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Politik

Niedermayer will Rimbach führen

Rimbachs Bürgermeister Ludwig Fischer bleibt Nominierung fern: Die CSU macht seinen Stellvertreter einstimmig zum Kandidaten.
Von Siegfried Volkner

Die Ortsvorsitzende gratulierte Heinz Niedermayer zur Nominierung und wünschte viel Erfolg Foto: Siegfried Volkner
Die Ortsvorsitzende gratulierte Heinz Niedermayer zur Nominierung und wünschte viel Erfolg Foto: Siegfried Volkner

Rimbach.Auch wenn bis zu den Kommunalwahlen im März 2020 noch einige Zeit hin ist und der amtierende Bürgermeister nicht anwesend war, hat der CSU-Ortsverband Rimbach-Thenried die Weichen gestellt und Heinz Niedermayer jun. als Kandidaten für das Bürgermeisteramt nominiert. Die anwesenden Mitglieder sprachen dem derzeitigen Vizebürgermeister einstimmig das Vertrauen aus.

Ludwig Fischers Absenz wurde von der Ortsvorsitzenden Margarete Kollmer so gedeutet, dass er nicht mehr als Kandidat für die Liste der CSU antreten wird – zumal er in einem früheren Gespräch mit der Vorsitzenden erklärt habe, „eher nicht“ zu kandidieren.

Fischer bereits sehr oft vertreten

„Wir brauchen einen Bürgermeister, der sich für die Gemeinde engagiert“, fügte Margarete Kollmer an, bevor ein Wahlausschuss berufen wurde. In den Ausschuss wurde Margarete Kollmer als Leiterin, Hermann Gammer als Schriftführer und Christian Brandl als Beisitzer gewählt. Für die Wahl, so wurde festgestellt, seien alle 18 anwesenden Mitglieder wahlberechtigt. Nachdem Heinz Niedermayer jun., der derzeit zweite Bürgermeister, als Kandidat vorgeschlagen wurde und kein weiterer Kandidat sich zur Wahl stellte, wurde über den Vorschlag geheim abgestimmt. Dabei bekam Niedermayer mit 17 Jastimmen und einer Enthaltung praktisch das volle Vertrauen ausgesprochen. Er bedankte sich und versicherte, er werde sich voll für die Gemeinde einsetzen, um sie nach vorne zu bringen, wenn auch die Bürger ihm bei der Wahl das Vertrauen aussprechen.

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Margarete Kollmer zeigte sich überzeugt, dass dies eine gute Wahl sei, denn Heinz Niedermayer habe sich in den vergangenen fünf Jahren als Vize- Bürgermeister engagiert. So habe er Fischer bei zahlreichen Veranstaltungen und Terminen vertreten, wodurch er den nötigen Einblick bekommen habe.

Niedermayer sei prädestiniert für das Amt des Bürgermeisters, weil er wisse wie es läuft und was zu tun sei, dazu habe er auch seine Angelegenheiten so gerichtet, das er das Amt auch zeitlich ausführen könne, um die Gemeinde weiterzubringen, so Margarete kollmer.

Anschließend nutzte der nominierte Kandidat die Gelegenheit sich und seine Ziele vorzustellen. Zu seiner Person sagte er, dass er 48 Jahre sei, verheiratet und drei Kinder habe. Seit 25 Jahren ist er selbständig im Transportgewerbe tätig und gehört seit nunmehr fünf Jahren dem Gemeinderat an, wo er als 2. Bürgermeister gewählt wurde. Schon vor fünf Jahren habe er auf seiner Agenda Themen gehabt, die nach wie vor aktuell seien, die aber längst erledigt sein könnten, wenn es besser gelaufen wäre. Bürgernähe und Zusammenarbeit stehe für ihn ganz oben, so Niedermayer. So habe er sich einerseits durch das Engagement als Gemeinderat und 2. Bürgermeister Einblick in die Abläufe in der Gemeinde und im Bauhof verschafft. Ein erklärtes Ziel sei für ihn auch die Unterstützung und der Erhalt der Schule und des Kindergartens. Weiter gehöre seine Unterstützung auch den örtlichen Vereinen, die er für ein intaktes Gemeindeleben als unbedingt wichtig einstufe. Der demografische Wandel sei unübersehbar und daher sei es auch unbedingt erforderlich, darauf zu reagieren.

Zur Person: Heinz Niedermayer

  • Privat

    48 Jahre, verheiratet und Vater dreier Kinder.

  • Beruf

    Seit 25 Jahren ist er selbständig im Transportgewerbe tätig

  • Politik

    Seit 2014 Gemeinderat und Vizebürgermeister

Lange Liste an Aufgaben

So sei er richtig froh darüber, dass nun nach langen Diskussionen, aus dem Gemeinderat ein Arbeitskreis gebildet werden konnte, der sich um die Realisierung einer Senioren-Wohngemeinschaft annimmt. Hier konnten in den vergangenen Tagen entscheidende Weichen gestellt und beachtliche Fortschritte erzielt werden. So sei bereits ein Vorvertrag geschlossen worden, und von Seiten des BRK-Kreisverbandes sei der Standort Rimbach geradezu als Wunschziel eingestuft worden, da es zwischen Bad Kötzting und Furth im Wald eine Lücke schließen könnte. Weiter versprach Niedermayer, sich der Schaffung von Einkaufsmöglichkeiten anzunehmen und –solange dies nicht vor Ort möglich sei – den Einkaufsbus weiter zu betreiben. Die Anbindung an das Radwegenetz und den Breitbandausbau, der mittlerweile durch den Landkreis übernommen wurde, sehe er ebenso als vordringlich an. Ebenso wolle er die Umgestaltung des Freibadgeländes vorantreiben. Es sei seiner Ansicht nach äußerst bedauerlich, dass das Freibad wegen der hohen Sanierungskosten geschlossen werden musste. Daher sei es wichtig, jetzt Entscheidungen zu treffen, die neue Möglichkeiten ergeben. Auch diesbezüglich wurden in letzter Zeit erfolgversprechende Verhandlungen geführt. Rimbach sei immer noch Luftkurort und die Förderung von Tourismus und Kultur dürfe nicht weiter vernachlässigt werden.

Er wolle alle Hebel in Bewegung setzen, sicherte Niedermayer abschließend zu, dass alles wieder mehr Schwung bekomme, um die Gemeinde voranzubringen. Er hoffe und wünsche, dass auch der zukünftige Gemeinderat gut zusammenarbeitet und zukunftsorientiert arbeitet.

Die Aufstellungsversammlung für die Gemeinderatsliste der CSU findet am Freitag, 5. Juli, um 19.30 Uhr im Cafe Niedermayer statt. (kvo)

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