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Freizeit

Ein Ausflug ins Spargelland

Der OGV Rimbach sah sich im Anbaugebiet Schrobenhausen um. Auch die Befreiungshalle bei Kelheim wurde besichtigt.
Von Siegfried Volkner

Auf dem Spargelfeld konnten sich die Gartler auch als Spargelstecher betätigen.  Foto: Siegfried Volkner
Auf dem Spargelfeld konnten sich die Gartler auch als Spargelstecher betätigen. Foto: Siegfried Volkner

Rimbach.Informativ und unterhaltsam für die Teilnehmer war der Ausflug des Obst- und Gartenbauvereins Rimbach, der am vergangenen Sonntag ins Spargelanbaugebiet Schrobenhausen führte. Dort erfuhren die Gartler direkt bei einem Spargelbauern alles über dieses beliebte Gemüse, sahen die Verarbeitung und konnten sich selbst als Spargelstecher betätigen. Am Vormittag war auch die Befreiungshalle bei Kelheim besucht worden und bei der Heimfahrt war noch ein kurzer Abstecher zur Wallfahrtskirche Maria Beinberg gemacht worden.

Bei Bilderbuchwetter wurde der Jahresausflug des OGV Rimbach am vergangenen Sonntag für alle Teilnehmer wieder ein schönes Erlebnis. Im bis auf den letzten Platz besetzten Bus startete der Verein am Morgen zunächst in Richtung Kelheim. Das erste Tagesziel war nämlich die Befreiungshalle auf dem Michelsberg bei Kelheim. Dieses vom bayerischen König Ludwig I. errichtete Denkmal erinnert an die Befreiungskriege von 1813 bis 1815, in denen die deutschen Volksstämme gegen Napoleon gekämpft haben und dieser letztendlich auch durch den Zusammenhalt der Deutschen besiegt wurde.

Die Grundsteinlegung erfolgte am 19. Oktober 1842 und die feierliche Eröffnung fand am 18. Oktober 1863, dem 50. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig, statt. Die Rimbacher Gartler waren beeindruckt von diesem Denkmal mit dem großen Kuppelsaal, den mächtigen Siegesgöttinnen und den Schildern, die an die einzelnen Schlachten während der Befreiungskriege erinnern. Fast alle nahmen dann auch die 165 Treppenstufen auf sich, die zur Brüstung hochführen und wurden dafür mit einem herrlichen Blick auf das Donautal belohnt.

Mittagessen mit viel Spargel

Nach dem Abstecher in die bayerische Geschichte ging die Fahrt weiter nach Gachenbach bei Schrobenhausen, wo der Spargelhof Koppold angesteuert wurde. Dort konnten sich die Gartler zunächst mit einem ausgezeichneten Mittagessen – natürlich mit viel Spargel – für den weiteren Verlauf des Tages stärken. Nach der Mittagspause gab der Spargelbauer Jakob Koppold zunächst einen Einblick in die Verarbeitung des Spargels, nachdem dieser geerntet ist.

In einer modern eingerichteten Halle sahen die Gartler, wie die Spargelstangen zunächst gewaschen werden und dann durch eine vollautomatische Sortieranlage laufen, in der sie in die einzelnen Qualitätsstufen und Größen eingeordnet werden. Auch das Schälen der Spargelstangen erfolgt maschinell, bevor diese dann unter kaltem Wasser heruntergekühlt und versandfertig verpackt werden.

Die kalte Dusche, die der Spargel durchläuft, bekamen bei der mit viel Humor gewürzten Führung durch den Spargelbauern auch zwei Vereinsmitglieder zu spüren, die sich, ohne zu wissen, was sie erwartet, als „Versuchskaninchen“ bereiterklärt hatten. Weil es aber anschließend in der Sonne gleich wieder schnell trocken war, nahm auch die Dauerwelle keinen bleibenden Schaden.

Nach der Führung auf dem Hof konnten sich die Teilnehmer noch mit Spargel eindecken, bevor es dann auf ein Spargelfeld ging. Dort erzählte der Spargelbauer viel über den Anbau dieses Gemüses und dass vor allem Boden und Wärme die wichtigsten Voraussetzungen sind, um den Spargel gedeihen zu lassen. Besonders wies er auch darauf hin, dass Schrobenhausener Spargel durch seine geografische Herkunft ein besonderes Qualitätslabel hat, unter dem nur Spargel aus dieser Region vermarktet werden darf.

Abstecher zur Wallfahrtskirche

Der Verbraucher hat dabei die Garantie, dass es wirklich nur ein Produkt aus dieser Region ist, das er erwirbt und genießen kann. Nach vielen weiteren Informationen konnten sich die Gartler dann auch selber als Spargelstecher betätigen und einige der weißen Stangen aus dem Boden stechen. Nachdem man sich vom Spargelbauern verabschiedet hatte, wurde noch ein kurzer Abstecher zur Wallfahrtskirche Maria Beinberg gemacht. Mit vielen schönen Eindrücken und Erlebnissen wurde um 20 Uhr wieder Rimbach erreicht.

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