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Reparatur

Schäden am Windrad werden beseitigt

Blitzeinschläge haben deutliche Spuren am Windrad in Kalsing hinterlassen. Auch der Generator wird umfassend überprüft.
Von Peter Nicklas

Der Generator am Boden, er hat einen Durchmesser von gut sechs Metern.
Der Generator am Boden, er hat einen Durchmesser von gut sechs Metern. Foto: Nicklas

Roding.Eigentlich wollten die Arbeiter der Firma aus den Niederlanden schon am Donnerstag dem Bayerischen Wald wieder Lebewohl sagen, doch nun werden sie wohl erst am Samstag dem Windrad in Kalsing wieder sein ursprüngliches Aussehen geben. Derzeit ragt nur der 70 Meter hohe Mast in die Höhe, der Generator sowie die Kuppel mit den Rotorblättern befinden sich am Boden.

Verschleißerscheinungen beseitigt

Die Spuren der Blitzeinschläge sind auch an der Kuppel deutlich zu erkennen.
Die Spuren der Blitzeinschläge sind auch an der Kuppel deutlich zu erkennen. Foto: Nicklas

Hier direkt vor Augen wird dann auch deutlich, welche Schäden die ganze Anlage sonst noch hat. Eigentlich sollte ja nur das Hauptlager ausgetauscht werden, zusätzlich zeigten sich bei einer intensiven Überprüfung weitere kleine Mängel. So müssen am Drehkranz, mit dem die Rotoren so gesteuert werden, dass sie richtig im Wind stehen, Verschleißerscheinungen beseitigt werden.

Blitz sucht eigene Wege

Auch Blitzeinschläge haben ihre Spuren hinterlassen. Die ansonsten aus Kunststoff gefertigten Flügel haben ganz außen ein Metallteil, das eigentlich über ein Kabel den Blitz in die Erde ableiten soll, doch der Blitz sucht sich oft seine ganz eigenen Wege. So sind auch an der Kuppel, an der die Rotoren befestigt sind, deutliche Spuren der Einschläge zu erkennen.

Johann Schwarzfischer hofft, dass das Windrad noch lange läuft und Strom liefert.
Johann Schwarzfischer hofft, dass das Windrad noch lange läuft und Strom liefert. Foto: Nicklas

„Das Windrad soll noch 20 Jahre halten und Strom liefern“, so Johann Schwarzfischer. Auch aus diesem Grund habe man, wenn schon Rotorenflügel und Generator abgebaut sind, auch alle sonstigen Reparaturarbeiten, die notwendig waren, durchgeführt. Das Hauptlager ist inzwischen bereits eingebaut in den Generator, die Schäden an ihm waren der Hauptgrund für die Reparaturmaßnahme. Am Samstag werden dieser sowie auch die Kuppel mit den drei Rotorenflügeln wieder nach oben gehievt und in luftiger Höhe festgeschraubt.

Im übrigen unterliegt das Windrad in Kalsing wie alle anderen Windkraftanlagen laufenden Überprüfungen. Alle zwei Jahre muss in einem „zustandsorientierten Gutachten“ die Funktionstüchtigkeit und Sicherheit nachgewiesen werden.

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