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„Kind vom Bayerwald“ feierte 80. Geburtstag

Martinssänger beglückwünschten mit Liedern den Jubilar Ernst Martin. Er war immer ein Mann des öffentlichen Lebens.

Ein Erinnerungsbild mit dem Jubilar Ernst Martin (Mitte), seiner Familie und den Vereinsabordnungen Foto: kvg
Ein Erinnerungsbild mit dem Jubilar Ernst Martin (Mitte), seiner Familie und den Vereinsabordnungen Foto: kvg

Miltach.„Ich bin ein Kind vom Bayerwald“, mit diesem Lied der Martinssänger kam sehr treffend die Herkunft und die Lebensführung von Ernst Martin zum Ausdruck, der am Samstag mit zahlreichen Gästen seinen 80. Geburtstag feierte. Vertreten waren neben der großen Verwandtenschar auch Bürgermeister Johann Aumeier, Gemeindereferent Franz Strigl sowie Vereinsabordnungen des FC Miltach, des Trachtenvereins und der Feuerwehr. Die musikalischen Glanzpunkte setzten für ihr Gründungsmitglied die Martinssänger.

Ernst Martin kam als vierter Sohn der Eheleute Franz Xaver und Anna Martin am 11. Februar 1940 zur Welt. Die Eltern betrieben in Miltach eine Brauerei, Gastwirtschaft und Landwirtschaft. Nach dem Besuch der Staatlichen Realschule in Viechtach arbeitete er noch sieben Jahre im Betrieb der Eltern mit. In dieser Zeit absolvierte er zwei Semester der Landwirtschaftlichen Fachschule in Kötzting. Für den jungen Mann bildete sich dabei verstärkt das Interesse an landwirtschaftlichen Nutztieren heraus.

Arbeit als Zuchtwart

Dies bewog ihn, 1963 als Zuchtwart für Milchleistungsprüfung im Tierzuchtamt Regen eine Arbeit anzunehmen. Danach folgten sieben Jahre als Ringassistent im Schweinekontrollring in den Bereichen Kötzting/Viechtach, Cham und Regensburg. Weitere berufliche Stationen waren zunächst die Ausbildung zum Mittleren Zuchtdienst als Fachberater für Milchviehfütterung. Die folgende Einsatzstelle war das Landwirtschaftsamt Straubing/Bogen, wo über 500 Milchviehbetriebe zu beraten waren. Durch Umstrukturierungen kam Ernst Martin 1993 nach Cham, hier blieb er bis zur Pensionierung im Jahr 2005.

Die Ruhestandszeit ist nun angefüllt mit Gartenarbeit, bei der er teilweise mit fast exotischen Gemüseanpflanzungen experimentiert und dabei erfreuliche Erfolge vorweisen kann. Einen Großteil seiner Zeit widmet er sich allerdings der Waldpflege, wobei er die „Ernte“ daraus mit seiner roten „Susi“, einem betagten Allgaier Schlepper, nach Hause schafft und zu Brennholz verarbeitet.

Der Ehe mit Helga, eine geborene Schötz aus Pulling, erwuchsen die Tochter Christine und der Sohn Ernst. Die Familie erweiterten inzwischen die Enkelkinder Luis, Hanna und Josef.

Den Reigen der Gratulanten eröffneten die Martinssänger mit dem Lied „Der Ernst hat Geburtstag heut“. Natürlich blieb es nicht bei dem einen Beitrag, denn im Laufe des Nachmittages in der „Alten Post“ erfreuten sie die Gäste mit weiteren gesanglichen Einlagen, darunter dem Lieblingslied des Jubilars „Ich bin ein Kind vom Bayerwald“. Als Sprecher des Chores erinnerte Wolfgang Sterr an Ernst Martins Verdienste, die er für die Vereinigung seit 1983 als sicherer und zuverlässiger Sänger erbrachte. Er ist das einzige noch aktive Gründungsmitglied und erhielt 2018 die Ernennung zum Ehrenmitglied.

Ein beliebter Mitbürger

Bürgermeister Johann Aumeier freute sich über die geistige und körperliche Vitalität des beliebten Mitbürgers. „Ernst Martin ist ein Mann des öffentlichen Lebens, der bei Vereinen Verantwortung übernahm und viel organisierte. Wir wünschen ihm, dass er noch lange in unserer Mitte ist.“ Der FC-Vorsitzende Norbert Neumeier verband den Namen des Jubilars mit der Sparte Tischtennis, die er mit einigen anderen jungen Männern 1969 gründete und danach die Abteilung elf Jahre leitete. „Diese Tat hat im Verein gute Früchte getragen.“

Innerhalb von 39 Jahren aktiven Tennissports brachte es Martin auf 773 Spiele, der absolute Höhepunkt in seiner Karriere war bei einem Punktspiel ein Satzgewinn gegen den achtfachen Exweltmeister Ferenc Sido. Von allen Vereinen, denen der „Bräu-Ernst“ angehört, hat der Trachtenverein D’Regentaler Miltach sicher den größten Stellenwert. Seit 72 Jahren ist er eine unentbehrliche Stütze, wie Vorsitzender Michael Iglhaut bei seiner Gratulationsansprache bemerkte. Im Jahr 2004 erhielt er für seine Verdienste den Titel „Ehrenvorsitzender“. (kvg)

Lebensbilanz

  • Videoschau:

    Eine gelungene Überraschung war für alle Gäste eine gut gelungene Videoschau auf die zurückliegenden acht Jahrzehnte des Jubilars, die die Enkelkinder Luis und Hanna kommentierten.

  • Feuerwehr:

    In seiner Eigenschaft als Vorsitzender erinnerte Johannes Bergbauer daran, dass Ernst Martin seit 1960 Mitglied bei der Feuerwehr ist und zehn Jahre lang aktiv mitarbeitete. Er erwarb das bronzene Leistungsabzeichen.

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