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Übung

Wehren trainierten Ernstfall

Beim Lamer Bauhof brannte ein Auto, und eine Person war eingeklemmt: Das Szenario verlangte den Aktiven alles ab.
Von Maria Frisch

Die Befreiung der eingeklemmten Personen hatte oberste Priorität.  Foto: Maria Frisch
Die Befreiung der eingeklemmten Personen hatte oberste Priorität. Foto: Maria Frisch

Lam.Die ausrichtende Lamer Feuerwehr hatte für die Frühjahrs-Gemeinschaftsübung am Freitagabend beim Lamer Bauhof ein komplexes Training für die vier beteiligten Wehren ausgewählt. „Es waren so ziemlich alle Register integriert“, bestätigte KBM Josef Pritzl bei der Abschlussbesprechung. Angenommen wurde ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person, bei dem das Auto zu brennen begann und das Feuer auf das angrenzende Gebäude übergriff.

Josef Pritzl bedankte sich beim Kommandanten der Feuerwehr Lam und seinem Helferstab für die perfekte Organisation und die Leitung. „Mein Respekt für diese wirklich gute Arbeit“, so der KBM. Die Frühjahrsgemeinschaftsübungen seien damit abgeschlossen. „Wir haben dargestellt, dass wir unser Handwerk beherrschen, wobei außer Frage steht, dass gewisse Sachen immer wieder geübt werden müssen“, sagte Pritzl, der allen Kammeraden dankte.

Matthias Roider hieß insbesondere die Partner vom Rettungsdienst mit Norbert Winkler an der Spitze willkommen. „Wir wissen, auf Euch ist immer Verlass“, sagte Roider, der ebenso seinen Stellvertretern, Zug- und Gruppenführern Anerkennung zollte. Der 3. Kommandant, Michael Neumeier, fungierte als Einsatzleiter. Er dankte Bauhofleiter Martin Häusler und Josef Frisch, die die verunfallten Autos realistisch vorbereitet hatten.

Über das Dach ins Fahrzeug

„Wir sind fast zeitgleich mit Engelshütt mit den Fahrzeugen 11/1 und 40/1 eingetroffen und eröffneten als Erstmaßnahme den Löschangriff mit Schaum und Strahlrohr auf die brennenden PKWs“, berichtete Neumeier. Dann wurde sofort die Personenbefreiung eingeleitet, um die sich Abschnittsleiter Andreas Bergmann (Irlmühle) kümmerte.

Nach Absprache mit dem Rettungsdienst setzte Lam beim roten Auto an, das sich beim Unfall seitlich aufgestellt hatte. Die Einsatzkräfte gelangten über das Dach in das Fahrzeuginnere, weil sich dies als die einfachere Variante anbot. Zeitgleich hatte der Atemschutz dem Verletzten eine Fluchthaube übergezogen, damit er mit frischem Sauerstoff versorgt wurde. Lohberg bearbeitete das kleinere Unfallauto mit hy-draulischem Rettungsgerät von der Beifahrerseite aus und klappte dann das Dach nach hinten weg, so dass die beiden Verletzten relativ schnell geborgen werden konnten. „Es lief alles sehr ruhig und routiniert ab“, bestätigte Bergmann. Engelshütt hat den Löschangriff von der Westseite des Gebäudes mit zwei Strahlrohren übernommen. Das Wasser holten die Übenden vom Hydranten in Irlmühle. Thürnstein übernahm die Verkehrslenkung.

BRK-Bereitschaftsleiter Norbert Winkler lobte die Zusammenarbeit. Nach einer kurzen Wartestellung, weil die Autos noch „brannten“, galt dem Bewusstlosen oberste Priorität. „Die Übung war auch für meine drei Nachwuchskräfte sehr lehrreich“, sagte Winkler. Wegen des Übergreifens des Brandes auf das Gebäude hatte man die Drehleiter in den Innenhof des Bauhofs zum Erstangriff von der Nordseite vorfahren lassen. „Da vieles aus Holz ist, wäre das Gebäude sehr brandlastig“, sagte Neumeier. Als nächste Fahrzeuge trafen das Thürnsteiner und das Lohberger Tanklöschfahrzeug ein. Die Abschnittsleitung war Konrad Kellner übertragen worden.

Vermisste Person gefunden

Ein Auto-Insasse sagte, dass ein Insasse einen Feuerlöscher holen wollte und nicht mehr aufgetaucht sei. Es wurde vermutet, dass sich dieser in den Räumen befand. Konrad Kellner berichtete, dass die Tanklöschfahrzeuge für den Anfang eine ausreichende Wassermenge bereitstellen konnten. Die Drehleiter hatte ein Wenderohr mit 600 Liter und die Wehren vier C- und zwei B-Rohre eingesetzt, die anschließend vom Hydranten gespeist wurden. Im Ernstfall wäre eine Leitung vom Lambach her aufgebaut worden.

Von Lam und Thürnstein ging je ein Trupp in das Gebäude und fand die vermisste Person innerhalb von 20 Minuten. Es wurde zur Atemschutzüberwachung das ARÜST-System angewandt. „Es hat alles bestens funktioniert“, resümierte Kellner. (kli)

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