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Aktion

Weltfrauentag im Schwarzauer Haus

Walter Just spricht in Lohberg über Rosa Luxemburg, und die Fotografin Evi Lemberger zeigt Bilder der etwas anderen Art.

Walter Just hält anlässlich des Weltfrauentags ein Referat über Rosa Luxemburg.
Walter Just hält anlässlich des Weltfrauentags ein Referat über Rosa Luxemburg. Foto: kfl

Lohberg.Der Überzeugung des Galeristen im denkmalgeschützten Waldlerhaus in Lohberg, Walter Just, den „Internationalen Tag der Frau“ nicht einfach sang- und klanglos im Alltagstrott untergehen zu lassen, ist es geschuldet, dass er seit nunmehr 13 Jahren zu diesem Jahrtag eine Sonderausstellung sowie einen Vortrag zu einer bekannten Vertreterin des weiblichen Geschlechts initiiert. Der Erfolg gab ihm recht. Im übertragenen Sinn ist aus dem zarten Pflänzchen eine Blume gereift. Da der 8. März heuer in die Wochenmitte fiel, weicht der Ideengeber auf Samstag, 12. März, um 15 Uhr aus.

Der Galerist referiert aus besagtem Anlass über Rosa Luxemburg, bekannte Kämpferin für Sozialismus, die internationale Solidarität der Arbeiterklasse, gegen Militarismus und Krieg, aber auch für Frauenrechte.

Im Anschluss daran wird die Foto-Sonderausstellung aus dem Wettbewerb „Schau moi hi“ durch Bürgermeister Franz Müller eröffnet. Die Kuratorin der Wanderausstellung, Evi Lemberger aus Lam, gibt einen Einblick in die ausgestellten Arbeiten und in ihren neuen Fotoband „Between then and now“.

Fotos, die aufwecken sollen

Evi Lemberger aus Lam, freiberufliche Fotografin, setzt nach eigenen Angaben gerne etwas in Bewegung. Wenn es noch dazu um ihr zum Beruf erkorenes Hobby Fotografie geht, kennt ihr Tatendrang keine Grenzen. So hat das gängige Postkartenmaterial vom Lamer Winkel die Tochter aus einem ortsansässigen Gastronomiebetrieb dazu animiert, das selbige zu verbessern und dazu gleich einen Wettbewerb angestoßen, der im August des vergangenen Jahres gestartet ist und bis Ende Oktober gedauert hat. „Fotografie ist ein visuelles Medium. Es kann informieren, aufwecken oder einfach träumen lassen“, so die Interpretation Evi Lembergers.

Jeder habe seine individuelle Weise, wie er etwas fotografiert. Jedes Bild sei anders. Und genau das war ihr bei der Ausschreibung wichtig. „Ich bin total begeistert, wie unterschiedlich und speziell die Sichtweisen sind: Es sind humoristische, poetische, ästhetische Bilder, die einfach nur schön sind“, kam sie über das Ergebnis bei der Vernissage im Lamer Osserbadpavillon ins Schwärmen, zumal insbesondere die Kinder viel mehr Kreativität als die Erwachsenen an den Tag legten.

Station in Lohberg und Arrach

So war es dann auch nicht weiter verwunderlich, dass die Anzahl der eingereichten Bilder und auch die Qualität überragend war. Die Präsentation in Lam war der erste Teil einer Wanderausstellung, die nun in Lohberg und zu einem späteren Zeitpunkt noch in Arrach zu Gast sein wird.

Für die Rathauschefs war der Ablauf als Juroren gänzlich anonym. „Mir ging es darum, dass es eine vielseitige Auswahl ist – nicht lauter Berglandschaften – und eine interessante Perspektive von der Gegend“, hatte sich Lemberger zum Ziel gesetzt. Die Bürgermeister haben sich wacker geschlagen und sich in zwei Entscheidungsphasen durch rund 1000 Bilder gewühlt. (kfl)

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