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Freude an Kraft und robuster Mechanik

Die Lohberger Unimogfreunde richteten das „5. Unimog & MBtrac-Treffen“ mit über 140 Teilnehmern aus.

Das Ehepaar Bernadette und Walter Grob war mit dem Unimog „Karl der Große“ bis aus der Schweiz angereist.
Das Ehepaar Bernadette und Walter Grob war mit dem Unimog „Karl der Große“ bis aus der Schweiz angereist. Foto: kfl

Lohberg.Nach und nach rollte die Unimog-Flotte am Samstag mit einigem Motorenlärm auf den Lohberger Freizeitanlagen ein – wobei die Lokalmatadore vor der Einfahrt „Spalier standen“. Da sich zudem der Sommer zu einer Rückkehr besann, lohnten sich die Mühen der Veranstalter, allen voran des Vorsitzenden der Unimogfreunde Lohberg, Josef Billig. Sämtliche Beteiligten waren voll des Lobes für die professionelle Ausrichtung durch die „Mog-Piloten“.

Nur zwei Damen am Steuer

Einige Fahrzeuge waren zu komfortablen Wohnmobilen umgebaut.
Einige Fahrzeuge waren zu komfortablen Wohnmobilen umgebaut. Foto: kfl

Viel Fachsimplerei gab es beim „5. Unimog & MBtrac-Treffen“ in Lohberg, zu dem der kurioseste Teilnehmer, „Das rosarote Paulchen“, leider nicht kam, weil dieser Unimog derzeit in einer Sonderschau im Gaggenauer Unimogmuseum benötigt wird. Seine Eigentümerin, Bernadette Grob, aus Maria Einsiedel am Zürichsee, war trotzdem mit ihrem Mann Walter nach Lohberg gekommen – allerdings mit einem Unimog 1000, der einem Wohnmobil gleicht.

Ein Unimog-Senior auf dem Anhänger
Ein Unimog-Senior auf dem Anhänger Foto: kfl

Die zweite Dame in der Männerdomäne war die Wahllohbergerin Brigitte Simmet. Sie wurde vom Fernsehen aufgenommen, als sie ihren Unimog 421, Baujahr 1973 einparkte, den sie vor acht Jahren in Schönberg gekauft hat. „Kies, Sand, Holz fahren“, umriss sie in Kürze, was sie alles mit der Maschine anstellt. Die Bürokauffrau, die in Blaibach ein Gasthaus betreibt und in Lohberg wohnt, sitzt meist selbst am Steuer und schätzt das zuverlässige Gefährt über alle Maßen.

Freude an Kraft und Lautstärke

Etliche machten es sich am Samstag und Sonntag ein paar Stunden im Liegestuhl bequem, so wie das Ehepaar Bogner aus Hauzenberg. Sie sind bereits 78 und 77 Jahre alt und zwei Stunden mit ihrer weinroten „Allzweckwaffe“ angefahren. „Man kimmt unter d’Leit. Uns gfoit’s, selbst wenn’s laut is“, sind sich die beiden einig. Die Ladefläche wurde zur Schlafkammer mit Matratzen und Betten. Nebenan hat ein Bad Kötztinger einen Altgedienten mit dem Anhänger mitgebracht. Das Baujahr 1953 ist noch intakt und erhält quasi das „Gnadenbrot“. Nur hin und wieder muss er zum Mähen ran. „Der hätte sich die Rente schon verdient“, meint der Besitzer hinsichtlich der Betriebsjahre, die beweisen, dass die Riesen einfach unverwüstlich sind. „Eine robuste Mechanik - Deutsche Wertarbeit“.

Ein Unimog aus Holz

Es sind noch einige Unikate der Beschreibung wert, z. B. der blaue Riese von Ludwig Biendl aus Bogen mit obenliegender Schlafkabine. Im Umkreis von 300 bis 400 Kilometer ist er bei jedem Unimogtreffen, zu Hause hat er noch fünf Exemplare.

Bernadette Grob bekam für die weite Anreise einen Preis von Josef Billig (r.) und Johannes Weber.
Bernadette Grob bekam für die weite Anreise einen Preis von Josef Billig (r.) und Johannes Weber. Foto: kfl

Den kleinsten Unimog auf dem Platz schnitzte Reinhard Baumann aus Neukirchen b. Hl. Blut mit der Motorsäge, bevor das „Waidler-Trio“ den Samstagabend musikalisch unter Beschlag nahm und ein großes Lagerfeuer entfacht wurde. Der Vorsitzende der Unimogfreunde, Josef Billig, dankte allen, die zu der rollenden Kolonne mit ihren Gefährten beigetragen hatten, sowie den Besuchern, darunter viele Vereinsabordnungen, die durch die Reihen schlenderten und sich im Zelt oder Freisitz niederließen.

Lams Vizebürgermeisterin Rita Wellisch freute sich über die Veranstaltung. „Damit rückt Lohberg wieder als Gemeinde mit der höchsten Unimogdichte in den Fokus. Inzwischen ist die Zahl auf 65 Unimogs gestiegen“, so Wellisch. Durch den hohen Waldanteil benötige man die Kraftprotze größtenteils bei der Arbeit im Forst. In der Gesamtheit vermittle die Armada einen imposanten Eindruck. Wellisch dankte Josef Billig und seinen Helfern, die die Veranstaltung mit viel Vorarbeit in die Hände genommen hatten.

Der Regionalbeauftragte für Niederbayern Josef Steiner (l.) dankte Josef Billig für die Ausrichtung.
Der Regionalbeauftragte für Niederbayern Josef Steiner (l.) dankte Josef Billig für die Ausrichtung. Foto: kfl

Der Regionalbeauftragte für Niederbayern, Josef Steiner, der morgens leichte Bedenken hatte, ob sich der Platz füllen würde, freute sich dann aber über den Erfolg. Bei der Meistbeteiligung blieben die Hausherren außer Konkurrenz. Die Freunde vom Stammtisch Dreiländereck erhielten wegen ihrer 16 Mogs ein Präsent. Hinter ihnen reihte sich der Stammtisch Bad Kötzting mit sieben Gefährten ein. Gläserne Unikate aus der Lohberger Glashütte gab es für die weitesten Anfahrten. Hinter den Schweizern lagen Erich Müller aus Geltendorf mit 240 Kilometer und Werner Oppenheimer aus Bergheim mit 200 Kilometer. (kfl)

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