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Freizeit

Schlösser, Kirchen und Natur

Beim Ausflug nach Südmähren gewannen die Rimbacher viele neue Eindrücke. Vor allem die Punkva-Höhlen beeindruckten sie.
Siegfried Volkner

Die Rimbacher Pfarrausflügler vor dem Schloss in Lednice Foto: Siegfried Volkner
Die Rimbacher Pfarrausflügler vor dem Schloss in Lednice Foto: Siegfried Volkner

Rimbach.Die fünf Tage, an denen mehr als 30 Teilnehmer am Rimbacher Pfarrausflug in Südmähren unterwegs waren, werden allen in guter Erinnerung bleiben. Sehenswerte Schlösser und Kirchen beeindruckten ebenso wie die Landschaft, wobei der Besuch in den Punkva-Tropfsteinhöhlen mit der Fahrt auf einem unterirdischen Fluss wohl eines der eindrucksvollsten Reiseerlebnisse bleiben dürfte.

Nach dem frühen Start am Dienstag führte die Fahrt im Bus mit Fahrer Werner in Richtung Prag. Schon zur Mittagszeit war das erste Reiseziel, die Stadt Brno (Brünn) erreicht. Sie war in den nächsten Tagen Ausgangspunkt zu den Sehenswürdigkeiten Südmährens. Am Nachmittag stand eine Stadtbesichtigung auf dem Programm. Dabei zeigte sich, dass man mit Reiseführerin Jana Prokopova, die die Rimbacher Reisegruppe auch an den weiteren Tagen begleitete, einen guten Griff getan hatte, denn sie wusste viel zu berichten. Vom Hotel ging es zu Fuß zu den Sehenswürdigkeiten von Brünn. Der zweite Tag führte nach Austerlitz, Krtiny und in den Mährischen Karst. Die Fahrt führte zunächst vorbei an dem Hügel, an dem ein Denkmal an die Schlacht von Austerlitz erinnert, wo das Heer von Napoleon am 2. Dezember 1805 bei der sogenannten Dreikaiserschlacht siegte. Geradezu erschüttert war man über die Ausmaße des Borkenkäferbefalls in den Wäldern.

„Lourdes-Lied“ erklang

In Austerlitz wurde eine Schlossführung unternommen und wurden die historischen Räume besichtigt. Danach ging es zur Wallfahrtskirche von Krtiny, wo ein Prämonstratenser-Pater die Geschichte der Kirche erzählte und dann für die Besucher das Glockenspiel in Gang setzte und das „Lourdes-Lied“ spielen ließ. Mit einem Gebet und einem Marienlied wurde die Besichtigung beendet, standen doch noch die Punkva-Tropfsteinhöhlen im Mährischen Karst auf dem Programm.

Mit einem Öko-Zug ging es vom Busparkplatz zum Eingang in die Tropfsteinhöhlen, wo die kühlen Temperaturen von nur acht Grad geradezu frösteln ließen. Die Führung wurde zu einem einzigartigen Erlebnis. Geradezu atemberaubend war der Besuch des Grundes der Macocha-Schlucht, in der das Sonnenlicht von oben einfiel und ein bezauberndes Farbenspiel an den bemoosten Steilwänden hervorrief. Ebenso berauschend war die Fahrt mit Booten auf dem unterirdisch fließenden Fluss Punkva. Mit einer Seilbahn ging es nach oben, und von dort konnten die Ausflügler von oben die in die Schlucht blicken.

Der dritte Tag hatte als erstes Ziel die Stadt Nikolsburg, von wo aus die Grenze zu Österreich zu sehen war. Beim Fußmarsch durch die Stadt hinauf zur Burg erfuhren die Rimbacher so manches aus der bewegten Geschichte dieser Gegend. Anschließend ging es weiter nach Eisgrub (Lednice), wo bei einer Führung die Repräsentationsräume besichtigt wurden. Anschließend stand ein Besuch im Schloss Feldsberg (Valtice) auf dem Programm, bevor es weiter nach Cejkovice ging, wo in einem urigen Weinkeller bei den Templern das Abendessen mit Wein und Musik bestellt war.

Stadtführung in Tabor

Der vierte Tag brachte zunächst eine Stadtbesichtigung in Olmütz (Olomouc). Auf der Fahrt konnten schier unendlich große Mohnfelder bestaunt werden, die Pflanzen hatten weiße Blüten. Die Stadtführung, bei der die bekanntesten Sehenswürdigkeiten aufgesucht wurden, endete in der Kirche „Maria Schnee“. Dort feierte Pfarrer Dr. Johann Tauer mit den Rimbachern eine Messe. Am Nachmittag führte die Fahrt zum „Heiligen Berg“ von Olmütz zur Wallfahrtskirche „Maria Heimsuchung“, die gerade renoviert wird.

Am Samstag hieß es Abschied nehmen von Südmähren. Nach dem Frühstück wurde die Fahrt Richtung Heimat angetreten. Es stand noch ein Zwischenhalt in Tabor auf dem Programm. Bei einer Stadtführung erfuhren die Reisenden viele Einzelheiten über die Stadt und ihre Geschichte, die eng mit dem Reformer Jan Hus verbunden ist.

Nach der Mittagspause wurde endgültig die Heimreise angetreten. Mit vielen Eindrücken und Erinnerungen kehrten die Teilnehmer nach Rimbach zurück. (kvo)

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