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Hilfsaktion

Die Ärmsten haben gar nichts

Das Team der Pemflinger Rumänienhilfe ist unfallfrei von seiner jüngsten Fahrt zurück und berichtet von seinen Eindrücken.
Werner Weiß

  • In einem Dorf nahe Otelu Rosu bekam jede Familie ein Lebensmittelpäckchen, jedes Kind ein Weihnachtspäckchen. Fotos: cpf
  • Ein Koffer voller Sachen – auch warme Winterschuhe sind darin. Fotos: cpf
  • Die Fahrräder sind immer sehr begehrt. Fotos: cpf

Pemfling.Das Helferteam der Pemflinger Rumänienhilfe ist von seiner jüngsten Fahrt wieder unfallfrei zurückgekehrt. Nach gut 20-stündiger Fahrt erreichten man die Ortschaft Otelu Rosu. Dort hatten die Pemflinger für das Altersheim wieder Krankenbetten, Rollatoren, Rollstühle und Gehhilfen, aber auch Hygieneartikel, Bettwäsche und Bekleidung im Gepäck. In einem nahe gelegenen Dorf bedachte man jede Familie mit einem Lebensmittelpaket. Für die Kinder dort gab es Weihnachtspäckchen, die Kindergarten- bzw. Schulkinder aus dem Landkreis Cham liebevoll verpackt hatten.

Nächste Station war Lupeni. Pfarrer Attila Marthy war zur Ankunftszeit zwar noch unterwegs und machte Hausweihen, doch er hatte eine Gruppe von acht Personen organisiert, die die Pemflinger schon erwarteten und ihnen beim Entladen weiterer Posten Bekleidung, Bettwäsche, Fahrräder und Weihnachtspäckchen behilflich war.

Am Nachmittag kam die Gruppe bei Frau Violetta an. Für sie und die Familie ihrer Schwägerin hatten die Pemflinger auch so manches dabei, unter anderem Holzöfen. In ihrer Pension bezogen sie während ihres Aufenthalts wieder Quartier.

Tags darauf machten sie sich auf nach Campu lui Neag, einer Ortschaft am Fuße des Retezat-Gebirges. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich dort die Ankunft der Helfer, binnen kürzester Zeit hatten sich um die Fahrzeuge dicke Menschentrauben gebildet. Nach der Spendenabgabe hier führte der Weg ein Stück ortsauswärts zu den Köhlerfamilien, die man bei einer vorausgegangenen Fahrt kennengelernt hatte. Immer acht Familien hausen dort unter ärmlichsten Verhältnissen in einem einzigen „Haus“, welches aber nicht einmal mehr die Bezeichnung „Bruchbude“ verdient.

Am dritten Tag teilte sich das Team in zwei Gruppen auf. Mit einem Laster fuhr man nach Uricani. Dort erteilte der Bürgermeister wieder die Erlaubnis, die Hilfsgüter direkt vom Lkw herunter direkt an die Ärmsten der Kleinstadt zu verteilen. Mit dem anderen Lkw steuerte man erstmals das Armenviertel von Lupeni an. Dort zeigten sich erbärmlichste Zustände. „Die haben gar nichts, überhaupt nichts. Für sie nehmen wir das nächste Mal Möbel und alles für den Alltag mit“, so Aktionsleiter Franz Irrgang.

Schon selbstverständlich ist es für das Helferteam geworden, bei jeder Fahrt Anna und Jon, einem schon lange bekannten, sehr betagten Bergbauern-Ehepaar, einen Besuch abzustatten und ihnen „etwas dazulassen“.

Am nächsten Tag ging es wieder in Richtung Heimat. Dort gut angekommen, wurden gleich die Fahrzeuge sauber gemacht, betankt und wieder zurückgebracht. In diesem Zusammenhang dankt Aktionsleiter Franz Irrgang besonders der Firma Groitl aus Roding für die Bereitstellung der beiden Lkw, der Firma Kastl aus Nasting für die Überlassung des Begleitfahrzeuges sowie den Firmen Allescher aus Katzbach und Seebauer aus Cham für die großzügigen Dieselspenden. Ein weiteres Dankeschön gilt allen Sach- und Geldspendern sowie allen Helfern bei der Vorbereitung der Aktion. (cpf)

Zur Hilfsaktion

  • Restsachen:

    Da die Ladekapazität der Fahrzeuge die Spendenmenge nicht ganz fassen konnte, sind noch Restsachen da, die für die Fahrt im Frühsommer verpackt und verladen werden müssen.

  • Termin:

    Die nächste offizielle Sammlung findet in der ersten Aprilwoche statt (15 bis 17 Uhr, Nähe Sportplatz Pemfling). Franz Irrgang bittet eindringlich, vorher keine Sachspenden einfach bei den Containern abzulegen. (cpf)

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