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Feuerwehr

Ein Fahrzeug für beinahe alle Fälle

Rodings Feuerwehr denkt über ein Wechselladerfahrzeug nach. Damit wäre an Einsatzstellen auch der Wasserbedarf stets gedeckt.
Von Thomas Mühlbauer

Das Wechselladerfahrzeug hat auch unter der Haube viel zu bieten. Technikbegeisterte kommen mit Sicht auf den Motorraum voll auf ihre Kosten.
Das Wechselladerfahrzeug hat auch unter der Haube viel zu bieten. Technikbegeisterte kommen mit Sicht auf den Motorraum voll auf ihre Kosten. Foto: rtn

Roding.428 PS, so reich an Pferdestärken unter der Motorhaube ist das sogenannte Wechselladerfahrzeug, von dem sich die Mitglieder der Feuerwehr Roding ein Bild gemacht haben. Die Feuerwehr Roding hat angedacht, sich ein derartiges Fahrzeug anzuschaffen. Sie würde sich mit 15 000 Euro an den Gesamtkosten beteiligen.

Ein sogenanntes Wechselladerfahrzeug ist ein Einsatzfahrzeug, welches mehrere Hauptaufgaben in einem Fahrzeug vereint. Es dient dem Transport von immer austauschbaren und wechselnden Abrollbehältern sowie verlasteten feuerwehrtechnischen Einsatzmitteln. Einsatzmittel können im Landkreis Cham bei Bedarf flexibel unter den fünf Standorten ausgetauscht werden. Zur Aufnahme jeweiliger Abrollbehälter verfügen die Fahrzeuge meist über eine fest mit dem Fahrgestell verbundene Wechselladereinrichtung.

Wer sich hinter das Steuer setzt, kann sich mit der Bedienung vertraut machen. Hier überzeugt sich Max Kinskofer, ein Fachmann, vom Fahrzeug und dessen Möglichkeiten.
Wer sich hinter das Steuer setzt, kann sich mit der Bedienung vertraut machen. Hier überzeugt sich Max Kinskofer, ein Fachmann, vom Fahrzeug und dessen Möglichkeiten. Foto: rtn

Mitglieder der Rodinger Feuerwehr haben so ein Fahrzeug, genauer gesagt ein Vorführmodell der Marke Volvo mit Automatikgetriebe, nun genauer unter die Lupe genommen. Wie Kommandant Konrad Bauer wissen lässt, wäre für die Rodinger Feuerwehr ein Abrollbehälter für größere Wassermengen von derzeit circa 8000 Litern vorgesehen. Allerdings könne das Fahrzeug – sollte sich die Rodinger Wehr tatsächlich zum Kauf entschließen – wohl frühestens 2018 in Betrieb genommen werden.

Vorab nämlich müsse noch eine europaweite Ausschreibung erfolgen. Die Wehr würde sich dabei mit 15 000 Euro an den Gesamtkosten beteiligen. Hinzu kämen noch Zuschüsse vom Landkreis Cham, Freistaat Bayern und von der Stadt Roding. Das Fahrzeug könnte dann in den Unterstellhallen in der Rodinger Feuerwehrwache am Ziehringer Weg untergebracht werden. Dort sei auch noch ein Stellplatz frei.

Stahl und die Sicht des Landkreises

Mit Spannung und Interesse haben die Feuerwehrler aus Roding mit ihren Kollegen aus Waldmünchen die Vorführung des neuen Wechselladerfahrzeuges verfolgt. Hierzu ist auch Kreisbrandrat Michael Stahl nach Roding gekommen. Von der Rodinger Wehr haben sich neben zahlreichen Mitgliedern auch die Führungskräfte um Kommandant Konrad Bauer und Vorsitzenden Norbert Stuiber sowie von der Feuerwehr Waldmünchen Kreisbrandinspektor Norbert Auerbeck, Kreisbrandmeister Andreas Bierl und Kommandant Stefan Bauer eingefunden.

Auf Probefahrt

  • Volvo

    In Roding ist den Wehren aus Roding und Waldmünchen ein Fahrzeug des Typs Volvo vorgeführt worden, die Feuerwehrmänner haben die Gelegenheit genutzt, sich auch mit dem Fahrzeug auf mehrere Probefahrten durch das Stadtgebiet zu begeben.

  • Ausstattung

    Sollte sich die Wehr zum Kauf entschließen, wird das Fahrzeug in die Feuerwehrfarben angeschafft, zudem mit Blaulicht und Arbeitsscheinwerfern versehen. Untergebracht würde es in der Feuerwehrwache am Ziehringer Weg. (rtn)

Josef Nürnberger von der gleichnamigen Firma Nürnberger aus Furth im Wald hat hierzu als Vorführfahrzeug besagten 428 PS starken Volvo mit Automatikgetriebe nach Roding gebracht. Angesprochen darauf, wieso man in Roding überlege, so ein Fahrzeug anzuschaffen, antwortet Kommandant Konrad Bauer: „Gerade in der letzten Zeit hat man immer wieder feststellen müssen, dass bei größeren Einsätzen oft nicht genügend Wasser sofort an der Einsatzstelle verfügbar ist. Mit dieser Anschaffung könnten wir hier Abhilfe schaffen.“

Als Beispiele nennt Konrad Bauer hier zum Beispiel den Einsatz im vergangenen Herbst beim Brand einer Bettfedernfabrik in Neubäu oder auch den Großbrand in Michelsneukirchen im Februar dieses Jahres.

Ab 2018 fünf Standorte angepeilt

Josef Nürnberger (r.) erläutert den Feuerwehrmännern das flexible Fahrzeug.
Josef Nürnberger (r.) erläutert den Feuerwehrmännern das flexible Fahrzeug. Foto: rtn

Der große Vorteil bei dieser Anschaffung liege auch darin, erläutert Bauer, dass die Aufbauten an den Lkw (Abrollbehälter) kompatibel mit den bereits im Landkreis Cham stationierten Fahrzeugen seien, so dass die Wechsellader untereinander ausgetauscht werden könnten. Gerade aus diesem Grund, beteilige sich auch der Landkreis Cham stark mit an diesem Konzept für die Fahrzeuge.

Kreisbrandrat Stahl sagt: „Vonseiten des Landkreises wurde ein Konzept erarbeitet, wo man sich überlegt hat, in welchen Bereichen und Teilen des Landkreises man gewisse Sondergeräte stationieren möchte. Hier hat man sich für das Konzept der Abrollbehälter/Wechsellader entschieden, die so flexibel untereinander ausgetauscht werden könnten.“ Insgesamt gebe es, sofern die Feuerwehren aus Waldmünchen und Roding sich entscheiden, solche Fahrzeuge anschaffen, schließlich ab 2018 insgesamt fünf Standorte – mit Furth im Wald, Cham, Arrach, Roding und Waldmünchen. Übrigens: Abgekürzt werden die Wechselladerfahrzeuge bei der Feuerwehr mit „WLF“.

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