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Tradition

Zur Muttergottes auf den Berg

Bei bestem Wallfahrtswetter machten sich 52 Gläubige zu Fuß, per Radl oder mit dem Bus auf den Pilgerweg nach Pribram.
von Maria Frisch

  • Inge Eigen und Ludwig Sturm haben sich zum fünften Mal auf den Weg nach Pribram gemacht. Fotos: Maria Frisch
  • Fünf Fahnen (Frauenbund Lam und Lohberg, MMC Lam und Lohberg und Wallfahrerfahne) zogen ins Marienheiligtum ein.

Lam.52 Teilnehmer, die sich aus 13 Fußwallfahrern und auf der letzten Etappe aus 37 Busfahrern rekrutierten, nahmen auch heuer die Zeit und die Anstrengung auf sich, um zur Muttergottes auf den Heiligen Berg in Pribram zu gelangen. Zwei Neulinge in der Gruppe der Fußpilger waren Britta Podubrin und Eva Königsberger. Erstmals schlossen sich mit Josef Klingseisen und Georg Achatz zwei Radwallfahrer an.

Es war die 13. Fuß- und die 8. Pfarrwallfahrt. Diese hatte vor 158 Jahren Initiator Georg Plötz aus Engelshütt eingeführt. Nach einer Pause brach in den ersten Jahren ab 2007 eine kleine Gruppe auf. 2011 reifte die Idee, Pfarrer Ambros Trummer und die Pfarrei ins Boot zu holen. Fortan erfreute sich der Pilgergang großer Beliebtheit. Es reihten sich Beteiligte aus den umliegenden Pfarreien bis Miltach ein.

Die Fußwallfahrer starteten am Freitag um 3.30 Uhr am Sattel zum dreitägigen Vorhaben. Ab Lam waren dies knapp 120 Kilometer, die mit zwei Übernachtungen und Tagesetappen von 52, 38 und 14 Kilometern zurückgelegt wurden. Konrad Huber transportierte im Begleitfahrzeug das Gepäck der Wanderer. Es herrschte bestes Wallfahrtswetter mit angenehmen Temperaturen.

Die Unternehmung war bestens vorbereitet von Paul Roßberger senior Zusammen mit Alois Vogl, Willi Zitzl und Ludwig Sturm erkundet er alljährlich vorher die Strecke, um sie zu optimieren. Unter den Wallfahrern war auch Wolfgang Eckl aus Miltach, der geistige Impulse gab, jeden Tag eine Morgenmeditation sprach und die Tour mit gefühlvollen Liedern bereicherte.

Am Sonntag um 5 Uhr startete die zweistündige Anreise der 40 Buswallfahrer nach Rožmitál (Rosenthal). Unterwegs wurden die 13 Dreitages-Wanderer aufgelesen. Pfarrer Trummer freute sich über die wachsende Zahl der langen „Tourengeher“. Alle nahmen ihre persönlichen Bitten, Sorgen und Nöte zur Muttergottes auf dem Heiligen Berg mit. Als Alternativprogramm machte sich eine kleine Gruppe zusammen mit Busfahrer Radek schon auf den Weg nach Pribram, um den Vormittag auf dem Heiligen Berg zu verbringen.

Beim Fußmarsch ab Rozmitál fungierten Pfarrer Trummer, Willi Zitzl und Gert Paulus als Vorbeter. Die letzten ansteigenden Meter auf den Heiligen Berg waren in der mittäglichen Schwüle schweißtreibend. Am Ziel legten alle eine kurze Verschnaufpause ein. Der Gottesdienst fand im Hof statt, weil die Wallfahrtskirche wegen eines Orgelkonzertes besetzt war. Pfarrer Trummer nahm in seiner Predigt Bezug auf die Lesung über das Bild der Frau, die nur mit Sonne bekleidet ist, der Mond unter ihren Füßen und um ihr Haupt ein Strahlenkranz mit zwölf Sternen, die sich auch auf der Europafahne wiederfinden. Somit stelle man den Kontinent unter den Schutzmantel Mariens. Trummer sagte, er finde es prima, dass dieser alte Brauch, der über die Kriegsjahre eingeschlafen war, wieder auferweckt wurde. Er lobte alle, die nicht aufgegeben haben und den alten Pilgerweg vom Lamer Winkel nach Pribram gesucht haben.

Das Duo Evi Gierstl und Regina Pfeffer sang ein Marienlied. Geehrt wurden noch Inge Eigen und Ludwig Sturm für ihre fünfte Wallfahrt.

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