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Fussball

Ermittlungen nach Tumult bei U19-Spiel

Partie zwischen der SG Mitterkreith und der SG Eintracht Schwandorf endet im Chaos. Sie beschäftigt Sportgericht und Polizei.

Das A-Junioren-Spiel in Kirchenrohrbach wurde wegen heftiger Auseinandersetzungen zwischen den Mitterkreither und Schwandorfer Nachwuchskickern nach 65 Minuten abgebrochen: Foto: Archiv/Tschannerl
Das A-Junioren-Spiel in Kirchenrohrbach wurde wegen heftiger Auseinandersetzungen zwischen den Mitterkreither und Schwandorfer Nachwuchskickern nach 65 Minuten abgebrochen: Foto: Archiv/Tschannerl

Roding.Ein frühzeitiges Ende nahm am Samstag das Punktspiel in der A-Junioren-Gruppe Cham/Schwandorf zwischen der SG SV Mitterkreith und der SG FT Eintracht Schwandorf in Kirchenrohrbach. Die Tumulte am Platz sorgten nicht nur für einen Spielabbruch, sondern auch für einen Polizei-Einsatz. Nun ist das U19-Spiel ein Fall für das Sportgericht und Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.

65 Minuten lief die Partie, die von Schiedsrichter Richard Herrmann (Pösing) geleitet wurde, eigentlich „normal“. Die Mitterkreither führten mit 2:1, dann kam es zum folgenschweren Eklat. Thomas Nachtmann, zweiter Vorsitzender des SV Mitterkreith, schildert die Vorfälle auf dem Platz: „Es war unser erstes Punktspiel und wir lagen 2:1 in Führung. An der Eckfahne gab es Freistoß für unsere Mannschaft. Dann wurde es hektisch, denn ein Schwandorfer Spieler hat den Kreither umgestoßen.“ Dann sei ein zweiter Schwandorfer Spieler auf den SVler zugelaufen und ihm mit angezogenem Knie in den Rücken gesprungen. „Ich weiß nicht, was ihn da geritten hat, dass er mit zehn Metern Anlauf auf ihn zurennt“, kommentiert Nachtmann die Szene. Der Spieler wurde ambulant im Krankenhaus behandelt mit der Diagnose Prellungen am Rücken, wie der Funktionär sagt.

Mitterkreither hatten Angst

Nachtmann erhebt über die Tätlichkeit hinaus Vorwürfe gegen die Schwandorfer: „Unsere Spieler hatten Angst, dass durch die Drohungen und verbalen Entgleisungen der Gäste noch mehr passiert.“ Deshalb habe der Trainer der SG SV Mitterkreith dem Schiri mitgeteilt, dass seine Jungs nicht mehr weitermachen. Der Schiri habe das Spiel abgebrochen. Dass Schiedsrichter Richard Herrmann, der als sehr erfahrener Unparteiischer gilt, die Szene nur mit Gelb (für das Foul) und einer Zeitstrafe sanktionierte, dafür hat Thomas Nachtmann nur eine Erklärung: „Ich bin der festen Überzeugung, er hat es so sanktioniert, weil er es nicht gesehen hat, ansonsten hätte er es wohl anders geahndet.“ Der SV Mitterkreith werde eine Stellungnahme beim Sportgericht abgeben und abwarten, wie es entscheidet.

„An der Eckfahne gab es Freistoß für unsere Mannschaft. Dann wurde es hektisch, denn ein Schwandorfer Spieler hat den Kreither umgestoßen.“

Thomas Nachtmann, 2. Vorsitzender des SV Mitterkreith

„Ich äußere mich zu dieser Situation nicht, es ist ein Bericht an das Sportgericht gegangen und da steht alles drin. Es ist nun Sache des Sportgerichts, über diesen Fall zu entscheiden“, sagt Richard Herrmann. Laut Informationen unseres Medienhauses ist im Bericht von einem „Rempler gegen die Schulter“, der mit einer Zeitstrafe wegen Unsportlichkeit für den Schwandorfer U19-Spieler geahndet wurde, die Rede. Dieter Jäger, Chef der FT Eintracht Schwandorf, wollte sich zu den Vorkommnissen nicht äußern, „da ich nicht dabei war“, wie er sagte.

Die Polizei ermittelt noch

Wie es zu der Auseinandersetzung etwa eine Stunde nach Anpfiff der Begegnung kam, ist nach Angaben der Polizei nach wie vor unklar. Laut Sven Buhl, dem Leiter der Polizeiinspektion Roding, hatte der Schiri beim Spielstand von 2:1 für die Gastgeber nach einem Foul das Spiel unterbrochen, als ein Schwandorfer Fußballer einem Mitterkreither Spieler „in den Rücken gesprungen“ sei. Der 17-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht, erlitt nach den Worten Buhls leichte Verletzungen. Die Polizei war nach Angaben des Inspektionsleiters vorsorglich mit drei Streifenwagen am Fußballplatz, musste aber nicht mehr eingreifen, „da die Gastmannschaft nicht mehr vor Ort war“. Ermittelt wird jetzt wegen Körperverletzung und möglicher weiterer Delikte. Denn bei der Auseinandersetzung auf dem Rasen gab es laut Buhl „auch Äußerungen, die strafrechtlich zu überprüfen sind“. (rtn/hh/kd)

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