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Pfarrei

Rodings neuer Kaplan kommt aus Hemau

Martin Seiberl (29) wird Nachfolger von Sebastian Scherr, der zum 1. September nach Neustadt an der Donau wechselt.
Von Bastian Schreiner

Martin Seiberl kommt als Kaplan nach Roding. Foto: Bischöfliche Pressestelle
Martin Seiberl kommt als Kaplan nach Roding. Foto: Bischöfliche Pressestelle

Roding.Der Nachfolger von Kaplan Sebastian Scherr, der nach zwei Jahren in Roding zum 1. September in die Pfarrei St. Laurentius nach Neustadt an der Donau wechselt, steht fest. Wie Stadtpfarrer Holger Kruschina am Donnerstag informiert, tritt Martin Seiberl (29) aus Hemau im Herbst seine erste Kaplanstelle in Roding an. Am 30. Juni weihte ihn Diözesanbischof Rudolf Voderholzer im Regensburger Dom zum Priester, am 8. Juli feiert der Primiziant in seiner Heimatpfarrei St. Johannes in Hemau seinen ersten Gottesdienst. Wie berichtet, wurde er im Dezember 2017 in der Pfarrkirche Roding zum Diakon geweiht.

Martin Seiberl entstammt einer katholisch geprägten Familie, die den Sonntagsgottesdienst stets besuchte und in der man mit christlichen Traditionen sehr vertraut ist, wie er in einem MZ-Gespräch wissen ließ. Als Kind war er Ministrant und als Jugendlicher für die Einteilung der Messdiener zuständig. Dass Seiberl Priester werden will, hat sich zunächst nicht abgezeichnet. Denn nach dem Abschluss der mittleren Reife absolvierte er eine Ausbildung zum Bankkaufmann in Regensburg. Danach erwarb er an der Berufsoberschule Wirtschaft in Regensburg die allgemeine Hochschulreife. Um nebenbei Geld zu verdienen, übernahm er eine freie Mesnerstelle in Hemau – und wurde dadurch wieder stark in das kirchliche Leben hineingezogen.

Nach und nach interessierte er sich für den Beruf des Priesters und startete schließlich im Herbst 2012 an der Universität Regensburg mit dem Studium der Theologie, das er im Sommer 2017 abgeschlossen hat. Die Lebensform eines Priesters sei für ihn ein erfüllender Lebensweg, sagt Seiberl, der für sich erkannt hat, dass Gott der Ursprung dieser Welt und seiner Existenz sei. „Dennoch bleibt man im Glauben ein Suchender nach der tieferen Wahrheit, die unser Leben trägt“, so Seiberl im Interview. Und weiter: „Der Glaube nach Gott ist für mich verbunden mit den Fragen nach Sinn und dem Woher und Wohin des Menschen.“ Als Priester will Seiberl den anderen Menschen auf deren eigener Suche helfen und sie auf ihrem Lebensweg begleiten.

Wie er in einem Video-Interview des Bistums sagte, habe er großen Respekt vor der Aufgabe, freue sich aber auf eine spannende Zeit in der Pfarrei. Dabei wolle er nicht im Mittelpunkt stehen, sondern als „Werkzeug“ zwischen Gott und der Gemeinde fungieren. Die Praktikumszeit verbrachte der 29-Jährige in der Pfarrei St. Georg in Amberg. Ab 1. September wird er in der Pfarrei Roding wirken. „Wir freuen uns als Pfarrei sehr, dass ein junger Kaplan nach Roding kommt, der in unserer Stadtpfarrkirche zum Diakon geweiht wurde“, betont Pfarrgemeinderatsspecher Martin Kellermeier. „Martin Seiberl war ja selbst Ministrant. Er wird mit Sicherheit Zeichen in der Jugendarbeit setzen!“

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