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Neukirchen
Freitag, 21. September 2018 26° 3

Marktrat

Eine historisch starke Finanzkraft

Neukirchens Haushalt mit einem Volumen von 10 400 500 Euro wurde genehmigt. Straßensanierungen sind Schwerpunkt für 2018.

Nach der Generalsanierung der Grundschule ist die Mittelschule das nächste große Projekt in Neukirchen b. Hl. Blut.  Foto: kbr
Nach der Generalsanierung der Grundschule ist die Mittelschule das nächste große Projekt in Neukirchen b. Hl. Blut. Foto: kbr

Neukirchen b. Hl. Blut.Investitionen in zukunftsweisende Projekte prägten den Haushalt 2018, der bei der Marktratssitzung behandelt und genehmigt wurde. Bürgermeister Markus Müller nannte eine historisch starke Finanzkraft, ein noch verträgliches Delta zwischen Schlüsselzuweisung und Kreisumlage, eine brummende Wirtschaft und stabile Beschäftigungsverhältnisse sowie einen florierenden Tourismus als Basis für einen soliden Haushalt.

Schwerpunkte 2018 seien Straßensanierungen zum Kolmsteiner Kircherl (Kreuzwegstraße), von Vorderbuchberg nach Anger, beim Bauabschnitt I der Hochstraße (von Brünst bis zum Anwesen Adam), am Föhrenweg in Lamberg sowie voraussichtlich der Lindbachstraße Richtung Hinterbuchberg im Rahmen des Kernwegenetzes. Auch der Allwetterplatz hinter der Schule soll generalsaniert werden. Mit dem Neubau des Netto-Marktes erfahre das Gewerbegebiet Richtung Mais eine Erweiterung. Abgeschlossen werde heuer die Erweiterung des Baugebiets am Klapfenbach mit Glasfaseranschluss in jedes Haus. Verbessert werde die Wasserversorgung im Gebiet Kager/Höllhöhe mit Ringschluss von Vordermais zur Kager, um im Falle eines größeren Leitungsschadens von Kolmstein her gewappnet zu sein. Dabei soll heuer der Tiefbau samt Technikhäuschen abgewickelt werden, die Technik folgt 2019. Hauptthema wird weiterhin der Hochwasserschutz mit Planung von Rückhaltebecken und Grunderwerb sein. Nachdem sich das Vorhaben eines Aufzugs im Wallfahrtsmuseum zerschlagen hat, fasst man eine energetische Optimierung ins Auge. Hier soll aufgrund einer hohen Förderung die Öl- durch eine Pelletheizung ersetzt und auch das Rathaus angeschlossen werden. Der Neubau des Bauhofs wird bis spätestens 2020 abgeschlossen sein.

Müller: Schuldenstand ist niedrig

Angeschafft werde ein Multifunktionsfahrzeug (Kehrmaschine in Verbindung mit einem Kombigerät für Grünanlagenpflege und Winterdienst). Als E-Bike-Region wird auch Neukirchen b. Hl. Blut mit fünf Ladestationen aufgewertet. Trotz hoher Ausgaben für Grunderwerb, Schulsanierung und Weiterem sei der Schuldenstand niedrig. Müller verwies darauf, dass bereits 2016 das genehmigte Darlehen nur zur Hälfte und 2017 von 1,4 Millionen Euro gar kein Geld aufgenommen wurde. „Große Aufgaben stehen uns mit der Neuausrichtung der Kläranlage bevor“, sagte der Bürgermeister. Thema seien auch Hauptschule und hausärztliche Versorgung. Kämmerer Peter Staudacher erläuterte die Haushaltssatzung. Geburten und Zuzüge bringen eine leichte Steigerung auf 3727 Einwohner. Insgesamt besuchen 199 Schüler die Grund- und Mittelschule, wobei 140 aus Neukirchen und 59 aus Eschlkam kommen. 751 Beschäftigte am Arbeitsort stehen 648 Pendlern gegenüber. Im Tourismus ergabensich eine kleine Steigerung auf 256 751 Übernachtungen und ein leichter Rückgang der Gästeankünfte auf 56 530, was einer längeren Aufenthaltsdauer entspricht. Die durchschnittliche Auslastung der Betten betrage über 50 Prozent. Der Verwaltungshaushalt sei so groß wie nie mit 6 887 000 Euro. Der Vermögenshaushalt verringere sich auf  3 513 500 Euro.

Marktrat in Kürze

  • Bauanträge:

    Der Marktrat befürwortete die Bauanträge von Josef Stoiber (Rittsteig) auf Anbau eines Futterlagers sowie von Erika und Josef Wurm (Geleitsbach) auf Errichtung eines Rinderstallanbaus. Kerstin Kölbl und Martin Daiminger wurden als Schöffen vorgeschlagen.

  • N-Mark:

    Marktrat Altmann gab bekannt, dass mit der N-Mark-Aktion rund 75 000 Euro in der Marktgemeinde geblieben sind. Deshalb wurde auch der Druck erneuter N-Mark-Scheine in Auftrag gegeben. Preisübergabe an die Gewinner der Weihnachtsaktion ist am Samstag.

Positiv sei der weitere Anstieg der Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 800 000 Euro sowie der Schlüsselzuweisung auf 1 475 000 Euro. Unverändert bleiben die Realsteuerhebesätze für Gewerbe- und Grundsteuer A und B mit 310 Prozent. Größere Posten aus dem Verwaltungshaushalt seien die Ausgaben für Verwaltung, Feuerwehren, Schule und Kindergarten, Bau- und Verkehrswesen, Straßenunterhalt und Winterdienst, Abwasseranlage und Bauhof.

Als kostendeckend wurde die Abwasseranlage kalkuliert. Das Defizit bei der Wasserversorgung von 40 100 Euro werde durch die Erhöhung des Wasserpreises ausgeglichen. Der Kämmerer verwies auf die Zuführung des Überschusses von 800 000 Euro in den Vermögenshaushalt. Zu den größeren Investitionen zählen die Schlussrate für Städtebauförderung Hohenbogenstraße BA III (50 000), die Fertigstellung des Abwasserkatasters (25000), Abwasseranlage (50 000 und 120 000 in den Folgejahren), Forstwirtschaftswege (30 000) sowie die Wirtschaftsförderung (Beteiligung an der Zufahrtsstraße von Rimbach zum Hohenbogen mit 40 000).

Markträte loben Sparsamkeit

Die Markträte hatten über einen Haushalt mit einem Gesamtvolumen von 10 400 500 Euro zu entscheiden. Der Schuldenstand zum 31. Dezember 2017 betrug 2 292 680 Euro. Der geplanten Kreditaufnahme von 744 000 Euro stehen Tilgungsleistungen in Höhe von 249 000 Euro gegenüber. Sollte das kalkulierte Darlehen aufgenommen werden müssen, würde sich die Nettoneuverschuldung auf 495000 Euro belaufen. Der Höchstbetrag der Kassenkredite wird auf 900 000 Euro festgesetzt. Peter Staudacher informierte über Änderungen beim Stellenplan (Nachfolger für Amtschef Anton Breu) und Bauhof (Halbtageskraft). Alle Sprecher bescheinigten, dass sparsam gewirtschaftet wird. Bürgermeister Markus Müller sagte, dass sich die Gemeinde über die notwendigen Ausgaben hinaus keinen Luxus leiste. Die Markträte stimmten dem Verwaltungs- und Vermögenshaushalt, dem Stellenplan und der Haushaltssatzung 2018 zu. (kbr)

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