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Neujahrsempfang

Weiterhin gemeinsam „für d’Lam“ eintreten

Der Markt Lam hat 2018 einiges erreicht und für das Jahr 2019 wieder viel vor. Allen Helfern wurde gedankt.
Von Maria Frisch

Der Saal Osser war am Freitagabend zum Neujahrsempfang voll besetzt. Foto: Maria Frisch
Der Saal Osser war am Freitagabend zum Neujahrsempfang voll besetzt. Foto: Maria Frisch

Lam.Eine absolut gelungene musikalische Umrahmung hatte der Neujahrsempfang des Marktes Lam am vergangenen Freitag durch die Lamer Winkel Sänger, aus deren Titeln pure Heimatliebe sprach. Paul Roßberger hieß die Gäste im vollen Saal Osser willkommen. Im Rückblick auf die vergangenen Monate dankte er für Unterstützung und Mitarbeit für den Markt. Im Besonderen zollte der Bürgermeister seinen beiden Stellvertretern Alois Vogl und Franz-Josef Brandl Dankesworte, die ihm etliche Termine abnehmen. Roßberger dehnte die Anerkennung noch auf seine Bürgermeister-Kollegen in Lohberg und Arrach aus.

Beim Feuerwehrhaus Engelshütt haben die Freiwilligen die Außenarbeiten abgeschlossen, stieg der Gemeindechef in seinen Rückblick ein. Der Innenausbau sei bis auf einige Kleinigkeiten fertig. Die FFW finanziere und erledige selbst noch die Außenrenovierung des Altbaus (Putz). „Wir feiern dann vom 2. bis 4. August 2019 die Einweihung und 40 Jahre Jugendfeuerwehr“, kündigte Roßberger an, der gegenüber den fleißigen Helfern der Wehr seinen Dank und Wertschätzung ausdrückte.

Tourismuszahlen stagnierten

Im Tourismus seien die Zahlen 2017 und 2018 nahezu gleich geblieben. Der Bürgermeister bedankte sich bei den vielen fleißigen Händen, die im gesamten Ort ehrenamtlich anpacken, die Straßen kehren, Grünstreifen mähen, Bordsteine grasen, Blumen pflanzen, gießen und pflegen und „nicht alles auf die Gemeinde abwälzen“.

Paul Roßberger erinnerte an die Sanierung der St.-Ulrich-Straße als größte Baumaßnahme 2018 mit 82 000 Euro, und diverse Investitionen. Der Rathauschef bedankte sich für die unbezahlbare, ehrenamtliche Arbeit der 40 in Lam gemeldeten Vereine.

Hauptbestandteil seiner Ausführungen war jedoch der Ausblick auf 2019. Durch das gemeinsame Standesamt Lamer Winkel ab 1. Januar 2019 sollen die Gesamtkosten reduziert werden. Dankenswerterweise hat sich mit Daniela Lemberger eine neue Familienbeauftragte gefunden. Ab 23. April starte der Markt eine einwöchige Rupert-Zach-Ausstellung zu dessen 50. Todestag. „Wer Bilder dafür zur Verfügung stellen könnte, soll sich mit dem Rathaus in Verbindung setzen“, so Paul Roßberger.

Bezüglich des Marktplatzes wurde ein Konzept in Auftrag gegeben, um die „gute Stube“ mit Mitteln der Dorferneuerung oder Städtebauförderung zu sanieren. Der ehemalige Landgasthof „Lamer Winkel“ werde in absehbarer Zeit versteigert. Wegen des Insektensterbens ließ der Bauhof bereits einige Flächen bis nach dem Abblühen stehen. „Nächstes Jahr weiten wir die Blühflächen aus und legen Magerblumenwiesen neu an“, so der Redner. Dies sollte viele Nachahmer finden.

2019 werde die Brücke in Frahelsbruck mit knapp 60 % Förderung neu gebaut. Es fallen Kosten von 310 000 € brutto inclusive Planung an. Der Strompreis steige 2019. 75 Straßenlampen stelle der Markt in diesem Jahr auf LED um. Weitere der insgesamt 600 Lampen sind in den Folgejahren an der Reihe. Eine Amortisation erwarte man in circa fünf Jahren. Bei der Friedhofsmauer gebe es noch keine Genehmigung für die Variante mit der Schrägböschung. Beim Osserbad stehe die Überprüfung des Brandschutzes im gesamten Hallenbadtrakt ins Haus.

478 Euro Pro-Kopf-Verschuldung

Zu den Vorhaben 2019 zähle die Erweiterung der Beschattung im Kinderbereich des Freibads, das auch noch mehr Spielplatzausrüstung erhalten soll. Fortschritte erwartet der Markt hingegen bei der Schulhaussanierung. Errungenschaften waren 2018 der Ausbau der Schülerbetreuung auf zwei OGTS-Gruppen und die Anstellung einer Jugendsozialarbeiterin, die Ernennung zur Naturparkschule sowie Gründung einer Energiewerkstatt Lamer Winkel. Der Schuldenstand lag zum 31. Dezember 2018 bei 1 250 000 Euro, pro Kopf 478 Euro.

Karl-Heinz Sölch vom Landratsamt Cham streifte kurz die neue Datenschutzverordnung, die für Unruhe gesorgt hat. Dann wandte er sich dem Ehrenamt zu. „Die Ehrenamtskarte ist mein Kind“, war der Gast ein wenig stolz. Die Antragsformalien seien niederschwellig. Es werden mehrmals jährlich Verleihungsaktionen gestartet. Die nächste sei bereits im neuen Dorfstadl in Lohberg angedacht. „Unser System wurde bayernweit von vielen Städten und Gemeinden übernommen. Seit November ist sogar die Stadt München darunter“, wusste Sölch. Bayernweit gebe es 5 000 Einsatzmöglichkeiten, die prominentesten sind Schlösser und Burgen. In der Region sind es 600 Akzeptanzstellen und knapp 3 500 Karteninhaber. Es gebe eine hohe Quote bei Wiederbeantragung. Anfang März steht die Ausgabe der 150 000 Ehrenamtskarte bevor. Die Sonderform sei die goldene Ausgabe für mehr als 25-jährige Tätigkeit. (kli)

Vorhaben im Kindergarten

  • Aktuell:

    Die Planungen für den Anbau eines Essensraumes an den Kindergarten sind fertig, die Ausschreibungen laufen.

  • Plan:

    2019 sind der Bau und die Fertigstellung vorgesehen. Die geschätzten Kosten betragen 141 000 €, die Förderung 53 %.

  • Änderung:

    Bei der Vor-Ort-Begehung einigte man sich auf einen anderen Standort. Die Zusammenarbeit mit der Pfarrei sei mehr als gut, so der Bürgermeister.

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