet euch ein Stück weit von traditionellen Rollenbildern“, empfahl der Gastredner. Mit rund drei Praktika gewinne der Schulabgänger an Sicherheit, sich richtig zu entscheiden. Der Entschluss werde nicht von heute auf morgen gefällt, sondern erfordere in der Regel schon einige Zeit. Der Idealfall wäre, sich in der 8. Klasse festzulegen, weil dann bereits die Bewerbungen folgen sollten. „Trotz aller Berufsorientierung dürfen die schulischen Leistungen nicht auf der Strecke bleiben, weil das Zeugnis der 8. Klasse euer Bewerbungszeugnis ist“, machte Jürgen Ziereis klar.

Nur die Hälfte der Plätze belegt

Auf jeden Schulabgänger kommen rein rechnerisch zwei Ausbildungsplätze. „Das ist eine komfortable Situation für die jungen Leute, weniger angenehm für die Betriebe, die zum Teil händeringend Bewerber suchen“, stellte der Insider gegenüber. Es gebe trotzdem Berufe mit weniger Stellen bzw. dem Erfordernis der mittleren Reife. Die meisten Absolventen der Mittelschule Lam sind in den letzten drei Jahren in der Kinderpflege gelandet. In der 9. Klasse, wenn die Burschen und Mädels im Bewerbungsprozess stecken, hält der Berufsberater an der Schule Sprechstunden ab, weil sich immer wieder Fragen ergeben. Der Fachmann berichtete ebenso über einige finanzielle Förderangebote, auch für Maßnahmen der beruflichen Orientierung. „Passt auf, was ihr im Internet in den sozialen Netzwerken von euch gebt. Unterschätzt das nicht! Betriebe schauen sehr wohl auch darauf“, sensibilisierte der Berufsberater. Unvorteilhafte Bilder oder Äußerungen könnten im schlimmsten Fall zu einer Absage führen. Als Fazit hielt Ziereis fest, dass die Anwärter bei der Ausbildungsplatzsuche aufgrund der nach wie vor guten Ausgangssituation in der Region passable Chancen haben.

Ordentlicher Abschluss

„Ein gescheiter Quali hat noch nie gelogen“, animierte Josef Baumann, sich dahinterzusetzen, einen ordentlichen Schulabschluss zustande zu bringen. Einen ersten Part an Informationen vermittelten Personalverantwortlicher Adrian Eibl und der für Azubi-Marketing zuständige Markus Brem von der Firma Rädlinger, die grundsätzlich ein Familienbetrieb ist. Das Unternehmen sei aber auf 1.900 Mitarbeiter in verschiedenen Niederlassungen und unterschiedlichen Sparten extrem gewachsen. Bewerbungen können via Onlineportal, e-mail oder schriftlich erfolgen. Markus Brem stellte die Berufe einzeln vor und ermunterte auch bereits die Siebtklässler zu einem Praktikum. Dann teilte sich das Plenum in Interessierte für Technik und Handwerk bzw. für den Sozial- und Dienstleistungs-Bereich. Etliche Referenten (s. unten) ließen in die Berufe hineinschnuppern.

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