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Reichenbach

KEB-Mitglieder besuchten Reichenbach

Etwas Besonderes wollte heuer die Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis e. V. bei seiner jährlichen Mitgliederversammlung den ehrenamtlichen Mitarbeitern in den Pfarrgemeinden und kirchlichen Verbänden bieten.

Die KEB-Delegierten besuchten die Klosterkirche bei einer Führung mit Ludwig Deinhart. Foto: Neuberger
Die KEB-Delegierten besuchten die Klosterkirche bei einer Führung mit Ludwig Deinhart. Foto: Neuberger

Reichenbach.Daher folgten am Donnerstagabend 30 Delegierte aus verschiedenen Ecken des Landkreises interessiert der Einladung der KEB Cham in das Kloster Reichenbach. Nach der Begrüßung durch die KEB-Vorsitzende Sandra Ederer führte Ludwig Deinhart durch die Klosterkirche, die seit 2018 nach langer Renovierungszeit wieder der Öffentlichkeit zugänglich ist. Ludwig Deinhart erläuterte in dem mit abendlichem Licht durchfluteten, barocken Sakralbau die Geschichte des Klosters.

Dieses wurde vor 900 Jahren durch Markgraf Diepold III. von Cham-Vohburg gegründet und mit Benediktinern aus dem Kloster Kastl bei Amberg besiedelt. Bis zur Säkularisation 1803 war das Kloster Reichenbach ein bedeutendes Wissenschaftszentrum. Vor allem Mathematik und Astronomie erhielten hier eine besondere Förderung. Die Bibliothek umfasste damals über tausend Bände. In der Reformationszeit erfolgte allerdings die erste Aufhebung des Klosters. Viele Kunstwerke wurden vernichtet bevor Mitte des 17. Jahrhunderts die Benediktiner wieder zurückkehrten.

1890 übernahmen die Barmherzigen Brüder die Gebäude und richteten eine Heil- und Pflegeanstalt für geistig und körperlich Behinderte ein, die dort bis heute besteht. Diese Einrichtung stellte nun Monika Bückert vor, die Dozentin an der Fachschule für Heilerziehungspflege in Reichenbach ist und dem Hauptausschuss der KEB Cham angehört. Auf dem Weg durch die langen Gänge der Behinderteneinrichtung machte sie mit der Gruppe Halt beim „Buch des Lebens“. Schüler der Fachschule haben darin eindrucksvoll die bekannten Namen der 405 Bewohner der Einrichtung dargestellt, die im Mai 1941 bei der sogenannten Aktion T4 mit Bussen abgeholt und umgebracht wurden.

Anschließend kamen die ehrenamtlichen Mitarbeiter- und innen bei einer Brotzeit in der 2017 neu eröffneten Klosterschenke gut ins Gespräch, bevor KEB-Sandra Ederer den notwendigen Regularienteil der Mitgliederversammlung einleitete. In ihrem Rechenschaftsbericht erläuterte sie die Statistik der KEB Cham, die mit 939 Veranstaltungen und über 24000 Teilnehmenden weit vorn bei den 11 regionalen Einrichtungen der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Regensburg steht. Zu den vielfältigen Angeboten in den Pfarrgemeinden des Landkreises gehörten interessante Kirchenführungen von eigens von der KEB ausgebildeten Kirchenentdeckern, Filmgespräche, Veranstaltungen des Verbraucherservice im KDFB zur Vermeidung von Plastikmüll und zahlreiche Bildungsfahrten.

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