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Ultra Trail: Favoriten und Lokalmatadore

Wer wird der König vom Bayerwald? Die Elite der Trailrunner gibt sich am 30. Mai beim Ultra Trail Lamer Winkel die Ehre.

Durch die letzten Schneefelder geht es auf den Trails im Arbergebiet steil nach oben. Bis zum 30. Mai dürften alle Wege perfekt sein.
Durch die letzten Schneefelder geht es auf den Trails im Arbergebiet steil nach oben. Bis zum 30. Mai dürften alle Wege perfekt sein. Foto: cgm

Lam.Der Dynafit Ultra Trail Lamer Winkel rückt immer näher. Mittlerweile ist ein Starterfeld gemeldet, dass deutschlandweit seinesgleichen sucht. Topathleten aus dem ganzen deutschsprachigen Raum sind am Start, und wer nach 54 Kilometern und 2700 Höhenmetern als Erster durch das Ziel am Marktplatz in Lam läuft hat sich den Titel „König vom Bayerwald“ redlich verdient.

Das sind die Favoriten

Es ist an der Zeit, einen Blick auf die Favoriten zu werfen: Das bekannteste Gesicht und mit Sicherheit der Topfavorit der Veranstaltung ist Philipp Reiter (Team Salomon) aus Bad Reichenhall. Er ist der erfolgreichste deutsche Trailrunner der vergangenen Jahre und hat mit seinen erst 23 Jahren einige namhafte Veranstaltungen wie den Zugspitz Ultratrail oder den Transalpine Run gewonnen. Ebenfalls stark zu erwarten sind seine beiden Teammitglieder Matthias Baur und Lukas Sörgel.

Hauptsponsor Dynafit schickt mit Constantin Pade, Philipp Quack und Alexander Schuster drei echte Bergsport-Raketen ins Rennen. Pade machte dabei mit schnellen Besteigungen von 8000er Gipfeln und einem zweiten Platz beim Zugspitz Ultratrail 2013 auf sich aufmerksam. Quack hat sich 2014 mit seinem Sieg beim Allgäu Panorama Ultratrail und Rang drei beim Ticino Trail gut in Szene gesetzt. Schuster startet im Winter für das deutsche Nationalteam im Skibergsteigen und konnte auch im Trailrunning beachtliche Leistungen erzielen.

Auch die beiden Ausnahmesportler Carsten Stegner und Christian Alles aus dem Team der Asics-Frontrunner zählen zu den Anwärtern auf die Krone. Stegner ist frischgebackener Deutscher Meister im 100-Kilometer-Lauf und errang 2013 den ersten Platz im Europacup der Ultramarathons.

Mit Tom Bscheidl (TV Zwiesel) und Thomas Wanninger (WSV Viechtach) stehen auch zwei starke regionale Läufer an der Startlinie, die ebenfalls zum erweiterten Favoritenkreis zu zählen sind. Dazu gehört auch Markus Mingo aus Bad Kötzting. Der Lokalmatador und Mitorganisator des UTLW kennt die Strecke wie kaum ein anderer.

Markus Mingo der „Herr im Woid“?

Er möchte der starken Konkurrenz beim Heimspiel natürlich zeigen, wer „der Herr im Woid“ ist. Immer zu rechnen ist mit Sicherheit auch mit Stefan Zäh: Der zehnmalige Transalpine Run Finisher ist ein echtes Urgestein der Szene und immer für eine vordere Platzierung gut. Etwas klarer sind die Karten bei den Frauen verteilt: Mit Tina Fischl (LG Passau) steht eine echte Rakete am Start. Die Bayerische Meisterin im Halbmarathon und Vizeweltmeisterin (AK) im Berglauf ist in bestechender Form und zeigte bereits im vergangenen Jahr (2. Platz bei den vier Trails), dass sie auch abseits befestigter Wege zur Weltspitze der Damen gehört. Gefährlich werden könnte ihr eventuell das Lamer Lauftalent Maria Koller, die auf heimischem Terrain sicherlich über sich hinauswachsen wird und die große Favoritin ärgern möchte. Um die vorderen Plätze bei den Frauen werden wohl auch Kerstin Erdmann, Judith Heinze und Yvonne Lehnert (alle ASICS Frontrunner) mitlaufen.

Ziel-Zeit um die fünf Stunden

Die Organisatoren rechnen mit einer Ziel- Zeit von gut fünf Stunden. Auf diese Distanz kann so viel passieren, dass eine genaue Prognose schwierig wird und am Ende sicherlich auch einige unbekannte Gesichter ganz vorne stehen werden. Es wird also spannend am 30. Mai im Lamer Winkel.

Die Vorfreude wächst

Am 30. Mai wird sich zeigen, was unsere „Helden des Ultra Trails Lamer Winkel“ (UTLW) so drauf haben. Mit den Vorbereitungen sind Doris und Michael Rackl, Matthias Schwarze sowie Lena Schindler durchaus zufrieden. Jörg Memmel dagegen muss das Handtuch werfen.

