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Theaterkunst

„Der Schusternaz“ entzückt das Publikum

Die Pemflinger Schauspieler verbuchen bei der Premiere des Stückes einen Erfolg. Es gibt weitere Aufführungen.
Werner Weiß

  • Tiefer Blick in die Augen – Ignaz Stanglmeier ist hingerissen von der Gräfin Wanieki. Foto: cpf
  • Eine von vielen heiteren Szenen aus dem Stück: Da vergehen dem Schallinger seine Spötteleien. Foto: cpf
  • Amor – wie viel er wohl bezahlt bekommt?
  • Anna klagt ihre Sorgen.

Pemfling.„Theater ist eine Kunst. Die Pemflinger beherrschen das Theaterspielen, sie zeigen hohe Theaterkunst!“ So gratulierte Landrat Franz Löffler der Laienspielgruppe nach der fantastischen Premieren-Aufführung. Mit dem Stück „Der Schusternaz“ von Ludwig Thoma zeigten sie einmal mehr eine „tolle Leistung“.

Katja Kraus, Vorsitzende der Laienspielgruppe, hieß die Besucher willkommen. Es freute sie besonders, auch Landrat Franz Löffler, BRK-Präsident Theo Zellner, Bürgermeister Franz Haberl, Dekan Michael Reißer, Pater Joseph sowie IHK-Vizepräsident Dr. Alois Plößl begrüßen zu dürfen.

Die szenische Umsetzung des Volksstückes „Der Schusternaz“ von Ludwig Thoma ist den Pemflingern bestens gelungen. Wenngleich dies sehr hohe Ansprüche an die Spieler stellt, verstanden es diese bravourös, sich in die einzelnen Rollen und Charaktere einzufinden und auf der Bühne „leben zu lassen“. Die hervorragende Regie, das stimmige Bühnenbild, die treffende Kostümauswahl sowie die meisterhafte Licht- und Tongestaltung untermauerte die Gewalt des Ausdrucks. In dem Stück kommt der Schuster Ignaz Stanglmeier (Thomas Krolikowski) durch einen Lotteriegewinn unverhofft plötzlich zu großem Reichtum. Die alten Freunde aus seinem Heimatdorf Hinterschmieding lehnt er deshalb sehr bald ab, er strebt nach Besserem und vor allem höheren Kreisen. Mit Tochter Anna (Veronika Traurig) zieht er nach München und lebt dort in Saus und Braus. Schnell wollen dort auch Betrüger die besten Freunde von ihm sein. Geschickt verkaufen sie dem naiven Schuster vorgeblich riesige Waldungen und verleihen ihm sogar den Adelstitel eines Grafen. Als Stanglmeier dann auch noch fast dem Charme der vermeintlichen Gräfin Wanieki (Manuela Sterr) erliegt, kommen ihm gerade noch rechtzeitig seine alten Freunde aus Hinterschmieding zur Hilfe und …

Wer gerne erfahren möchte, wie sie es schaffen, den Schuster wieder von seiner „Blindheit“ zu befreien und ihm klarzumachen, dass das alles bloß Fassade war, hat nur noch an folgenden Aufführungstagen Gelegenheit: Mittwoch, 1. Januar, 18 Uhr, Freitag, 3. Januar, 20 Uhr, Samstag, 4. Januar, 20 Uhr; Sonntag, 5. Januar, 18 Uhr, ist bereits ausverkauft!; Veranstaltungsort ist jeweils die Pemflinger Schulturnhalle an der Pitzlinger Straße 1.

Bürgermeister Franz Haberl gratulierte: Zum einen wird in Pemfling seit 40 Jahren regelmäßig Theater gespielt, zum anderen besteht der Verein seit 25 Jahren. Dies, so Haberl, wecke in ihm viele Erinnerungen, war er es doch, der vor 40 Jahren als Gruppensprecher der Landjugend von dieser Bühne aus die Gäste begrüßen durfte. (cpf)

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