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Reichenbach

Behindertenhilfe geht der Polizei an die Wäsche

Exklusive Sporttaschen, Rucksäcke, Decken, Armkettchen und andere einzigartige Produkte mit witzigen und individuellen Details für Jung und Alt – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ist begeistert von der erfolgreichen Kooperation mit der „Barmherzige Brüder gemeinnützige Behindertenhilfe“ (BBBH) zur Verwertung der alten grünen Polizeiuniform.
Ulrike Niklas

Innenminister Joachim Herrmann ist begeistert von der Kooperation mit der „Barmherzige Brüder gemeinnützige Behindertenhilfe“ (BBBH) zur Verwertung der grünen Polizeiuniformen.  Foto: Barmherzige Brüder
Innenminister Joachim Herrmann ist begeistert von der Kooperation mit der „Barmherzige Brüder gemeinnützige Behindertenhilfe“ (BBBH) zur Verwertung der grünen Polizeiuniformen. Foto: Barmherzige Brüder

Reichenbach.Kürzlich zog Herrmann in Nürnberg mit Vertretern der BBBH eine erste positive Bilanz: „Unsere Polizistinnen und Polizisten haben nach der Umstellung auf die hochmoderne blaue Uniform sage und schreibe 480 Tonnen ihrer alten grünen Uniform an die BBBH gespendet.“ 35 Tonnen alter Uniformteilen wurde nach Herrmanns Worten bereits neues Leben eingehaucht. „Diese Größenordnungen haben uns selbst überrascht“, so der Minister. Dank der hohen Professionalität der BBBH habe aber alles wunderbar und reibungslos geklappt. „Ich kann jedem nur empfehlen, sich im Onlineshop unter www.110-shop.de umzusehen“, erklärte Herrmann.

„Wer schon immer der Bayerischen Polizei ‚an die Wäsche‘ und dabei auch etwas Gutes tun wollte, kommt hier voll auf seine Kosten.“ Besonders freut sich Herrmann über die sehr gute Nachfrage der Artikel, die bereits seit Oktober 2017 unter www.110-shop.de zu kaufen sind. Denn alle Produkte werden laut Herrmann mit viel Liebe zum Detail und großer Sorgfalt gefertigt. Ständig kommen neue Unikate heraus: „Es handelt sich um handgemachte Einzelstücke mit einer ganz individuellen Geschichte: Unsere Polizistinnen und Polizisten haben ihre grüne Polizeiuniform bei Wind und Wetter beispielsweise bei Verkehrsunfällen, Großeinsätzen und Festnahmen getragen.“

Es gebe viele Polizisten, die sich bereits ein Stück aus der Kollektion als Erinnerungsstück gesichert haben. Bestimmte Taschen waren zeitweise über Wochen ausverkauft, und die Barmherzigen Brüder kamen mit der Produktion kaum mehr nach. „Das ist ein ganz klarer Beleg für die hervorragende und innovative Arbeit in den Werkstätten“, fasste Herrmann zusammen. Was dem Innenminister ebenfalls sehr wichtig ist: Durch das Projekt haben rund 60 Menschen mit teilweise schweren Behinderungen in den Werkstätten der Barmherzigen Brüder eine sinnvolle und kreative Beschäftigung. „Davon profitiert auch die Bayerische Polizei“, so Herrmann weiter. Denn ein Teil des Verkaufserlöses komme der Bayerischen Polizeistiftung zugute. „Damit können Kolleginnen und Kollegen der Polizei, die dienstunfähig geworden sind oder dauerhafte gesundheitliche Schäden erlitten haben, ebenso unterstützt werden wie Angehörige von im Dienst ums Leben gekommenen Beamten“, erläuterte der Minister. Bisher kamen rund 7600 Euro für die Polizeistiftung zusammen. Der Innenminister dankte allen Beteiligten für das Engagement. Es sei deutlich zu spüren, dass jeder mit Herzblut bei der Sache ist. (run)

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