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Pemfling/Pitzling

Infoabend zur Agrarpolitik und Sozialrecht

Groß war das Interesse der Landwirte an der Informationsveranstaltung am vergangenen Donnerstag, zu der Ortsobmann Wolfgang Plötz ins Gasthaus Breu Pitzling geladen hatte.
Werner Weiß

Claudia Wanninger, im Hintergrund LLD Semmler und Kreisobmann Josef Wutz Foto: Werner Weiß
Claudia Wanninger, im Hintergrund LLD Semmler und Kreisobmann Josef Wutz Foto: Werner Weiß

Pemfling.Das Gastzimmer war zum Bersten voll, als Plötz die Referenten LLD Heribert Semmler vom AELF Cham, Kreisobmann Josef Wutz und Claudia Wanninger vom Bayer. Bauernverband willkommen hieß.

LLD Heribert Semmler teilte den Anwesenden mittels Power-Point-Präsentation aktuelle Informationen aus dem Sozialrecht und der Agrarpolitik mit. Die Infos reichten dabei von der afrikanischen Schweinepest über Anbindehaltung, Kombihaltung bis zum Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen“, dessen Ergebnis für die Landwirte nicht ideal sei.

Auch die neue Düngeverordnung stand zur Diskussion. Muss doch ab Frühjahr 2020 die Gülle streifenförmig auf bestellten Ackerflächen ausgebracht werden. Betriebe unter 15 Hektar sind davon allerdings ausgenommen. An Gewässern ist künftig mindestens ein 5 m breiter Gewässerrandstreifen einzuhalten. Der Freistaat Bayern hat sich hier für seine Grundstücke sogar einen zehn Meter breiten Gewässerrandstreifen einschließlich Düngeverbot auferlegt. Die Pächter dieser Flächen sind an diese Festsetzungen gebunden. 30 Prozent der staatlichen Flächen werden sofort auf Bio-Flächen umgestellt. Eine Düngung mit Herbiziden erfolgt nicht mehr.

Was die Ausbildung der Landwirte im Landkreis Cham betrifft, so nutzen alle zwei Jahre circa 40 Personen das Bildungsprogramm-Landwirt (BiLa-Programm). Dies richtet sich an landwirtschaftliche Unternehmer und Unternehmerinnen, die einen außerlandwirtschaftlichen Beruf erlernt haben und ihren Betrieb im Nebenerwerb weiterführen möchten. Was die Agrarförderung (z.B. Stallbauprogramm) betrifft, so ist diese derzeit auf Eis gelegt.

Im Anschluss referierte Claudia Wanninger vom Bayerischen Bauernverband über die aktuellen Leistungen der landwirtschaftlichen Alterskasse und Hofabgabeklausel. Dabei wurden auch Krisenhotline, Vollmachten, Patientenverfügung, Pachtrecht, QM – Neuerungen ab 2020, Kraftfahrzeugsteuer, Entsorgung von Silofolien, die neue Düngeverordnung, Pflanzenschutzkoffer und die Kombinationshaltung angesprochen und diskutiert.

Zum Ende des Informationsabends nahm Kreisobmann Josef Wutz noch zu einigen Punkten Stellung. So wird derzeit in Cham eine neue Geschäftsstelle gebaut. Die Platzverhältnisse im derzeitigen Gebäude sind nicht mehr ausreichend. Das neue Gebäude wird in Holzbauweise gefertigt. Bezugsfertig soll es im Frühjahr 2021 sein. Für die Variante Holzbauweise entschied man sich aus dem Grunde, da Holz der einzige Baustoff ist, der CO2 bindet. Im Übrigen boomt derzeit der Holzmarkt (Käferholz). (cpf)

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