MyMz
Anzeige

Auftritt

„Bäff“ begeistert auf der Burg Neuhaus

Nach der Schauer-Preisverleihung an Martin Frank amüsierte der Humorist aus Trasching mit Liedern und Sprüchen.

„Bäffi-Boy“ will Deutschland mit dem Lied „Rio de Janeiro“ beim ESC 2020 vertreten.  Foto: cls
„Bäffi-Boy“ will Deutschland mit dem Lied „Rio de Janeiro“ beim ESC 2020 vertreten. Foto: cls

Schorndorf.Lachen und Amüsieren garantiert waren am Dienstagabend auf dem Neuhauser Burgberg beim stimmungsvollen Auftritt von „Bäff“ Josef Piendl, der heuer nach der Schauer-Preisverleihung an den Kabarettisten Martin Frank den Part für das stimmungsvolle Rahmenprogramm übernommen hatte. Mit einigen neuen Liedern und vielen neuen Sprüchen hat „Bäff“ bewiesen, dass er 2014 völlig zu Recht selbst mit dem Kulturpreis „Schauer“ ausgezeichnet worden ist. Mit dem ersten Lied wussten gleich alle, warum er an diesem Abend auf der Bühne stand: „Waal i Depp net naa song ko“.

Nach Beispielen wie Kuah/Kou bzw. Schuah/Schou stellte der Humorist und Liederschreiber aus Trasching in Bezug auf den neuen Schauer-Preisträger Martin Frank aus Hutthurm mit dem Stück „Mou net saa“ die unterschiedliche Dialektbetonung zwischen Niederbayern und der Oberpfalz heraus. Voll im Element zeigte sich „Beautiful (B), äntzückend (ä), friedlich (f) und fromm (f) auch beim Lied „I hob ins Handy gschaut“, kann doch dabei so manches schiefgehen, etwa in der Sauna beim Schwitzen per Smartphone der Frau teurer Ring. Porsche und Eigentumswohnung zuzusagen sind kein Problem, wenn das „herrenlose Handy“ einem gar nicht selber gehört. Auch flotte Sprüche und freche Witze kamen nicht zu kurz, wobei der „Bäffi-Boy“ zum Leidwesen von Franz Löffler durchaus Schlagfertigkeit bewies: „Herr Landrat wissen Sie, was a Grischbal is?“. Dieser zuckt die Schultern. Antwort: „Des Gegenteil von eahrna.“ Sehr amüsant ist, wenn bei Josef Piendl daheim dicke Luft mit „Verlag Vroni“ herrscht. Und welcher Zusammenhang zwischen einer Spardose auf dem Nachtkästchen und dem Weihnachtsgeschenk für die Ehefrau besteht, ist dem Schauer-Publikum jetzt auch klar. Dann folgten wieder Lieder wie „Misch di net ei“, wonach es besser sei, sich immer rauszuhalten, wenn es Probleme geben könnte.

Piendl steht ebenso für humorvolle Witzgedichte und „Geschicht’n“. Fünf „Hoibe Bier“ können einen riesigen Unterschied ausmachen. In der „Stodt“ zählt man da zu den Alkoholikern, auf dem Land bedeutet es: „Du machst heute den Fahrer.“ Dem „Bäff“ ist es aber in seinem Programm immer wichtig, zumindest einmal den leisen oder hintersinnigen Ton anzuschlagen, was ihm mit „I bin a Dorfkind“ bzw. „Do lou i mein Freind net im Stich“ eindrucksvoll gelang.

Richtung Ende sang er sein „Bewerbungslied“ für den Eurovision Song Contest. Denn wenn eine Conchita Wurst für Österreich gewinnt, ist für Piendl klar: „Des kon i aa.“ Im entsprechenden Outfit und äußerst „ausdrucksstark“, was etwa Hüftschwünge angeht, sorgte das Lied „Rio de Janeiro“ für einen Stimmungshöhepunkt. (cls)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht