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Extremsport

Weniger als 70 Tage – die Uhr tickt

Der Ultratrail Lamer Winkel rückt immer näher. In den letzten zwölf Wochen müssen unsere fünf Läufer das Training steigern.

Michael ist guter Dinge, nach der Verletzung von Doris und einer grippebedingten Pause läuft das Training jetzt planmäßig.
Michael ist guter Dinge, nach der Verletzung von Doris und einer grippebedingten Pause läuft das Training jetzt planmäßig. Foto: cgm

Lam.Auch für unsere fünf „Gesichter des UTLW“ tickt die Uhr. Ab sofort sollte das Lauftraining gesteigert werden, was bei diesen frühlingshaften Temperaturen nicht zu schwer fallen dürfte. Die Grippe hat auch den ein oder anderen Trailrunner erwischt, doch die ist inzwischen abgehakt. Richtig Pech hat Jörg, der Pösinger hofft wenigstens für die kleine Runde des Ultratrails Lamer Winkel fit zu werden. Lena, Doris, Michael, Jörg und Matthias berichten, wie es ihnen bei ihrer Vorbereitung geht.

Lena stieg auf Tourenski um

Lena wartet sehnsüchtig darauf, dass die Trails schneefrei werden.
Lena wartet sehnsüchtig darauf, dass die Trails schneefrei werden. Foto: cgm

„Ich habe die Zeit und den vielen Schnee genutzt, um fleißig Höhenmeter zu sammeln – allerdings war die „Versuchung“ Skitour oft zu groß und so habe ich die meisten Kilometer auf Skiern absolviert. Seit Ende Februar und überstandener Grippe bin ich aber auch, was das Laufen angeht, wieder fleißig und trainiere aktuell drei bis viermal die Woche. Da hier in Rosenheim noch recht viel Schnee liegt, ist es etwas schwierig, tatsächlich ganz auf die Berge hinauf zu laufen, daher darf die eine oder andere Skitour auch da noch dazukommen.

Jetzt freue ich mich aber endlich auf den Frühling und hoffe, dass es bald schneefrei ist und man wieder alle Trails zu Fuß und mit dem Mountainbike unsicher machen kann. Am Osterwochenende werde ich mit einer Freundin die ganze Strecke auf zwei Tage verteilt ablaufen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was alles auf einen zukommt.“

Die Strecke Osser Riese Foto: MZ-Infografik
Die Strecke Osser Riese Foto: MZ-Infografik

Die Strecke König vom Bayerwald Foto: MZ-Infografik
Die Strecke König vom Bayerwald Foto: MZ-Infografik

Jörg kämpft mit einer Verletzung

„Der Alptraum eines Läufers ist eine ernsthafte Verletzung vor einem lange geplanten oder heiß ersehnten Lauf. Bei mir ist dies nun leider eingetreten. Anfang Februar hatte ich eine Arthroskopie, bei der ein Meniskusriss behoben wurde. Man glaubt es kaum, wie die Oberschenkel-Muskulatur in 14 Tagen abbaut, wenn man mit Krücken unterwegs ist!

Das heißt, ich bin jetzt seit Mitte Februar wieder dabei Kraft aufzubauen, damit ich überhaupt wieder laufen kann. Geholfen hat mir dabei ein Urlaub im Oman. Sonne, Wärme, Wasser. Die besten Voraussetzungen für ein sanftes Training. Seitdem versuche ich im Fitnessstudio, durch gezielte Übungen an den Geräten, dem Stepper und dem Spinning-Fahrrad einiges aufzuholen. Inzwischen bin ich, Gott sei Dank, auch schon wieder auf meinen Pösinger-Trails unterwegs!

Jörg muss es langsam angehen lassen nach seinem Meniskusriss.
Jörg muss es langsam angehen lassen nach seinem Meniskusriss. Foto: cgm

Zwar langsamer, aber es geht aufwärts. Dank Dr. Zschacke, meinen Pysio-Girls Marina und Cordula und meiner guten Konstitution bin ich mit dem Heilungsprozess sehr zufrieden.

