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Politik

UFB: Frischer Wind für Lams Tourist-Info

Stellenbesetzung des Bürgermeisters und kurze Frist zur Prüfung des Lamer Gemeindehaushalts ärgern die Politikerinnen .
von Maria Frisch

Anneliese Frisch (l.) überreichte den von ihrem Mann, Max Frisch, erstellten Aufbau für den Christkindlmarkt an die UFB-Führungskräfte.  Foto: Maria Frisch
Anneliese Frisch (l.) überreichte den von ihrem Mann, Max Frisch, erstellten Aufbau für den Christkindlmarkt an die UFB-Führungskräfte. Foto: Maria Frisch

Lam.Erneut kein Blatt vor den Mund, was Verbesserungen und Missstände in der Marktgemeinde Lam betrifft, machten die Frauen der UFB am Freitagabend bei der Jahresversammlung im Hotel „Sonnbichl“.

Eva Obermeier lobte Emmi Kollross als UFB-Vorsitzende und nebenbei Markt- und Kreisrätin, Vizevorsitzende der Freien Wähler und Gewerbetreibende. Petra Pritzl leiste unbezahlbares Engagement für die Senioren. Steffi Obermeier-Frisch habe als Hotelchefin zwar wenig Zeit, ist aber Antreiberin bei den Jugendfreizeitwochen. Marietta Hutter ist Silvia Raab als Volksvertreterin gefolgt. „Sie hat absolut politischen Sachverstand“, lobte Obermeier.

Über das kritische Denken der Frauen seien die Bürger sehr froh. „Bei unseren Versammlungen sind bis zu 30 Leute anwesend. Das ist ein gutes Feedback für unsere Arbeit“, fand Obermeier. Nicht gut heißen könne sie die Besetzung der Stellen in der Gemeinde ohne Ausschreibung. Der Bürgermeister habe zwar das Recht, aber sie könne nicht nachvollziehen, warum er davon Gebrauch mache. Jüngster Fall war die Neubesetzung der Leitung für die Touristinfo. Emmi Kollross fügte zur Kritik von Eva Obermeier an, dass man bei mehreren Bewerbern um Stellen wie der Leitung der Tourist-Info die Interessenten hätte einladen sollen, um sie zu befragen, wie sie Lam nach vorne bringen wollen. „Ein frischer Wind in der Tourist-Info wäre nicht schlecht gewesen“, sagte Kollross.

Nachwuchs gesucht

Beschlüsse im Marktgemeinderat fielen zu 90 Prozent einstimmig. Wenn es um Lam und die Bürger gehe, zögere die UFB nicht, auch Sachverhalte zu befürworten. „Aber es gibt auch Punkte, wo wir einfach eine andere Meinung haben.“, so Eva Obermeier. Die UFB arbeite seit 24 Jahren auf politischer und sozialer Ebene und sei nie von der Bildfläche verschwunden. Eva Obermeier wünscht sich für die UFB Nachwuchs an jungen und kritischen Frauen, die den Mut haben, auf die Liste zu gehen, um etwas für den Ort leisten. Sie dankte Max Frisch und seinen Helfern, die für den Stand beim Christkindlmarkt ein Emblem entworfen haben. Das UFB-Herz in der Mitte stehe für „mit Herz und Verstand“.

Marietta Hutter wurde 2016 als Nachrückerin vereidigt. Sie sei sozusagen das „Nesthäkchen“ der UFB-Markträtinnen. „Ich befand mich einige Zeit in der Lernphase, was man von sich geben darf, ohne gleich eine deutliche Retourkutsche zu ernten“, so Hutter. Die Sitzungen sind von Geschäftsleiterin Susanne Amberger bestens vorbereitet. Fraktionssitzungen werden zu kurzfristig angesetzt. Versäumnisse sah Hutter nach dem großen Erfolg beim Wettbewerb „unser Dorf hat Zukunft“: „Außer dem Plakat am Parkhaus wurde nichts daraus gemacht.“ Die Tafel hänge im Flur des Rathauses.

Laut Steffi Obermeier-Frisch gehe es in den Sitzungen zum Teil hitzig zu, in den nichtöffentlichen Sitzungen werde mehr diskutiert. Als Jugendbeauftragte habe sie die Jugendfreizeitwochen ins Leben gerufen, die ein Erfolg geworden sind. Nicht geglückt sei 2018 ein Jugendausflug, für den man 2019 einen neuen Anlauf starte. Obermeier-Frisch wünschte sich gleichfalls, dass junge Leute zur UFB stoßen.

Ausblick auf den Wahlkampf

Da der Bürgermeister der UFB vorgeworfen hatte, dass die Fraktion keine Vorschläge zu den Tagesordnungspunkten einbringe, hatte Emmi Kollross aufgelistet, was die UFB an Anträgen und Wünschen alles beigetragen habe. Im Rechnungsprüfungs- und Finanzausschuss missfiel ihr die kurze Prüfzeit von zweieinhalb Stunden für einen Neun-Millionen-Haushalt. Kollross hoffte, dass die UFB wieder mit einer schlagkräftigen Truppe in den Kommunalwahlkampf ziehe. „Arbeiten wir weiterhin für Lam.“

Monika Franta forderte, dass bei Aufträgen für Mediengestaltung, beispielsweise Broschüren, eine Ausschreibung stattfinden solle. Außerdem solle sich die UFB einen Flyer drucken lassen. Franta sprach eine Einladung zum Fotostammtisch am 4. Mai um 16 Uhr im Rathaus aus.

Als Jugendbeauftragte und Seniorenbeauftragte ließen sich einige Helfer in die Pflicht nehmen, so dass künftig ein Arbeitskreis tätig wird. (kli)

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