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Prävention

Laut und deutlich „Nein“ sagen

Kindertheater Mutwelten lehrt Kindern spielerisch Selbstbewusstsein. Jugendamt förderte die Aufführung.

Gestalter der Präventionsveranstaltung (v. l.) waren Andreas Pregler (Jugendamt), Susi Bloss und Sonja Welter (Mutweltentheater), Susanne Heuberger (JaS) und Sabine Schmidt (Schulpsychologin)
Gestalter der Präventionsveranstaltung (v. l.) waren Andreas Pregler (Jugendamt), Susi Bloss und Sonja Welter (Mutweltentheater), Susanne Heuberger (JaS) und Sabine Schmidt (Schulpsychologin) Foto: Schule

Cham. „Nein“, rufen die Grundschüler dem Mädchen „Krümel“ zu. „Nein, tu’s nicht!“

Das Mutweltentheater gastierte mit dem Theaterstück „Geheimsache Igel“ an der Schule am Regenbogen. Diplom-Sozialpädagoge Andreas Pregler vom Amt für Jugend und Familie hat das Präventionsprojekt finanziell und ideell unterstützt.

Die Schüler der Grundschulstufe der Schule am Regenbogen trafen sich in der Aula der Grundschule Cham, um zu erfahren, welches Geheimnis sich hinter dem Theaterstück verbirgt.

Die lebensfrohe „Krümel“, deren Lieblingsfarbe gelb ist, und „Wurzel“ sind Freundinnen. Sie unternehmen alles gemeinsam, sprechen die gleiche Sprache und erzählen sich auch alles.

Falsche Freunde lauern

Als Krümel das Jonglieren mit Bällen misslingt, amüsieren sich zwar die Kinder im Publikum, doch das Mädchen wird immer trauriger.

„Wir werden Freunde“, sagt da ein Fremder zu ihr. Doch seine Nähe ist ihr unangenehm. Er lockt sie mit Spielen und Schokolade, setzt sie unter Druck und droht ihr sogar, ihrem Kuschel-Igel etwas anzutun.

Und Krümel traut sich nicht „Nein!“ zu sagen und den vielen Versprechungen zu widerstehen. „Das bleibt unser Geheimnis“, verlangt der Fremde. Dann wirkt Krümel verstört, der Unbekannte hat seine Versprechungen nicht eingehalten...

Sie vertraut sich ihrer Freundin „Wurzel“ an. Diese ist erschrocken darüber, warum ihre Freundin nicht „Nein!“ gesagt hat. Sie trainiert mit ihr, eben dieses laut und deutlich zu tun, wenn sie etwas nicht möchte. Am Ende schreien alle Schüler lautstark: „Nein!“

Und Krümel findet: Das fühlt sich gut an! In Zukunft wird sie ihre Meinung sagen.

Geleitet von der Frage: „Wie kann man die Kleinsten und Schwächsten unserer Gesellschaft schon frühzeitig stark machen, damit sie Gefahren rechtzeitig erkennen und sich dann entsprechend verhalten können?“, hat Schauspieler Olaf Krätke mit Theaterpädagoge Thomas Garmatsch das interaktive Theaterstück zur Gewaltprävention entwickelt.

Die klare Botschaft

Die Botschaft des spannenden und auch heiteren Stückes ist verständlich: auf seine eigene Gefühle hören und vertrauen, eigene Grenzen setzen, selbstbewusst „Nein“ sagen, wenn man bedrängt wird und in unangenehmen Situationen Unterstützung holen und Hilfsangebote annehmen. Dass dies angekommen ist, zeigte sich in der kindgerechten Nachbesprechung, welches die beiden Schauspielerinnen Susanne Bloss und Sonja Welter vom Mutweltentheater im Anschluss an die Aufführung durchführten.

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