Aber mit der großen „Königsrunde“ im Lamer Winkel wird es wohl nichts mehr werden!“

Doris und Michael in Fahrt

Michael ist guter Dinge, nach der Verletzung von Doris und einer grippebedingten Pause läuft das Training jetzt planmäßig.
Michael ist guter Dinge, nach der Verletzung von Doris und einer grippebedingten Pause läuft das Training jetzt planmäßig. Foto: cgm

„Nach anfänglichen Problemen in den letzten Wochen ging es im Februar wieder ans Lauftraining. Die Knieschmerzen meiner Frau Doris gehören zum Glück der Vergangenheit an und so konnten wir uns nun wieder voll auf unser Training konzentrieren. Zwei bis drei Laufeinheiten pro Woche und ein paar Übungen für den Rumpf gehören seitdem in unseren Wochenplan. Kurz nochmals ausgebremst von einer Grippe, konnten wir nun endlich Anfang März gesund in die letzten zwölf wichtigen Wochen der Vorbereitung starten.

Nun heißt es, vor allem Kilometer und Höhenmeter sammeln. Als Anhaltspunkt für unser Training halten wir uns an einen leicht abgeänderten Marathonplan. Auch die Trainingsläufe des UTLW-Teams im Februar und März wurden mit eingeplant, bei denen wir schon einige tolle Streckenabschnitte des Ultra-Trails laufen konnten. Nun hoffen wir auf eine verletzungsfreie und schöne Vorbereitungszeit bis zum großen Lauf.“

Matthias war beim Medizin-Check

Matthias Schwarze macht zusätzlich Stabilitätstraining im Fitness-Studio.
Matthias Schwarze macht zusätzlich Stabilitätstraining im Fitness-Studio. Foto: cgm

„Den Winter im Harz habe ich voll ausgenutzt mit Schneeläufen, aber vor allem für Grundlagentraining beim Langlauf. Ich kämpfe zwar noch mit der ein oder anderen kleinen Verletzung aus der vergangenen Saison, aber der Körper ist ansonsten topfit. Das weiß ich sicher, da ich gerade wirklich alle nötigen und auch unnötigen medizinischen Checks für den Marathon des Sables hinter mich bringen musste. So eine kleine Grippe war natürlich auch noch mal mit im Boot, aber die wird halt auskuriert und dann neu angegriffen. Jetzt freue ich mich auf ein paar freie Tage und die ersten Abenteuer in diesem Jahr, bevor es in nicht mal 70 Tagen in den Woid geht.“

Unter dem Motto „Gib dem UTLW dein Gesicht“ geben Lena Schindler aus Gleißenberg, Jörg Memmel aus Pösing, Michael und Doris Rackl aus Rattenberg sowie Matthias Schwarze aus dem Harz Einblicke in ihren Trainingsalltag. (cgm)

Die zwei Ultratrail-Strecken

  • Osserriese

    Vom Start geht es am Rand von Lohberg entlang und nach 1500 Metern auf die Trails. Ziemlich bald wird der Weg steiler, wurzeliger und steiniger. Distanz und Höhenmeter sind perfekt für Einsteiger. Etwa 300 Höhenmeter unterhalb des höchsten Punktes läuft der Pfad auf die K53-Strecke ein. Durch den zeitversetzten Start werden hier die Läufer der K14 und der K53 aufeinander treffen – ab jetzt heißt es gemeinsam Zähne zusammen beißen bis zum Gipfel.Denn bei Kilometer 5 erwartet die Teilnehmer die Verpflegungsstation. Von da geht es 9 Kilometer hinab ins Ziel nach Lam.

  • König vom Bayerwald

    Die Strecke führt vom Start weg nach einem kurzen Flachstück steil hinauf zum Eck. Hier ist die erste Verpflegungsstelle und Zeitkontrolle (KM 9). Das Teilstück bis V2 wird der längste und härteste Abschnitt. Auf 15 Kilometern geht es auf teils sehr schwierigen Trails entlang des Goldsteiges zum Arbergipfel. Nach V 2 geht es 700 Höhenmeter hinab nach Ebensäge, von dort zum Langlaufzentrum Scheiben (KM 34,7 V3/K2). Der Anstieg zum Zwercheck führt über verwurzelte Trails. Nach sehr steilem Downhill folgt eine leicht abfallende Schotterstraße (4,7 km), dann der Schlussanstieg zum Osser (Bergwachthütte KM 45/V4). Es folgen die letzten 9 Kilometer Downhill.

Auf dem Ultra Trail durch den Bayerwald

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