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Die „Racklschusterin“ war gerne Landwirtin

Eine große Trauergemeinde nahm Abschied von Berta Breu.

Berta Breu ist gestorben. Foto: kvg
Berta Breu ist gestorben. Foto: kvg

Miltach.Berta Breu, die „Racklschusterin“, war zeit ihres Lebens mit der Landwirtschaft und den vielen Arbeiten in Haus und Hof, im Wald und auf den Feldern vertraut. Und sie war gerne Landwirtin. Dies drückte Pfarrer Augustin Sperl beim Trauergottesdienst am Dienstag in der Pfarrkirche Miltach aus. Berta Breu hat am 6. Februar 2020, einen Monat vor ihrem 86. Geburtstag, das Erdenleben vollendet.

Berta Breu wurde am 8. März 1934 in Sägmühle (bei Viechtach) als ältestes Kind der Eheleute Vogl geboren und arbeitete bis zu ihrer Heirat in der elterlichen Landwirtschaft und im Sägewerk mit. Aus der Ehe mit Willibald Breu, dem „Racklschuster“, erwuchs die Tochter Angela. Mit ganz viel Fleiß und vielen Entbehrungen widmeten sich die Eheleute dem Aufbau und Ausbau sowie der Vergrößerung der Landwirtschaft in der Dorfmitte Miltachs. Nach 28 Jahren Ehe musste Berta von ihrem Mann Abschied nehmen, der im Alter von 65 Jahren bei der Waldarbeit an Herzversagen starb. Berta Breu übergab ihren Hof an die Tochter und den Schwiegersohn Edmund und arbeitet weiterhin kräftig mit. „Bis zum 80. Lebensjahr fuhr sie mit ihrem grünen Deutz zur Arbeit auf Wiesen und in den Wald“, so der Prediger. Gerne vertiefte sie sich in die Ahnenforschung, konnte die Deutsche Schrift lesen und wertete alte Schriften aus.

Besondere Freude hatte die Verstorbene an ihrem Garten, sie zog viele Gemüsepflanzen selbst heran und sorgte für Blumenschmuck im und am Haus. Eine Besonderheit war, dass sie am Haus über 40 Jahre lang mit großer Sorgfalt den Altar für das erste Evangelium zu Fronleichnam erstellte und schmückte. Ein Hobby war das Brotbacken nach einem alten Rezept, die Laibe waren sehr gefragt. Berta Breu durfte die beiden Enkel heranwachsen sehen und vier Urenkel in ihre Arme schließen. Als ihre Kräfte schwanden, bekam sie zu Hause Hilfe von Tochter Angela und Familienangehörigen.

Der Männerchor Milbach unter Leitung von Hans Graßl gestaltete den Trauergottesdienst mit. Auf dem Friedhof wurde die Verstorbene im Familiengrab beigesetzt. (kvg)

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