MyMz
Anzeige

Tradition

Musi, Gsangl, Witz und Humor

Der OVK lud wieder zum „Thierlinger Summa“ – und die Volksmusikfreunde kamen im Biergarten voll auf ihre Kosten.

Schorndorf.Trotz vieler Veranstaltungen in der Umgebung, etwa FFW-Festumzug in Sattelpeilnstein oder Rodinger Volksfest, zeigte sich am Sonntagnachmittag der „Thierlinger Summa“ des Oberpfälzer Volksliedkreises (OVK) der Region Cham wieder recht gut besucht. Geboten wurde vor allem „A Musi und a Gsangl“, zwischendurch durften aber lustige Witze und Gstanzl ebenfalls nicht fehlen.

Seit 2003 lädt der OVK jeweils am ersten Sonntag im Juli zum Volksmusik-Nachmittag ein und so fungierte heuer der musikantenfreundliche Gasthof „Zum Türlinger“ bereits zum 17. Mal als Gastgeber. Die unsichere Wetterlage mit vielen dunklen Wolken noch bis Mittag machte die Frage „drinnen oder draußen“ alles andere als leicht. Letztendlich entschied man sich für das schöne Biergartenareal und wurde belohnt, denn es blieb trocken, und auch die Sonne ließ sich immer mehr blicken. Pepp Deiminger, Vorsitzender des OVK Cham, fungierte als Moderator und nahm nach dem Marsch „Ich und der Mond“, zur musikalischen Eröffnung dargeboten vom Trio „Pepp & Lukas & Günther“, die Begrüßung vor. Für den OVK sei dieser Termin in Thierling bereits feste Tradition, „weil wir hier immer guten Besuch und tolles Publikum haben“.

Viele bekannte Gesichter

Deiminger freute sich, wieder viele bekannte Gesichter zu sehen, „denen möchte ich für die Treue zu unserer Volksmusik besonders danken“. Ein herzliches Willkommen galt OVK-Ehrenmitglied Philipp Meyer, allen anwesenden Urlaubern und nicht zuletzt natürlich den Mitwirkenden und damit Hauptakteuren des Nachmittags. Und: „Wir sind hier als OVK von der Wirtsfamilie immer herzlich und gut aufgehoben.“

Dann hieß es aber „Bühne frei“, und die vielen Volksmusikfreunde durften für zwei, drei Stunden abschalten und die Sorgen vergessen. Das abwechslungsreiche Programm begannen Pepp Deiminger (Akkordeon/Gesang), Lukas Leutner (Gitarre/Gesang), Herbert Täuber (Gesang) und Günther Linser (Steirische/Gesang) mit den Stücken „d’Ochsn treib i ned aus“ bzw. „Am Ende der Straße“. Alle vier kommen aus Roding, außer dem 16-jährigen Lukas Leutner sind es überwiegend „alte Hasen“, aber in dieser Besetzung noch „eher jungfräulich im Zusammenspiel und Gesang. Es folgten mit dem Duo Manfred & Franz“ zwei Urgesteine der Volksmusik, Manfred Hruby (Steirische/Gesang) und Franz Haller (Gesang) sind in unserem Raum weit und breit bekannt und boten im ersten Durchgang „Da Stierheita“ bzw. „Das ländliche Leben“ dar.

Gerne wird beim „Thierlinger Summa“ immer dem Nachwuchs ein Auftritt ermöglicht. Lukas Leutner, der sein Talent im Gesang und Gitarrenspiel unterstrich, hat früher bei den Rodinger Stadtfinken gesungen und ist auch schon als Allein-Unterhalter unterwegs. Das Duo Rosi & Andy Lößl (Gesang/Steirische) ist als Verfechter für die bayerische Volksmuse nicht mehr wegzudenken. Es spielte und sang „Enzian und Edelweiß“ bzw. „Mädel aus dem Böhmerwald“. Florian Gebhard aus Pemfling ist ein junger, begabter Ziachspieler und OVK-Mitglied. In der ersten Runde spielte er auf der Steirischen „Munti Polka“ bzw. „Waldfrieden Walzer“. Nicht mehr vorzustellen braucht man Oskar Höcherl, mit seinen 91 Jahren ein Urgestein über die Grenzen der Oberpfalz hinaus, der mit seinen Witzen und Gstanzln für viel Heiterkeit sorgte.

Waldlerhymne zum Finale

Nach einer kleinen Pause folgte der zweite Durchgang, und alle Mitwirkenden zeigten sich nochmals mit zwei Stücken auf der Bühne. Pepp Deiminger meinte: „Wir ham gern für euch gsunga und gspuit.“ Ein besonderes Vergelt’s Gott galt der Wirtsfamilie Dana und Josef Fischer senior bzw. junior sowie den fleißigen und freundlichen Bedienungen für die vorzügliche Bewirtung mit Speisen sowie Getränken. Das offizielle Finale setzte erst die Waldlerhymne „Mir san vom Woid dahoam“, musikalisch begleitet von allen gemeinsam angestimmt. (cls)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht