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Gratulation

Georg Dirscherl feierte seinen 95. Geburtstag

Der „Kandler Schorsch“ feierte in Strahlfeld. Zwei Feuerwehren, Vereine, Familie und Freunde wünschten alles Gute.
Jakob Moro

Georg Dirscherl feierte mit seiner Familie, Nachbarn, Freunden und vielen Vereinen im Sportheim in Strahlfeld seinen 95. Geburtstag Foto: Moro
Georg Dirscherl feierte mit seiner Familie, Nachbarn, Freunden und vielen Vereinen im Sportheim in Strahlfeld seinen 95. Geburtstag Foto: Moro

Stamsried.„Für einen Menschen, der gerne lacht, andern immer Freude macht, der optimistisch ist und gut, niemals etwas schlechtes tut. Der immer lieb und ganz charmant, Humor besitzt und viel Verstand. Ein Mensch, den einfach jeder mag, der lebe glücklich jeden Tag“, so stand es vor zehn Jahren, beim 85. Geburtstag des Jubilars, in einer Anzeige im Bayerwald-Echo zu lesen, mit der Ehefrau Anna, die Kinder und Enkel öffentlich gratulierten.

Besser könnte man den Menschen Georg Dirscherl nicht beschreiben. Viele Gratulanten, Kinder, Enkelkinder, Geschwister, Nachbarn, Freunde und Vereinsabordnungen fanden sich bei der Feier zu seinem 95. Geburtstag im Sportheim in Strahlfeld am vergangenen Montagnachmittag ein. Fünf Kinder, Georg, Erwin, Agnes, Markus und Monika sowie zwölf Enkelkinder, Tanja, Tobias, Sonja, Kerstin, Florian, Lukas, Andreas, Michael, Nicole, Stefan, Katrin und Manuel drückten ihren Vater bzw. Großvater mit einem herzlichen „Vergelt‘s Gott“ die Hand. Georg Dirscherl, Jahrgang 1924, war das dritte von sieben Kindern am Kandlerhof.

Er besuchte, wie seine spätere Ehefrau, die Hauptschule in Friedersried. Von 1937 bis 1939 war er in der damaligen Feiertagsschule (Landwirtschaftsschule) in Neunburg vorm Wald. 1942 wurde er zur Wehrmacht eingezogen, verbrachte seine Jugendzeit über sieben Jahre im Krieg. Wie er uns erzählte, war er fast ausschließlich in Russland, am Schwarzen Meer, im Kriegseinsatz. 1945 kam er in russische Kriegsgefangenschaft. Dort war er im Lager in Brjansk und Obojan untergebracht.

Erst am 8. Dezember 1949 traf er in seiner Heimat in Thanried ein. Nach kurzer Zeit auf Arbeitssuche, die in bis ins Allgäu führte, kehrte er nach Thanried zurück und wurde Landwirt. Bis zur Auflösung der ehemaligen Gemeinde Hansenried 1971 war er im dortigen Gemeinderat tätig und trug dazu bei, dass Thanried nach Stamsried eingemeindet wurde. Am 20. Mai 1957 schlossen Georg und Anna Dirscherl aus Thanried den Bund der Ehe. Vor zwei Jahren feierten sie Diamantene Hochzeit.

1998 haben die Kandlers ihren Hof an ihren jüngsten Sohn Markus übergeben.

Aus der Zeit, als Thanried zu Hansenried gehörte, stammt heute noch die Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr Hansenried. Er hielt den Hansenriedern bis heute die Treue, auch nachdem er der Feuerwehr Friedersried beitrat. Beide Feuerwehren kamen ebenso mit einer großen Abordnung, wie der Obst- und Gartenbauverein Friedersried. Seit 52 Jahren ist Georg Dirscherl Mitglied bei den Schwärzenburg-Schützen, sie gratulierten ebenso wie Vertreter der Marianischen Männerkongregation und der Kirchenverwaltung Friedersried, die für die Ortskirche weiterhin beste Gesundheit wünschten.

Die Senioren aus Friedersried kamen mit Maria Schwarzer. In die Schar der Gratulanten reihte sich Bürgermeister Herbert Bauer gerne ein. Er würdigte das öffentliche Engagement des Jubilars und übergab ein Bild der Thanrieder Kapelle, der der Jubilar seit langem eng verbunden ist.

Der „Kandlervater“ hat immer Humor und ist immer zu einem kleinen Späßchen aufgelegt. Georg Dirscherl ist nach wie vor sehr interessiert an den Ereignissen seiner Heimat. Das Lesen der Heimatzeitung gehört zum Tagesablauf.

(rjm)

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