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Jubiläum

Die Klosterspatzen werden 50

Mit einem beeindruckenden Festgottesdienst und Festabend blickte der Chor auf ein halbes Jahrhundert Gesang zurück.
von Ulrike Niklas

  • Ein beeindruckender Festgottesdienst mit den Klosterspatzen und dem Mitarbeiterchor sowie Johannes von Avila Neuner als Hauptzelebrant ging dem Festabend voraus. Fotos: Ulrike Niklas
  • Sie haben sich in besonderer Weise in das Jubiläum eingebracht und erhielten ein Präsent des Hauses.
  • Sänger der ersten Stunde: Günter Sokolowski, Erich Hippe und Pater Johannes v. Avila
  • Als Geschenk erhielten die Klosterspatzen von der Einrichtung neue T-Shirts.

Reichenbach.50 Jahre und kein bisschen leise – Gott sei Dank! Mit aufrichtigem Dank und dem Lob Gottes war die Klosterkirche beim Festgottesdienst anlässlich des Jubiläums 50 Jahre Klosterspatzen Reichenbach erfüllt, was mit einem mächtigen „Venite, venite adoremus“ beim feierlichen Einzug, gesungen vom Jubelchor und dem Mitarbeiterchor der Einrichtung, zum Ausdruck kam.

Hauptzelebrant und zugleich Gründer der Klosterspatzen, Johannes von Avila Neuner, zelebrierte gemeinsam mit Dekan Ralf Heidenreich, Diözesanseelsorger für Menschen mit Behinderung Christian Burkhart, BGR Alois Hammerer, Pater Marek Michalak sowie Diakon Werner Müller und bekannte in seiner Festpredigt: „Wir dürfen heute Dank sagen!“ Er präzisierte: „Lasst uns Dank sagen dem Herrn, unserm Gott!“ Mit einer Dankprozession zur Gabenbereitung wurde mit drei Bildtafeln für 50 Jahre Klosterspatzen gedankt, und für die Talente und Fähigkeiten, die sich im Chor entfaltet haben.

Weiter sprach man Dank für die wunderbare Gabe der Musik aus, für Melodien, die das Herz ansprechen, die einem Gott näherbringen. Weiterer Dank galt für die Erfahrungen von Gemeinschaft, das Miteinander singen und unterwegs sein. Nicht vergessen sind die verstorbenen Spatzen, derer in den Fürbitten gedacht wurde.

Laudationes und Ehrungen

Der Festabend wurde mit einem Lied der Spatzen eröffnet, dessen Text und Melodie von Leiter Uli Doblinger stammt. Der Geschäftsführer der Einrichtung, Roland Böck, hieß die handverlesenen Gäste, unter ihnen Vertreter des Ordens, die umliegenden Bürgermeister, Karl Bley aus Nittenau, Josef Höcherl aus Walderbach und Franz Pestenhofer aus Reichenbach im Paulus-Schmid-Haus herzlich willkommen. Als Mittelpunkt bezeichnete er die Klosterspatzen mit ihrem ehemaligen Chorleiter Gründer Pater Johannes und den jetzigen Leitern Uli Doblinger und Ulla Goerge. „Ohne Sie wären wir gar nicht hier. Wir sind gekommen, um mit Ihnen und um Sie zu feiern.“ Vergelts‚ Gott für die letzten 50 Jahre!

Frater Benedikt Hau, Provinzial der Barmherzigen Brüder, hatte die Klosterspatzen schon unzählige Male gehört, wie etwa bei der Seligsprechung von Eustachius Kugler und dem beeindruckenden Singspiel „erdverbunden – himmelsnah“ und stellte fest, dass diese Sänger wirklich mit dem Herzen bei der Sache sind und deswegen ihre Lieder auch zu Herzen gehen. „Danke, dass Ihr unser Leben verschönt und unsere Herzen zum Schwingen und Klingen bringt.“ Dank galt auch dem Gründer P. Johannes sowie Uli Doblinger. Singen sei die Sprache des Herzens, und so rief er alle dazu auf, „lobt froh den Herrn“.

Bürgermeister Franz Pestenhofer hatte eine wunderbare Rede vorbereitet, die er jedoch aufgrund Halsproblemen nicht vortragen konnte, so dass gerne Bürgermeister Höcherl einsprang und eine Gratulation aussprach. Einen Chor zu gründen, entspringe oft einer momentanen Begeisterung, ihn am Leben zu erhalten, verdiene große Anerkennung. „Euer Gesang erfreut uns heute genauso wie damals.“ Als Zuhörer spüre man den schwungvollen, ausdrucksstarken Gesang der Klosterspatzen, aber auch die Harmonie, die Zusammengehörigkeit. Leiter Uli Doblinger versteht es mit seiner ruhigen Art und Einfühlungsvermögen, die Spatzen zu gewinnen und Vertrautheit zu schaffen. Mit dem Wunsch, dass „Ihr weiterhin für uns singt“ gab er das Wort weiter an Uli Doblinger, der auf die wunderbare Jubiläumsschrift verwies, die in einer sehr engagierten Vorarbeit entstanden ist. Darin sind auch Texte von Wegbegleitern enthalten, welche die Spatzen gehört, gesehen, erlebt haben und ihren Eindruck wiedergaben, was in überwältigender Weise geschehen ist. Auch eine DVD mit 35 unterschiedlichen Liednummern wurde wie die Schrift engagiert vorbereitet und an die Gäste ausgehändigt. Ein kleines „Häppchen“ daraus wurde gemeinsam angeschaut. Den Mitwirkenden Michaela Matejka, Uli Doblinger, Heidi Federl, Ulla Goerge und Irmgard Hecht wurde vom Haus von Herrn Böck ein Präsent überreicht.

Im Namen des Bischofs sprach Pfarrer Hammerer die Ehrungen langjähriger Mitglieder der Klosterspatzen aus, wobei zwei Spatzen seit der Gründung mit dabei sind und weiterhin voll Freude singen.

Kein Fest ohne Geschenke

Bürgermeister Pestenhofer hatte für die Spatzen ein Geschenk der Gemeinde Reichenbach dabei. Vom Haus gab es für sie Jubiläums-T-Shirts, überreicht in einer Stofftasche, die von der hauseigenen Schneiderei gefertigt wurde. Eine besondere Überraschung gab es von Diakon Peter Weinhappl, der Seelsorger bei den Barmherzigen Brüdern Kainbach in Österreich ist und vor geraumer Zeit hier in Reichenbach ein Praktikum absolvierte. Er lud alle Klosterspatzen zu sich nach Österreich ein. Die überwältigende Freude wurde lautstark zum Ausdruck gebracht. Stellvertretend für alle Spatzen überreichte Christoph Hartmann, beginnend mit „Lieber Uli“, an den Chorleiter Doblinger ein Präsent für seinen unermüdlichen Einsatz, ebenso an dessen Gattin Ingrid für die Unterstützung.

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