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Völker gut erholt

Günther Maurer wurde wieder zum Vorsitzenden gewählt.

Die Vorstandschaft: Vorsitzender Günther Maurer, Stellvertreter Klaus Wensauer, Kassier Klaus Irrgang, Schriftführer Reinhard Daschner, Beisitzer und Kassenprüfer Anton Hartl und Manfred Renner  Foto: kvg
Die Vorstandschaft: Vorsitzender Günther Maurer, Stellvertreter Klaus Wensauer, Kassier Klaus Irrgang, Schriftführer Reinhard Daschner, Beisitzer und Kassenprüfer Anton Hartl und Manfred Renner Foto: kvg

Miltach.Es ist bemerkenswert, wenn sich zu einer Jahreshauptversammlung nahezu alle Mitglieder einfinden. Dies war am Sonntag beim Imkerverein Miltach der Fall, als Vorsitzender Günther Maurer von 18 Mitgliedern 15 Bienenfreunde begrüßen konnte, „die drei Fehlenden hatten sich freundlicherweise entschuldigt“. Auch die Wahl der Führungsmannschaft verlief völlig problemlos. Zur Bereicherung des Treffens hielt Agrar-Ingenieur Josef Ettl einen Vortrag zum Thema „Anlage und Betreuung von Blumenwiesen“.

Das Einzugsgebiet des Imkervereins Miltach umfasst auch die Gemeindebereiche Chamerau und Zandt/Harrling, aus denen sich die Mitglieder im Gasthaus Hofmann einfanden. Im ersten Tagesordnungspunkt zog Vorsitzender Maurer eine Bilanz über den Verlauf des Bienenjahres 2019.

Nach seiner Erfahrung kamen die meisten Völker gut erholt aus dem Winter, abgesehen von kleineren Verlusten, die es immer wieder geben wird. Februar, März und teilweise auch noch der April waren sehr mild. Erst gegen Ende April bis Mitte Mai wurde es nasskalt, wobei die täglichen Durchschnittstemperaturen laut Wetterstation Allmannsdorf oftmals unter 10 Grad sanken. Der Blütenhonigeintrag war somit sehr gering und so mancher Imkerkollege musste in dieser Zeit sogar zufüttern. Die Waldtracht im Miltacher Raum hielt sich ebenfalls in Grenzen, man musste froh sein, wenn man vom Melezitose-Honig verschont blieb. Einige Waben mit Melezitosezellen waren ja dabei, „aber derartige negative Witterungseinflüsse wird es immer geben“, sah es Maurer gelassen.

Einige Vereinsmitglieder beteiligten sich im September beim lehrreichen Tagesausflug des Imkervereins Bad Kötzting. Besucht wurden eine Berufsimkerei in Tiefenbach bei Aicha und die Hauzenberger Steinwelten.

Die Varroakontrolle und ihre Bekämpfung ist eine beständige Aufgabe. Völker mit bis zu einem Stück Milbe pro Tag bedürfen der aufmerksamen Beobachtung. Die weisellosen Völker sind aufzulösen sowie verkotete und schwache Völker abzuschwefeln. Gemäß den Ausführungen des Vorsitzenden besteht der Imkerverein Miltach derzeit aus 18 Mitgliedern, die aktuell 205 Bienenvölker bewirtschaften, im Durchschnitt hält demnach jeder 11,38 Völker. Als Kassier erläuterte Klaus Irrgang die finanzielle Situation des Vereins, die er als gut bezeichnete. Der Mitgliedsbeitrag betrug im Vorjahr noch 26,33 Euro und hat sich für 2020 auf 29,23 erhöht. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus 3,58 Euro für den Deutschen Imkerbund, 14 Euro Bayerischen Landesverband, 11,65 Euro Versicherung und zusätzlich 0,26 Euro für jedes gehaltene Bienenvolk an den Deutschen Imkerbund. Ein eigener Betrag für den Ortsverein wird nicht erhoben.

Die anschließende Neuwahl verlief zügig und problemlos und brachte am Ende folgendes Ergebnis: Vorsitzender: Günther Maurer; Stellvertreter: Klaus Wensauer; Kassier: Klaus Irrgang; Schriftführer: Reinhard Daschner; Beisitzer und Kassenprüfer: Anton Hartl und Manfred Renner. In seinen abschließenden Worten stellte Maurer den Stellenwert der Imker als aktive Natur- und Umweltschützer heraus. Ohne Bienenhaltung ist keine ausreichende Obstbaumbestäubung und Blumenvielfalt möglich. (kvg)

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