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Wirtschaft

Conti und sein ehrgeiziges Umweltziel

Bis 2020 will das Unternehmen an seinem Standort Roding eine Energieeinsparung von 20 Prozent im Vergleich zu 2013 erreichen.

Unser Bild zeigt die Übergabe des LEEN-Zertifikats in Amberg durch die Präsidentin der OTH Amberg-Weiden, Professorin Dr. Andrea Klug, und Professor Dr.-Ing. Brautsch (rechts) an Andreas Schmidmeier (links) und Wolfgang Güll (2. von rechts).
Unser Bild zeigt die Übergabe des LEEN-Zertifikats in Amberg durch die Präsidentin der OTH Amberg-Weiden, Professorin Dr. Andrea Klug, und Professor Dr.-Ing. Brautsch (rechts) an Andreas Schmidmeier (links) und Wolfgang Güll (2. von rechts). Foto: OTH Amberg-Weiden

Roding.Continental in Roding hat die Weichen auf Energie- und CO2-Einsparung gestellt: Mit Unterstützung eines „Lernenden EnergieEffizienz-Netzwerks“ (LEEN) wird der Betrieb ein zukunftsweisendes Gesamtenergiekonzept entwickeln. Betreut wird das Netzwerk vom Institut für Energietechnik (IfE) an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden. Dort überreichten die Präsidentin der OTH Amberg-Weiden, Prof. Dr. Andrea Klug, und IfE-Leiter Prof. Dr.-Ing. Markus Brautsch an Andreas Schmidmeier, Leiter Industrial Engineering am Standort Roding, offiziell die Teilnahmebestätigung.

In seiner Umweltstrategie hat sich der Continental-Konzern zum Ziel gesetzt, bis 2020 in allen Werken des Unternehmens den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen bezogen auf das Geschäftsvolumen um jeweils 20 Prozent zu reduzieren, wie Wolfgang Guell, Energiemanager der Division Powertrain, erläuterte. Ausgangspunkt sind dabei die Werte des Jahres 2013. Erreicht werden sollen diese Ziele durch ein breites Spektrum an Einzelmaßnahmen – von einer effizienteren Energieversorgung über Anpassungen in der Produktion bis zur Sensibilisierung der Mitarbeiter für Energiesparthemen.

Große Anstrengungen

Roding ist als erster Continental-Standort Mitglied in einem LEEN-Netzwerk. Die Einrichtung dieser Netzwerke wurde Ende 2014 über die „Initiative Energieeffizienz-Netzwerke“ vom Bundeswirtschafts- und Bundesumweltministerium zusammen mit den führenden Verbänden und Organisationen der deutschen Wirtschaft vereinbart.

Bis Ende 2020 sollen rund 500 solcher Energieeffizienz-Netzwerke eingerichtet werden, wobei es neben den LEEN-Netzwerken für größere Unternehmen noch weitere Netzwerktypen zum Beispiel für kleinere Unternehmen oder Kommunen gibt.

„Roding unternimmt seit langem große Anstrengungen auf dem Gebiet der Energieeffizienz.“

Werksleiter Dr. David Cordova

„Roding unternimmt seit langem große Anstrengungen auf dem Gebiet der Energieeffizienz“, sagt Werksleiter Dr. David Cordova. Beispiele sind der Wechsel zu LED-Leuchten und die Installation von Bewegungsmeldern über die Drehzahlregelung von Motoren bis zur Nutzung von Abwärme. „Auch die Schulung unserer Mitarbeiter sowie Verbesserungsvorschläge aus der Belegschaft spielen hier eine wichtige Rolle. Die Entwicklung eines neuen Gesamtenergiekonzeptes mit Unterstützung des LEEN-Netzwerks ist jetzt ein weiterer entscheidender Schritt auf dem Weg zu unserem Ziel, bis 2020 eine Energieeinsparung von 20 Prozent gegenüber 2013 zu erreichen“, so Cordova. „Diese 20 Prozent entsprechen einer Energiemenge, mit der rund 250 Haushalte versorgt werden können.“

Hilfreiche Expertise

Neben Continental Roding gehören weitere 21 Unternehmen aus der Region zu dem LEEN-Netzwerk, das jetzt für vier Jahre zusammenarbeiten wird. Die Mitglieder tauschen bei regelmäßigen Treffen positive wie negative Erfahrungen aus.

Ein zentraler weiterer Pluspunkt ist die Expertise des Instituts für Energietechnik der OTH Amberg-Weiden, das jedem Netzwerk-Mitglied auf Basis einer eingehenden Analyse eine genaue Planungsgrundlage liefert. „Diese Bestandsanalyse wird das IfE jetzt erstellen“, sagt Andreas Schmidmeier, Leiter Industrial Engineering im Continental-Werk Roding. „Dabei wird detailliert ermittelt, wo Energie entsteht, und wo wie viel Energie benötigt wird. Auf Basis dieser Kennzahlen macht uns das IfE Vorschläge, wie sich unsere Einsparziele erreichen lassen. Im Hinblick auf unser ambitioniertes 20-Prozent-Ziel bis 2020 haben wir in letzter Zeit ganz bewusst in manchen Bereichen auf Übergangslösungen gesetzt, um uns im wahrsten Sinne nicht die Zukunft zu verbauen“, erläutert Schmidmeier in einer Mitteilung.

39,2 Milliarden Euro Umsatz

Continental entwickelt intelligente Technologien für die Mobilität der Menschen und ihrer Güter. Der internationale Automobilzulieferer bietet Industriepartnern nach eigenen Angaben „nachhaltige, sichere, komfortable, individuelle und erschwingliche Lösungen“.

Der Konzern erzielte im vergangenen Jahr mit seinen fünf Divisionen Chassis & Safety, Interior, Powertrain, Reifen und ContiTech einen Umsatz von 39,2 Milliarden Euro und beschäftigt aktuell rund 215 000 Mitarbeiter in 55 Ländern.

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