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Verkehr

Der Tunnel in Wetterfeld ist offen

Minister Dobrindt durchschnitt mit Politikern und Bauleuten das Band für eine schnellere B 85. Aber es bleiben Wünsche.
Von Thomas Mühlbauer

Sie zerschnitten das Band, mit dem der Wetterfelder Tunnel für den Verkehr freigegeben wurde: Alexander Bonfig (v. li.), Dr. Karl Vetter, Axel Bartelt, Franz Reichold, Helmut Schütz, Klaus Hofbauer, Alexander Dobrindt, Franz Löffler, Karl Holmeier, Marianne Schieder und Dr. Gerhard Hopp. Der Akt war vorerst nur symbolisch. Die ersten Autos dürfen nach letzten Umbauarbeiten erst ab heute, Freitag, durchfahren.
Sie zerschnitten das Band, mit dem der Wetterfelder Tunnel für den Verkehr freigegeben wurde: Alexander Bonfig (v. li.), Dr. Karl Vetter, Axel Bartelt, Franz Reichold, Helmut Schütz, Klaus Hofbauer, Alexander Dobrindt, Franz Löffler, Karl Holmeier, Marianne Schieder und Dr. Gerhard Hopp. Der Akt war vorerst nur symbolisch. Die ersten Autos dürfen nach letzten Umbauarbeiten erst ab heute, Freitag, durchfahren. Foto: Mühlbauer

Roding.Der 27. Oktober wird in die Geschichte des Ortes Wetterfeld eingehen, da waren sich alle Redner und Beteiligten einig an diesem Donnerstag bei der feierlichen Verkehrsfreigabe des neuen Tunnels der Bundesstraße 85 durch den Ort. Ein Ereignis, bei dem auch alle Autofahrer im Landkreis aufatmen. Jetzt geht’s wieder ein Stück flotter aus dem Bayerwald in Richtung Westen.

Zur Eröffnungsfeier waren alle wichtigen Entscheidungsträger gekommen, allen voran Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, Ministerialdirektor Helmut Schütz aus dem bayerischen Bau und Verkehr, sowie sämtliche Abgeordnete aus dem Landkreis.

Nächster Schritt: Altenkreith

Verkehrsminister Alexander Dobrindt sprach von einem großartigen Ereignis für die ganze Region und vor allem für den Ort. Und er wartete mit einer weiteren freudigen Nachricht auf. Er freue sich besonders darüber, wie schnell man den Planfeststellungsbeschluss für den Weiterbau von Wetterfeld nach Altenkreith erhalten hat. Und er hoffe jetzt darauf, dass es hierzu keine Klagen gibt.

Dobrindt weiter: „Wenn wir Baurecht haben, werden wir die Finanzierung sicherstellen. Denn auf den Straßen im Landkreis soll keine Ruhe einkehren.“ Für die Bürger des Ortes Wetterfeld bedeute der neue Tunnel eine geringere Belastung durch den Verkehr, so Dobrindt abschließend.

Freie Fahrt durch Wetterfelder Tunnel

Ministerialdirektor Helmut Schütz, der in Vertretung von Innenminister Joachim Herrmann nach Wetterfeld kam, sagte zu Beginn seiner Rede: „Die Bundesstraßen bilden gemeinsam mit den Autobahnen das Grundgerüst einer leistungsfähigen Straßeninfrastruktur und sind damit das Rückgrat unserer Wirtschaft. Gerade in Landkreisen ohne direkten Autobahnanschluss kommt dem weiteren Ausbau der Bundesstraßen große Bedeutung zu.“

Mit einer Verkehrsbelastung von knapp 16 000 Fahrzeugen am Tag bei Roding sei die B 85 im bayernweiten Vergleich eine der am höchsten belasteten Bundesstraßen. So ende für die Bürger aus Wetterfeld heute eine lange Zeit der Geduld.

