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Kommune

Die Gemeinde und der Heckenschnitt

Nach Beschwerden von Miltachern: Bürgermeister Aumeier verteidigt die Abholzarbeiten bei der Schule und beim Kindergarten.

In Miltach tagte der Gemeinderat. In der Sitzung ging es auch um das brisante Thema Abholzung von Hecken. Symbolfoto: Kötztinger Umschau
In Miltach tagte der Gemeinderat. In der Sitzung ging es auch um das brisante Thema Abholzung von Hecken. Symbolfoto: Kötztinger Umschau

Miltach.Im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung standen die Gebührenbedarfsberechnung zur Entwässerungseinrichtung und die neue Beitrags- und Gebührensatzung.

Die Firma Hurzlmeier hatte die Beitrags- und Gebührenkalkulation für 2013 bis 2016 bzw. 2017 bis 2020 erstellt. Laut der Juristin Marina Maier blieben Gebühren 2013 bis 2016 konstant, es sammelte sich ein Guthaben von 133 000 Euro an. Schwankungen in diesem Zeitraum sind mit unterschiedlichen Betriebskosten zu erklären.

Unter Einberechnung des Guthabens und der Vorkalkulation für 2017 bis 2020 berechnete die Firma Wutzlmeier für die nächsten vier Jahre eine durchschnittliche Entwässerungsgebühr von 1,85 Euro pro Kubikmeter. Die neue Gebühr tritt rückwirkend ab Januar 2017 in Kraft. Dem stimmte das Gremium zu, ebenso der neuen Entwässerungssatzung (EWS).

Grünes Licht gab es auch für die Anträge zum Ausbau eines Dachgeschosses mit Dachgauben in der Schönbrunnstraße und für den Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage in Altrandsberg.

Unter dem Tagungspunkt, Bekanntgaben und Anfragen, nahm Bürgermeister Johann Aumeier zu einem Presse-Artikel vom 4. Februar über die Fällaktion von Hecken für den Schulhaus-Anbau Stellung.

Widerspruch des Bürgermeisters

Eindringlich und ziemlich heftig verwehrte er sich dagegen, dass die Gemeinde Miltach an den Prager gestellt werden solle nach dem Motto, sie würde nicht sorgfältig genug mit der Natur im Gemeindegebiet umgehen. Im Gegenteil: Nach seinen Worten sind die einzelnen Abholzarbeiten dringend notwendig und müssten baldigst abgeschlossen sein, bevor die Brutzeit der Vögel Anfang März beginnt.

Die bereits durchgeführten Abholzarbeiten im Bereich des Kindergartens und der Schule begründete der Bürgermeister mit bevorstehenden Baumaßnahmen am Schulhaus. Auch das Unverständnis einzelner Anwohner in der Lindenstraße kann er nicht nachvollziehen, da nur die Bäume, die mit einem „F“ markiert sind, entfernt werden, und dieses geschehe im Einklang mit der Verkehrssicherheitspflicht. Wegen der Verkehrssicherungspflicht wird auch die Deutsche Bahn in dem Wäldchen gegenüber der Lindenstraße Abholzungen vornehmen oder in Auftrag geben.

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In den letzten Jahrzehnten konnte sich die Natur in den betreffenden Gebieten frei entfalten, doch nachdem der Bewuchs immer größere und auch unkontrollierte Ausmaße annahm, sieht man sich von der Gemeinde und auch von der Deutschen Bahn gezwungen, nun entgegen zu wirken, auch wenn es für einige Bürger nicht nachvollziehbar ist.

Des Weiteren waren die Ausschneidungen im Bereich der Miltacher Kläranlage dingend notwendig, da seit etlichen Jahren der Bewuchs so stark zugenommen hatte, dass selbst in den Sommermonaten das Mauerwerk nicht mehr richtig austrocknen konnte und eine Gebäudeschädigung zu befürchten wäre.

Beschwerden von Bürgern

Abschließend merkte Bürgermeister Aumeier noch an, dass es einer Gemeindeverwaltung nie gelingen werde, es allen Bürgern gerecht zu machen. Teils rufen die Mitbürger im Rathaus an, dass in ihren Wohnbereich die Straßenränder nicht ordnungsgemäß ausgeschnitten seien und es beim Begegnungsverkehr zu Verkratzungen an den Autos kommt oder kommen könnte, und diese dann der Gemeinde in Rechnung gestellt werden. Auch gibt es vermehrt Grundstückseigentümer, die sich beklagen, dass ihnen die Fernsicht durch den jahrzehntelangen Bewuchs genommen werde und ihre Solaranlagen durch die zunehmende Schattenbildung beeinträchtigt würden.

Gemeinderatsmitglied Mario Höcherl merkte zu dem brisanten Thema an, dass die Bewohner der Rießlstraße nach seiner Information mit den durchgeführten Arbeiten mehr als zufrieden seien. (cpj)

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