Doris und Michael Rackl

Michael Rackl im Schnee
Michael Rackl im Schnee Foto: cgm

„Der Start des UTLW rückt immer näher und die Freude, aber auch die Nervosität steigen täglich. Bald wird sich zeigen, ob sich unser Training bezahlt gemacht hat und wir die Herausforderung bewältigen können. Im Moment sind wir noch voll im Plan und absolvieren unser Trainingsprogramm voller Freude und Begeisterung. Neben den kurzen Läufen von zirka 60 bis 70 Minuten mit Steigerungen und Intervall, versuchen wir jede Woche einen langen Berglauf mit 30 bis 40 Kilometer mit einzubauen.

Doris Rackl trainiert unermüdlich.
Doris Rackl trainiert unermüdlich. Foto: cgm

Natürlich darf – wie in den vergangenen Monaten der Trainingslauf am 10. Mai – dieses Mal nicht ausgelassen werden, bei dem immer super nette Leute auf den herrlichen Trails, von den tollen Guides geführt werden. Nun sind wird voller Freude und Hoffnung die Grenzerfahrung am 30. Mai gesund und glücklich zu meistern. Wir drücken allen Starten und dem Team des UTLW die Daumen und wünschen uns und allen Beteiligten einen tollen (Ver)lauf.“

Jörg Memmel

„Tja, die Würfel sind gefallen! Durch meine Verletzung bedingt, kann ich also weder am Ultratrail noch am Osser-Riesen teilnehmen. Nach meiner Knie-OP dauert der Aufbau der Muskulatur doch länger. Ich bin halt kein Profisportler. Laufen kann ich zwar, aber vor allem auf Strecken mit Gefälle reicht die Kraft noch nicht. Die Veranstalter haben mir angeboten, einen Teil der Strecke als Besenläufer zu laufen. Ich traue mich aber nicht. Geduld! Meine Hoffnung: der Kine vom Kaitersberg im September in Bad Kötzting. Allen „Gesichtern des UTLW“ (freue mich, euch kennenzulernen) und allen anderen Teilnehmern wünsche ich einen verletzungsfreien und erfolgreichen Lauf“

Matthias Schwarze

Matthias Schwarze in der Wüste
Matthias Schwarze in der Wüste Foto: cgm

„Mein Training läuft sehr gut. Den MDS (Anmerkung d. Redaktion: Marathon de Sable: Wüstenlauf durch die Sahara mit 230 Kilometer in sechs Etappen) habe ich locker bewältigen können und weil es mir in Deutschland 30 Grad zu kalt war, habe ich einfach noch eine Woche Trailrunning auf Teneriffa hinten drangehängt. Diese Insel ist ein Traum für Trailrunner. Zum Frühstück auf den 3718 Meter hohen Teide laufen und mittags Espresso am Strand. Im Anschluss daran ging es noch in die Pfalz, mit 25 anderen verrückten Läufern. Jetzt kommen die entscheidenden vier Wochen und dann sehen wir uns im Woid.“

Lena Schindler

Lena Schindler testete in Innsbruck.
Lena Schindler testete in Innsbruck. Foto: cgm

Lena hat Anfang April einen coupierten Halbmarathon auf der Straße (Waging) und vergangene Woche einen Trail Marathon (Innsbruck) als Testlauf für den UTLW absolviert. Sie ist „voll zufrieden mit dem Ergebnis“ und ist guter Dinge, „den König vom Bayerwald auch genießen zu können!“ Als Training gibt es noch einmal einen langen Lauf mit 35 bis 40 Kilometern und ansonsten ist sie „fleißig am Bergradeln, um das „Schmalz“ in den Beinen auch zu behalten. (cgm)

Das Programm des Ultra Trails

  • Freitag, 29. Mai

    im Arracher Seepark ab 14 Uhr: Expo auf dem Seeparkgelände in Arrach; 14 bis 20 Uhr: Startnummernausgabe; 16 bis 19.30 Uhr: Pastaparty; 19 bis 19.30 Uhr: Verpflichtendes Rennbriefing für den „König vom Bayerwald“; ab 19.30 Uhr: Konzert im Seepark mit der Band „Die Herzschrittmacher“

  • Samstag, 30. Mai

    8 Uhr: Start „König vom Bayerwald“ im Seepark Arrach; ab 12.30 Uhr: Start der Sideevents mit Expo und traditioneller Blasmusik im Zielbereich (Marktplatz Lam); 13.15 Uhr: Zielankunft Sieger/in „König vom Bayerwald“ (Marktplatz Lam); 14 Uhr: Start „Osserriese“ in Lohberg; 15.15 Uhr: Zielankunft Sieger/in „Osserriese“ (Marktplatz Lam); 17 bis 17.30 Uhr: Siegerehrung Osserriese; 19 Uhr: Zielschluss; 19 bis 19.30 Uhr: Siegerehrung „König vom Bayerwald“; ab 19.30 Uhr: Livekonzert mit der Band „Gentle“ (cgm)

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