Erste Planungen gehen bereits auf das Jahr 1988 zurück. Nach nun 28 Jahren ist die B 85 bei Wetterfeld auf einer Länge von 3,2 Kilometern vierspurig befahrbar. Vor einer besonderen Herausforderung stand nach den Worten von Schütz das Staatliche Bauamt Regensburg dadurch, dass man den Verkehr während der Bauzeit durch die Baustelle führen musste. Landrat Franz Löffler sprach von einem „Festtag für Wetterfeld“. Nun habe der Ort auch die Möglichkeit, wieder zusammenzuwachsen, nachdem er bislang durch die Bundesstraße getrennt war. Seinen Dank sprach Löffler allen Beteiligten am Bau aus, vergaß dabei aber nicht zu erwähnen, dass die Arbeiten an der B 85 in Richtung Altenkreith nahtlos weitergehen müssen.

Reichold: Es muss weitergehen

Bürgermeister Franz Reichold sagte in seiner Rede: „Der Tag der Verkehrsfreigabe der Bundesstraße 85 in Wetterfeld ist für die Stadt Roding ein Freudentag, weil der Ort Wetterfeld wieder zusammenwachsen kann.“ In vielen Bürgerversammlungen wurde für die Trasse und den notwendigen Ausbau der B 85 geworben, sagte Reichold. Der Sportverein VfB Wetterfeld sei überzeugt worden, seinen Platz aufzugeben und an anderer Stelle mit großem Aufwand, hoher Eigenleistung und viel Geld anzusiedeln.

Vor allem die Bereitstellung von Geld sei Minister Dobrindt, zu verdanken, erklärte Reichold. Nun sei eine nahtlose Fortführung der Baumaßnahmen an der B 85 der große Wunsch. Die Stadt Roding brauche diesen Ausbau, „um auch das Arbeitsplatzangebot bei uns weiterhin attraktiv zu halten“, so Reichold abschließend.

Wetterfelder Dankgeschenke

Anschließend trug sich Verkehrsminister Alexander Dobrindt ins Goldene Buch der Stadt Roding ein. Die Wetterfelder Stadträte Andreas Bucher und Josef Pfeffer überreichten zusammen mit dem Vorstand des VfB Wetterfeld Helge Scherzer an Minister Dobrindt als Erinnerung ein Aquarell der Wasserburg von Wetterfeld. Richard Bosl, der für Cham zuständige Mann vom Staatlichen Bauamt, erhielt ebenfalls ein Aquarell als Dank, dass er für die Wetterfelder stets ein Ansprechpartner war.

Stimmen bei der Tunneleröffnung

Helmut Schütz
Helmut Schütz Foto: Mühlbauer

Helmut Schütz: Der Ministerialdirektor informierte darüber, dass rund 16 000 Fahrzeuge täglich Wetterfeld passieren. Dabei liegt der Schwerlastverkehr bei circa 2000 Fahrzeugen pro Tag. Gleichzeitig ließ Schütz durchblicken, dass man auch den Abschnitt von Wetterfeld nach Altenkreith zügig verwirklichen möchte.

Alexander Dobrindt
Alexander Dobrindt Foto: Mühlbauer

Alexander Dobrindt: Der Bundesverkehrsminister ließ wissen, dass der Verkehr erst ab dem heutigen Freitag durch den Tunnel läuft. Der Grund: notwendige Umbauarbeiten. Zudem freute sich der Minister darüber, dass er persönlich bei der Verkehrsfreigabe mit vor Ort sein konnte, denn jede „Verkehrsfreigabe ist was Besonderes“.

Franz Reichold
Franz Reichold Foto: Mühlbauer

Franz Reichold: Der Rodinger Bürgermeister betonte, Wetterfeld könne nun wieder zusammenwachsen. Er erinnerte an die Schwierigkeiten, bis mit der Baumaßnahme endlich begonnen werden konnte. Auch mahnte er an, dass nun der Lückenschluss nach Altenkreith und die dortige Anbindung der B 16 zügig folgen müssen.

Franz Löffler
Franz Löffler Foto: Mühlbauer

Franz Löffler: Der Chamer Landrat zeigte sich überzeugt, dass der Tag als Festtag für Wetterfeld in Erinnerung bleiben wird. Stolz war er darüber, dass der Zeitplan und der Kostenrahmen von 42 Millionen Euro eingehalten werden konnte. Und: „Die Bürger haben während der Maßnahme stets Verständnis gezeigt.“

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