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Kommune

Wird den Rasern der „Saft“ abgedreht?

Der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz stellt in Roding Möglichkeiten der Tempokontrolle vor.
Von Thomas Mühlbauer

Den Verkehr aus kommunaler Sicht im Blick behalten, um Rasern Einhalt zu gebieten, das ist in Roding demnächst Thema im Stadtrat.
Den Verkehr aus kommunaler Sicht im Blick behalten, um Rasern Einhalt zu gebieten, das ist in Roding demnächst Thema im Stadtrat. Symbolfoto: dpa

Roding.Zur Bauausschusssitzung am Donnerstag war Geschäftsstellenleiter Maximilian Köckritz vom Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz nach Roding gekommen. Dieser Verband organisiert für mehrere Kommunen in Bayern Verkehrsüberwachung. Die Stadträte berieten darüber, ob diese Überwachung durch den Zweckverband auch für Roding sinnvoll ist.

28 Gemeinden im Zweckverband

In jedem vierten Einsatz kämpfen die Rettungskräfte mit Verkehrsproblemen, dabei sind es nicht nur Falschparker in der Feuerwehranfahrtszone, sondern es ist auch geparkten Autos in engen Gassen und im Kreuzungsbereich oft das Durchkommen nur schwer möglich machen. Ein Blick in die Zahlen verdeutlicht, dass bei 65 km/h pro Stunde acht von zehn Fußgängern sterben, die mit einem Pkw kollidieren, bei 50 km/h überleben acht von zehn Fußgängern.

Mit Zahlen aus anderen Einsatzgebieten verdeutlichte Köckritz, dass durch regelmäßige Tempokontrollen die Geschwindigkeiten von den Autofahrern gesenkt werden und deutlich weniger Verstöße zu verzeichnen sind. Der Zweckverband wurde 2014 gegründet, als Vorsitzender fungiert der Oberbürgermeister Ambergs, Michael Cerny. Mittlerweile gehören dem Zweckverband 28 Gemeinden an. Kontrolliert und gemessen werden kann sowohl der fließende Verkehr, mit Lichtschrankentechnik und der ruhende Verkehr, in dem man Kontrolleure durch die Straßen schickt.

Die gesamte Abwicklung des Vorgangs, beginnend mit Überwachung des ruhenden und fließenden Verkehrs, sowie Sachbearbeitung des ruhenden und fließenden Verkehrs wird alles vom Zweckverband erledigt. Ein Blick in die Vergangenheit, so Köckritz, zeigt, dass bei den Gemeinden über die Dauer eine deutliche Verbesserung eingetreten ist. Der Vorteil liege ganz klar auf der Hand, so ist der Zweckverband eine Behörde, der, anders als private Anbieter, keine Gewinnerzielungsabsicht hat.

Zusätzlich biete man den Kommunen einen hohen Qualitätsstandard an. Es wird auch seitens des Zweckverbandes angeboten, beim ruhenden Verkehr nicht gleich mit Bußgeldern zu arbeiten, es besteht jederzeit Möglichkeit, mit kostenlosen Verwarnungen (gelben Karten) zu arbeiten, wie lange dies Geschehen soll, liegt ganz bei der entsprechenden Kommune.

Aufgaben der Polizei unberührt

Wie Köckritz weiter mitteilte, bleiben davon aber die Aufgaben der Polizei und deren Kontrollen unberührt. Bürgermeister Franz Reichold: „Wir möchten damit keinen Gewinn erzielen, sondern erreichen, dass die Fahrgeschwindigkeit wieder den Verkehrszeichen angepasst wird, und erhöhte Kontrollen könnten dies wieder in eine positive Richtung lenken.

Eine Frage im Bauausschuss zielte darauf ab, wer denn hier die Bußgeldbescheide erlasse. Köckritz ließ wissen, dass diese ebenfalls vom Zweckverband ausgestellt werden. Zudem teilte er mit, dass die Kommune jederzeit festlegen könne, wo und wie oft an diversen Stellen kontrolliert wird. Es soll durch den Zweckverband nicht der Eindruck entstehen, dass Abzocke betrieben wird.

Massiver Druck von den Bürgern

Reichold: „Wir haben derzeit massiven Druck von den Bürgern, denn die Parksituation oder auch die Geschwindigkeit in manchen Gebieten lässt einfach oft zu wünschen übrig. Uns ist auch damit schon geholfen, wenn wir mit Zahlen auch mal einen Eindruck von Bürgern belegen können, dass in diesem Gebiet nicht so gerast wird, wie man teilweise meint“. Stadtrat Hans Feldbauer: „In Mitterdorf hat die Ampel ebenfalls was gebracht, und so bin ich überzeugt davon, dass wir es auf jeden Fall versuchen sollten“.

Josef Köppl von der Stadt sagte: „Auch die Geschäftswelt hat sich des öfteren schon negativ über die Parkmoral von manchem Autofahrer geäußert, da Geschäfte durch Dauerparker oft nur durch weitere Wege erreichbar sind. Und vielleicht schaffen wir es dann so auch wieder, dass die Bürger vor den Geschäften auch wieder kurz einen Parkplatz bekommen, weil die Dauerparker dann nicht mehr da sind“. Der Bauausschuss stimmte mit einer Gegenstimme dafür, dieses Thema im Stadtrat zu beraten, dort zu entscheiden, ob man dem Zweckverband beitrete.

Bauanträge befürwortet

  • Mitterdorf

    Neubau eines Wohnhauses mit Garage; Neubau einer Kinderkrippe am Kindergarten sowie Nutzungsänderung im Kindergarten; Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage

  • Regenpeilstein

    Errichtung von Büroräumen auf einer bestehender Dachterrasse eines ortsansässigen Betriebs

  • Obertrübenbach

    Sanierung und Erweiterung von einem Lager eines ortsansässigen Bauunternehmens; Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Carport, Nebengebäude und Nebengewerbe im Kellergeschoss

  • Neubäu am See

    Antrag des Staatlichen Bauamtes aus Regensburg auf sogenannte Seitenlagerungen des überschüssigen unbelasteten Erdmaterials in Neubäu am See in Zusammenhang mit dem Ausbau der Bundesstraße 85 im Zuge der „Ortsumgehung Neubäu am See“

  • Roding

    Neubau dreier Mehrfamilienwohnhäusern mit Tiefgarage, Adolph-Kolping-Straße in Roding; Teilnutzungsänderung (Halle O) der bestehenden Lagerflächen in Büroflächen in Roding am Bahnhof; Neubau eines Doppelhauses in Roding (rtn)

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