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Weg von der Zettelwirtschaft

Mit dem Informationsportal ESIS soll die Kommunikation zwischen Schule und Eltern verbessert und Ressourcen geschont werden.

Josef Baumann stellte den Eltern das digitale Eltern-Schüler-Informationsportal ESIS vor.Foto: Maria Frisch
Josef Baumann stellte den Eltern das digitale Eltern-Schüler-Informationsportal ESIS vor.Foto: Maria Frisch

Lam.Rektor Josef Baumann erläuterte am Montagabend in einer voll besetzten Aula im Lamer Schulgebäude ausführlich die Möglichkeit zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus und umgekehrt. „Ich möchte damit Ängste und Hemmschwellen abbauen“, sagte der Schulleiter.

ESIS ist ein Produkt der Eurotronic GmbH aus Erlangen. Geschäftsführer der IT-Firma ist Herbert Elsner. Elsner selbst saß vor zehn Jahren im Elternbeirat, als in der betreffenden Schule das zeitaufwendige Prozedere mit den Elternbriefen viele nervte. „Ein Wust an Zetteln“, bestätigte der Redner. Allerdings seien diese notwendig, um eine Transparenz in der Kommunikation zwischen Schule und Eltern zu erreichen. „Deshalb sammelt sich bei uns Jahr für Jahr ein Stapel an Papier. Für Lam und Lohberg fallen gemeinsam 19 000 bis 20 000 Blatt an“, bezifferte Baumann.

Widerspruch zur Zielsetzung

Da man aber mittlerweile das Prädikat Naturparkschule führe, bedeute dies einen krassen Widerspruch zur Zielsetzungen. In ganz Deutschland nutzen mittlerweile rund 680 Schulen das besagte ESIS. Die befragten Schulleiter, Konrektoren, Sekretärinnen und Verwaltungsangestellten waren so überzeugend, dass die Verantwortlichen in Lam Herbert Elsner eingeladen haben. Dieser vertreibe ESIS seit zehn Jahren. „Einige Kinderkrankheiten am System wurden bereits ausgemerzt“, sagte Baumann.

Die Lehrkräfte wollen weg von der Zettelwirtschaft. Es vergehe locker eine Woche, bis die Lehrer die Empfangsbestätigung über Elternbriefe in Händen halten. „Unser Ziel ist, mit dem zeitgemäßen und nachhaltigen ESIS eine wichtige Verbesserung der Kommunikation aufzubauen und nicht sinnlos Ressourcen zu vergeuden“, brachte er es auf den Punkt.

Man könne alles mit dem Handy kurz und bündig abfragen. ESIS hat mehrere Module. Das Vorteilhafte an dem Produkt sei auch der erschwingliche Einheitspreis. Allein die Papier- und Druckkosten für denselben Informationsfluss verschlingen wesentlich mehr. „Wichtig ist, dass die digitale Krankmeldung auch definitiv bei uns ankommt“, betonte der Rektor. Die Eltern haben die Möglichkeit, diese über PC oder Handy-App weiterzuleiten. Es komme automatisch die Bestätigung, dass die Meldung eingegangen sei. Momentan glühten die Telefone morgens im Sekretariat. Es müssten jeweils zwei Kinder von den Klassen mit fehlenden Schülern dort nachfragen, ob Entschuldigungen eingetroffen sind. „Wir können damit viele kleine Stolpersteine im Schulalltag ausräumen, zumindest was die Krankmeldungen anbelangt“, ist sich Josef Baumann sicher.

Zeitersparnis für Verwaltung

ESIS halte auch ein Buchungssystem für den allgemeinen Elternsprechtag, die Lehrersprechstunden und die Lernentwicklungsgespräche parat. Es gehe für die Verwaltung eine gewaltige Zeitersparnis einher. Elternbriefe werden im PDF-Format verschickt. „Alle Nachrichten, die wir hin- und hersenden, werden SSL-zertifiziert, also verschlüsselt“, ging der Rektor auf die Sicherheitskriterien ein, die denen beim Online-Banking entsprechen. Die Übermittlung erfolge in Echtzeit. Es gebe keine Datenbegrenzung und es erfolge eine tägliche Datensicherung.

Eine Registrierung aller Schüler durch die Eltern sei unerlässlich. „Das Wichtigste ist der Datenbestand“, so Baumann. Wenn sich eine Änderung ergebe, müsse daher sofort gehandelt werden. Für jedes Kind sei bis zum Ende der Pfingstferien eine Maske auszufüllen, erläuterte Baumann den Anwesenden. (kli)

So geht es weiter:

  • Bis Ende der Pfingstferien soll die Registrierung abgeschlossen sein.
  • Nach Pfingsten wolle man in einen Parallelbetrieb einsteigen und die letzten Schulwochen als Testphase nutzen.
  • „Ab September soll es funktionieren“, sagte Baumann.
  • Die wenigen Eltern, die über kein Internet verfügen, werden noch mit Elternbriefen auf Papier versorgt.
  • Wer Probleme mit der Registrierung oder anderem hat, soll sich an die Schule wenden, sagte der Rektor.

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