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UFB-Frauen sind zutiefst empört

Emmi Kollross verwehrt sich bei Wahlversammlung gegen einen in ihren Augen respektlosen Umgang mit den Frauen.
von Maria Frisch

Das Frauentrio sorgte bei der Wahlveranstaltung für etwas Entspannung. Foto: Maria Frisch
Das Frauentrio sorgte bei der Wahlveranstaltung für etwas Entspannung. Foto: Maria Frisch

Lam. Das Frauentrio „Dreigesang“ sorgte am Sonntagabend für etwas Auflockerung bei der Wahlversammlung der Unabhängigen Frauenbewegung im Hotel „Sonnbichl“. Deren Slogan lautet „Heimat verdient Fortschritt“. Obwohl sich Bürgermeisterkandidatin Emmi Kollross davon distanziert hatte, einen Wahlkampf zu führen, war es ihr ein Bedürfnis, am Sonntag einiges aus ihrer Sicht richtigzustellen. Sie habe sich bislang nur verteidigt und wünsche sich nichts mehr, als dass alle Parteien freundschaftlich zusammenarbeiten.

„Mich kotzt das an“

„Was soll der Ausspruch: ,Wir brauchen weder eine starke Frau, noch eine neue Kraft im Marktrat‘? Das ist ein respektloser Umgang mit uns“, war ihr die Äußerung des stellvertretenden Ortsvorsitzenden Alois Vogl jun. sauer aufgestoßen. Dieser Ausspruch zeige, was man von der UFB hält. Sie sei der Meinung, dass nur ein fraktionsübergreifendes Miteinander für Lam zum Ziel führe. „Ich möchte, dass die vielen Seitenhiebe und Sticheleien aufhören. Mich kotzt das an!“, sprach Kollross Klartext. „Als Unternehmerin bin ich es gewohnt, zeitnah auf Neues umzusteigen und auf Veränderungen zu reagieren“, so die Bürgermeisterkandidatin, die diese Erfahrung auch in der Gemeinde einbringen möchte. „Dass es im Wahlprogramm zu einer gewissen Schnittmenge kommt, ist doch völlig normal“, wies sie den Vorwurf zurück, dass es „abgekupfert“ sei.

Disput zum PSW

  • Dankbarkeit:

    Wolfgang Bergmann dankte der UFB, dass sie die Lamer vor einem Riesenschlamassel bewahrten, weil sie den Bürgerentscheid angestoßen habe.

Zu den Zielen zähle, die Ausweisung von Gewerbeflächen für Handwerker und Jungunternehmer nicht aus den Augen zu verlieren. „Außerdem brauchen wir ein neues Baugebiet.“ Sie würde sich in Sachen Schule für das bestmögliche Ergebnis für die Schüler und Lehrer einsetzen. Die Idee einer Zusammenarbeit im Tourismus sei schon älter als die Ära von Paul Roßberger und ihr im Marktrat, konstatierte Kollross. Der Ursprung liege mindestens 15 Jahre zurück. Eva Obermeier habe diese Forderung schon sehr lange gestellt. Bei der Nachfolge in der TI-Leitung wollte die UFB eine Ausschreibung erreichen, weil es im Lamer Winkel mit Sicherheit Leute gegeben hätte, die an dieser Funktion interessiert und auch für sei geeignet gewesen wären. Die Bewerber wären bezüglich ihrer Ideen für Lam befragt worden. „Warum nicht? Das wäre ein besserer und gangbarer Weg gewesen“, war die Rednerin überzeugt. Sie möchte wieder ein Zusammengehörigkeitsgefühl fördern, das im Moment in Lam nicht vorhanden sei.

Digitaler Info-Point

Der digitale Info-Point am Marktplatz wäre in ihren Augen sehr wichtig. „Wir haben die Firma Hubermedia vor Ort, die deutschlandweit über 800 Info-Points installiert hat, nur nicht am Firmensitz“, prangerte Kollross an. Sie habe in letzter Zeit um 400 Haushalte besucht. Deshalb laute ihre Forderung, eine Vertrauensperson damit zu betrauen, die älteren Mitbürger regelmäßig aufzusuchen. Der AK Senioren habe den ersten Schritt gemacht. Falls Emmi Kollross ins Rathaus einzieht, werde sie eine Live-Übertragung der Rathaus-Sitzungen veranlassen.

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