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Natur

Starben die Störche an einer Vergiftung?

Storchendrama in Miltach: Feuerwehren und LBV bergen die Vögel. Ein Labor in München untersucht nun die Tiere.

Der Altstorch legt ein totes Küken am Rand des Horstes ab.
Der Altstorch legt ein totes Küken am Rand des Horstes ab. Foto: Horstkamera Göde

Miltach.In einer Gemeinschaftsaktion mit den örtlichen Feuerwehren haben Mitarbeiter des Landesbunds für Vogelschutz drei tote Jungstörche in Miltach geborgen. Dank der Bilder aus der Horstkamera des Hauses, auf dem sich der Horst befindet, wurde das unerwartete Sterben der Miltacher Jungstörche via Video beobachtet. Zwei bereits herangewachsene Störche starben fast zeitgleich in der Nacht zum Samstag. Am Morgen des 28. Mai konnte die Ablage der Küken durch den Altstorch am Rand des Horstes verfolgt werden. Der dritte und weitaus jüngere Vogel starb bereits früher. Hausbewohnerin Göde informierte nach diesen Beobachtungen den LBV, der dann die Bergung einleitete.

Über die Drehleiter der Feuerwehr wurden die toten Tiere geborgen.
Über die Drehleiter der Feuerwehr wurden die toten Tiere geborgen. Foto: Karl-Heinz Schindlatz

Weil die Witterung oder die Nahrungsversorgung kein Problem zum Zeitpunkt des Todes darstellte, ist das Sterben der Jungstörche laut LBV nicht zu erklären. Ein Verdacht, auf eine mögliche Vergiftung über ihre Nahrung sei nicht auszuschließen.

Um die Todesursache zu ermitteln, war der LBV auf die Hilfe der Drehleiter der Feuerwehr Bad Kötzting und der Miltacher FFW angewiesen. Aufgrund ihres zügigen Einsatzes konnten die toten Küken für eine Autopsie geborgen werden. Die LBV-Kreisgruppe Cham, vor Ort vertreten durch den Kreisvorsitzenden Karl-Heinz Schindlatz und den LBV-Geschäftsstellenleiter Markus Schmidberger, wird ein Labor in München die mittlerweile eingefrorenen Tiere auf diverse Giftstoffe wie Pestizide überprüfen, um Rückschlüsse auf die Todesursache ziehen zu können.

Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 150 Euro. Das Ergebnis wird der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Der LBV bedankte sich bei den Feuerwehr für die prompte Zusage, in diesem Fall zu helfen.

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